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Neue dezentrale Unterkünfte für Asylbewerber im Landkreis Schweinfurt: Landrat Florian Töpper dankt Eigentümern und Gemeinden für Unterstützung


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LANDKREIS SCHWEINFURT – Das Landratsamt Schweinfurt wird künftig zwei neue so genannte dezentrale Unterkünfte für Asylbewerber betreiben. Eine ab sofort in Poppenhausen mit 34 Plätzen, die andere ab 1. November in Hambach mit insgesamt 76 Plätzen. Weitere acht Plätze entstehen in Schwanfeld. Die Belegung soll schwerpunktmäßig mit Familien erfolgen. Letztlich erfolgt die Belegung aber entsprechend der Zuweisung durch die Regierung von Unterfranken, sobald die Wohnungen hergerichtet sind.

Die Anmietung dieser Wohneinheiten wurde notwendig, nachdem der Zustrom an Asylbewerbern in den vergangenen Monaten extrem stark angestiegen war (87,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei Asylerstanträgen, 25,2 Prozent bei Asylfolgeanträgen) und die vom Freistaat Bayern in den Gemeinschaftsunterkünften vorzuhaltenden Plätze längst nicht mehr ausreichend waren. In diesen Fällen ist die Aufgabe der Unterbringung der Asylbewerber entsprechend einer gesetzlich festgelegten Quote den Landkreisen und kreisfreien Städten als staatliche Aufgabe übertragen. Mit hochgerechnet über 100.000 Asylanträgen bundesweit sind für 2013 noch weitere 97 Personen im Landkreis Schweinfurt aufzunehmen. Für das kommende Jahr werden weitere 100 Personen erwartet.


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Aktuell leben im Landkreis Schweinfurt 150 Asylbewerber. 48 davon in der Teilgemeinschaftsunterkunft in Röthlein, 78 in dezentralen Unterkünften (Hotels, Gaststätten, Privatwohnungen) und 24 in Privatwohnungen, weil sie über eine Auszugsgenehmigung aus den (de-)zentralen Unterkünften verfügen. Insgesamt verteilen sich diese verschiedenen Quartiersarten auf die Gemeinden Wasserlosen, Werneck, Waigolshausen, Röthlein, Gerolzhofen, Dingolshausen, Gochsheim, Bergrheinfeld, Grettstadt, Schonungen und Sennfeld. Ein Teil dieser Asylbewerber, vornehmlich die, die derzeit in Hotels und Gaststätten übergangsweise untergebracht sind, sollen dann in die nun neu geschaffenen Unterkünfte umziehen. Hauptherkunftsländer waren zuletzt Iran, Irak, Afghanistan sowie die Russische Föderation.


„Mein ausdrücklicher Dank gilt allen Gemeinden, bei denen bislang Asylbewerber untergebracht werden konnten und die mit ihren Bürgern diesem Menschenkreis mit einer offenen Haltung gegenüber getreten sind. Danke auch für die stets unkomplizierte und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Schweinfurt“, sagte Landrat Florian Töpper.

Die Asylbewerber werden im Landkreis Schweinfurt durch Asylsozialarbeiter der Diakonie betreut. Auch der Landkreis Schweinfurt beschäftigt hierfür einen Sozialpädagogen. Diese nehmen sich den Asylbewerbern in allen Alltagsfragen (Asylverfahren, Dokumentenbeschaffung, Übersetzungen, Ausfüllen von Antragsformularen, Sprachkursvermittlung, Fragen zu Schule und Bildung, besondere Lebenssituationen etc.) an und stehen auch bei Problemen in den Unterkünften zur Verfügung. In seiner jüngsten Sitzung am 16. September beschloss der Kreisausschuss des Landkreises Schweinfurt in an Betracht der jüngsten Entwicklungen die bestehende Personalkostenförderung für die Asylsozialarbeit bei der Diakonie auszuweiten sowie sich an den Personalsachkosten einer dort neu zu schaffenden Stelle zu beteiligen.

„Die Erfahrung der vergangenen Jahre bzw. insbesondere auch der vergangenen Monate hat gezeigt, dass die Asylbewerber in der Regel sehr bemüht sind, sich gut in die bestehenden Ortsgemeinschaften einzufügen“, berichtet Gisela Westendorf vom Sozialamt des Landkreises Schweinfurt. Da die Asylbewerber zu Beginn des Asylverfahrens nicht auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeiten dürfen, arbeiten einige zum Beispiel im Rahmen gemeinnütziger Arbeit in den gemeindlichen Bauhöfen mit, manche suchen Kontakt zu Sportvereinen. „Auch an Deutschunterricht sind die meisten sehr interessiert“, sagt Westendorf. Gleichwohl müssen immer wieder Asylbewerber, die über sichere Drittländer wie z.B. aus Polen nach Deutschland kamen, nach wenigen Monaten zur dortigen Durchführung des Asylverfahrens dorthin zurückkehren.

Unser Bild zeigt Wohnungen für Asylanten in Schweinfurt.


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