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Neues Betreuungsangebot in der Gemeinde: AWO übernimmt Trägerschaft des neuen Schonunger Waldkindergartens


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SCHONUNGEN – Dass die Geburtenzahlen in der Großgemeinde Schonungen regelrecht explodiert sind, stellt Bürgermeister und Gemeinderat vor große Herausforderungen. Waren es noch vor fünf Jahren 49 Geburten, steigerte es sich zusehends von Jahr zu Jahr und so konnten im letzten Jahr sogar 76 Babys verzeichnet werden.

Wie berichtet sorgt der Zuzug junger Familien, der Bauboom in Schonungens Ortsteile und die erfolgreiche Aktivierung von Leerständen und freien Bauplätzen für Wachstum.


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„Wir haben viele innovative Ideen entwickelt und wollen eine nachhaltige, positive Bevölkerungsentwicklung erreichen!“, sagt Bürgermeister Stefan Rottmann. Die Gemeinde wächst und damit auch das Infrastrukturangebot in allen Bereichen. Besonders bemerkbar macht es sich bei den Bildungs- und Betreuungseinrichtungen: Die Grundschulplanung muss auf Anweisung der Regierung von Unterfranken deutlich ausgedehnt werden und auch das Kinderkrippenangebot wird mit einem Neubau ausgeweitet.


Ein weiteres spezielles pädagogisches Angebot bildet künftig ein Waldkindergarten, der am Schonunger Kreuzberg mit 18 Betreuungsplätzen entstehen soll. Ohne groß die Werbetrommel zu rühren, gab es bereits an die vierzig Interessensbekundungen, davon 23 Kinder aus dem Gemeindegebiet, wie Initiator Ralf Fambach im Gemeinderat erklärt.

Bisher gibt es nur einen Wald- und Naturkindergarten im Landkreis Schweinfurt – in Deutschland weit über tausend. Für Schonungen als waldreichste Kommune in der Region wäre es eine Bereicherung – darüber waren sich viele Räte einig. Das ganze Jahr über werden die Kinder im „Freien“ betreut: Als Unterschlupf und Treffpunkt dient eine Blockhütte. Zu erleben und zu entdecken gibt es in der Natur für die Kinder viel. Wiesen, Täler, vielfältige Baumarten, Streuobst, Insekten und Tiere, Quellen und vieles mehr. Als Standort wurde eine Fläche hinter dem Hochwasserbehälter in Schonungen ausgeguckt: Die Bedingungen scheinen dort was Erschließung, Anbindung und Umfeld angeht, ideal. Unterhalb am Naturfreundehaus befindet sich ein Parkplatz, der als Treffpunkt jeden Morgen dienen könnte. Von da aus geht es mit den Betreuerinnen und Betreuern in den Wald.

Auch die Arbeiterwohlfahrt ist von der Elterninitiative, vom Standort und Konzept überzeugt und hat sich in ihrer Kreisvorstandsitzung bereits zu einer Trägerschaft entschlossen. 10.000 Euro soll als Startkapital zur Verfügung gestellt werden.

Aufgrund des speziellen pädagogischen Hintergrunds, wird der neue Waldkindergarten nicht als Konkurrenz für andere Kindergärten gesehen. Wie Initiator Ralf Fambach erklärt, haben auch die umliegenden bestehenden Kindergärten das Konzept begrüßt – aus Kapazitätsgründen scheidet eine Kooperation aus, weil der Betrieb und die Nachfrage in den übrigen Kindergärten ebenfalls bereits viel Personal bindet. Entscheidend ist, dass in den Ortsteilen mit Kindergärten immer genügend junge Familien und Kinder vorhanden sind, nur dann können Kindergärten auf Dauer erhalten bleiben. Allerdings haben Eltern ein Wahlrecht, was die Einrichtungen und damit die Pädagogik angeht.

AWO-Kreisgeschäftsführer Jürgen Sander zeigte sich beeindruckt, über das Engagement der Eltern und baut vor allem auch auf eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Außerdem könnte auch eine Kooperation zwischen dem künftigen AWO-Pflegezentrum und dem neuen AWO-Waldkindergarten angestrebt werden. Für den Bau des Waldkindergartens entstehen der Gemeinde keine Kosten – lediglich der Betrieb wird bezuschusst. Allerdings sind vor allem die Energie- und Betriebskosten aufgrund des fehlenden Gebäudes sehr gering.

Das Foto zeigt von links im Rahmen des ersten Informationsabends: Ulli Hillebrand, Leiterin und Mitbegründerin des Waldkindergartens in Gerolzhofen, Initiatoren Claudia Seuffert-Fambach und Ralf Fambach, Revierförster Reiner Seufert und Bürgermeister Stefan Rottmann.

Fotos: Ralf Fambach



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