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Neues von der SKD BKK: Kostenlose Erste-Hilfe-Kurse am Kind und Hintergründe zu Unfällen im Haushalt


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Schweinfurt – Zusammen mit dem Kreisverband Schweinfurt des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) bietet die SKD BKK wieder kostenlose Erste-Hilfe-Kurse an. Und sie gibt einige gute Tipps, wie man Unfälle mit Kindern im Haushalt vermeiden kann.

Das Angebot der Erste-Hilfe-Kurse richtet sich dabei vor allem an Eltern und Großeltern mit kleinen Kindern oder Enkelkindern. Speziell auf die wichtigsten Themen zugeschnittene Kursinhalte sollen den Teilnehmern helfen, in Notfallsituationen richtig reagieren zu können.


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Kursinhalte sind:
1    Bewusstlosigkeit
2    Verschlucken von Gegenständen und Atemnot
3    Herz-Lungen-Wiederbelebung
4    Insektenstiche
5    Verbände und Wundversorgung
6    Verbrennungen
7    Vergiftungen


Kursdauer:
8 Unterrichtseinheiten von 8.00 – 14.00 Uhr

Kosten:
Für Kunden der SKDBKK kostenlos. Für alle anderen Teilnehmer ist eine Gebühr in Höhe von 20 Euro am Veranstaltungstag in bar zu entrichten.

Veranstaltungsdaten:
10.03.2012 – SKDBKK, Schultesstraße 19a, 97421 Schweinfurt (4. Obergeschoß).

Voranmeldung:
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Voranmeldung unter 09721 9449-0 oder gesund@skd-bkk.de erforderlich.

Kinder im Haushalt: Hintergründe zu Unfällen im Haushalt:
Kinder sind lebendig, neugierig, impulsiv, manchmal übermütig und vor allem kennen sie ihre Grenzen noch nicht. Sie springen und klettern, toben und spielen, erforschen und untersuchen ihre Umwelt. Doch schnell ist es passiert: ein Sturz, eine Stoß, ein Schnitt. Jährlich verunglücken in Deutschland rund 1,7 Millionen Kinder. Die meisten Unfälle die so schwer sind, dass ein Arzt aufgesucht werden muss sind bei Kindern unter 15 Jahren. Etwa 540.000 dieser Unfälle passieren zu Hause oder in der Freizeit und gehören zu den höchsten Gesundheitsrisiken von Kindern. Bei jüngeren Kindern spielen häusliche Unfälle eine zentrale Rolle: 60 Prozent der verletzten Kleinkinder verletzen sich zu Hause. Vergiftungen und Verbrennungen sind typische Unfälle im Kleinkindalter, im Schulalter dominieren die Knochenbrüche unter den schweren Verletzungen.

12 Prozent aller verletzten Kinder müssen im Krankenhaus aufgenommen werden, wobei 1 bis 4-jährige Kinder die höchste stationäre Behandlungsrate haben (Robert Koch Suvery 2008). Jungen sind in allen Altersstufen und in allen Kategorien häufiger von Unfällen betroffen, als Mädchen (etwa 60:40). Häufigster Unfallort ist das Kinderzimmer, gefolgt von der Küche und der Treppe. Unfallexperten gehen davon aus, dass etwa 60 Prozent dieser Unfälle durch vorbeugende Maßnahmen vermieden werden können.

Die Unfallursache Nummer eins bei Kindern sind Stürze und so lassen sich über 50 Prozent aller Unfälle darauf zurückführen (32 Prozent Sturz aus der Höhe, 20 Prozent Sturz auf gleicher Ebene). Verantwortlich für die Stürze und Stöße sind in erster Linie Hast, schlechte Bodenbeschaffenheit, Nässe und falsches Schuhwerk, die zu Stolpern und Ausrutschen führen. Doch auch Überforderung, Ablenkung und insbesondere Aufsichtsfehler der Betreuungspersonen sind mögliche Unfallursachen.

· So stürzen Säuglinge vom Wickeltisch,
· Kinder bis zu 6 Jahren stürzen im Kinderzimmer aus der Höhe (Etagenbett, Stuhl, Sessel),
· Kinder bis zu 6 Jahren kippen mit Möbelstücken um, weil sie auf ihnen heraufklettern bzw. sie als Turngeräte benutzen,
· Stürze als Ergebnis von Stolpern, z. B. über Spielsachen, Stromleitungen,
· Im schlimmsten Fall stürzen Kinder aus dem Fenster oder vom Balkon.

Wichtige Vorsichtsmaßnahmen sind: Beim Wickeln immer eine Hand am Kind, wenn
man sich entfernt, sollte man das Kind mitnehmen oder auf den Boden legen.

Lassen Sie Ihre Kinder niemals bei offenem Fenster oder auf dem Balkon unbeaufsichtigt, vermeiden Sie, dass ein Stuhl oder eine andere Steigehilfe vor dem Fenster oder Balkongeländer steht. Am besten ist, wenn Sie Fenster und Türen mit Sicherheitsriegeln sichern und sich selbst als Vorbild nicht auf die Fensterbank oder das Balkongeländer setzen.

Vermeidung von Verbrennungen und Verätzungen – Sicherheit in der Küche: Kleinkinder sind besonders häufig von Brandverletzungen betroffen. Jedes Jahr müssen mehr als 30.000 Kinder unter 15 Jahren mit thermischen Verletzungen ärztlich versorgt werden. Besonders alarmierend ist, dass mehr als drei Viertel aller schwer verletzten Kinder jünger als fünf Jahre sind. Außerdem müssen sie mit Verbrennungen und Verbrühungen besonders lange im Krankenhaus bleiben: Ein- bis Vierjährige im Durchschnitt etwa sechs Tage. Vor allem Kleinkinder sind gefährdet, sich zu verbrennen oder zu verbrühen. Ursache dafür ist, weil:

· sie sich hochzuziehen beginnen, an Kabeln, Tischdecken oder Töpfen ziehen und dabei heiße Gegenstände oder Flüssigkeiten herunterreißen oder mit den Händen an heiße Flächen fassen

· sie mit Kerzen, offenem Feuer oder heißen Flüssigkeiten unbeaufsichtigt sind

· gefährliche Elektrogeräte wie Wasserkocher, Fritteuse, Samowar für Kinder leicht erreichbar sind und

· die dunklen Löcher von Steckdosen meist in Spiel- und Krabbelhöhe angebracht sind.

Dabei sind Unfälle dieser Art zu einem großen Teil vermeidbar. Es ist wichtig, dass Kinder sich nicht alleine in der Küche aufhalten und nicht am Herd oder Ofen spielen dürfen. Für Eltern der Hinweis, dass vor allem die hinteren Herdplatten zum Kochen benutzt werden sollten und Pfannen- und Topfgriffe immer so gedreht werden, damit das Kind sie nicht erreichen kann. Hilfreich ist auch, ein Herdschutzgitter anzubringen und die Kinder über die Gefahren aufzuklären.

Um schwerwiegende Stromunfälle zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, dass die Steckdosen gesichert sind, elektrische Geräte außerhalb der Reichweite der Kinder aufbewahrt werden, Kabel nicht herunterhängen und zum Herunterreißen animieren. Ziehen Sie nach dem Gebrauch eines Elektrogerätes den Stecker. Hat sich Ihr Kind verbrannt oder verätzt bekommen Sie bei dem Verein Paulinchen e.V. eine umfassende Beratung und Begleitung. Zu erreichen ist der Verein unter:
www.paulinchen.de.

Ein wichtiges Ritual bei Kindern ist das gemeinsame Essen. Doch auf dem Tisch stehen interessante Gegenstände die gut duften und dampfen. Wenn Kinder neben dem Tisch stehen, können sie nicht überblicken, was sich alles darauf befindet und zwangsläufig wird die Neugierde geweckt. Um Verletzungen am Tisch zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kind immer beaufsichtigt ist, dass Sie auf eine Tischdecke verzichten, sie reizt, daran zu ziehen. Verzichten Sie darauf Heißgetränke an die Tischkante zu stellen. Lassen Sie Alkohol, Zigaretten, Streichhölzer und spitze, scharfe Gegenstände nicht offen liegen und verwenden Sie möglichst breite, kippsichere Kerzen. Und achten Sie bei dem Kauf von Kindersitzstühlen darauf, dass sie nicht wackeln.

Eltern müssen für das Thema Unfälle im Haushalt sensibilisiert werden, damit sie dazu beitragen, Sturzrisiken und andere Gefahren im Haushalt zu minimieren. Kinder müssen ebenfalls auf die Gefahren aufmerksam gemacht werden. Anstatt sie zu sehr in Watte zu packen, werden sie in Bewegungsspielen und -übungen geschult und fit gemacht. So lernen sie spielend Gefahrensituationen zu meistern. Denn Kinder sind im Verlauf ihrer Entwicklung in der Lage, ein eigenes Gefahrenbewusstsein zu entwickeln.


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