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„Ort schafft Mitte“: Der Markt Stadtlauringen hat erfolgreich das Modellvorhaben abgeschlossen


Keiler

STADTLAURINGEN / FREYUNG – Die tiefgreifenden wirtschaftsstrukturellen und demographischen Veränderungen haben Stadt- und Ortszentren vor allem in den ländlich geprägten Räumen in den letzten Jahrzehnten erheblich verändert. Als Folge sind oft Leerstände, Brachflächen oder Infrastrukturdefizite in den zentralen Ortsbereichen vorzufinden.

Dies stellt die betroffenen Kommunen vor große Herausforderungen, bietet aber auch Chancen für die Innenentwicklung: Denn leerstehende Anwesen können genutzt werden, Grundstücke in attraktiver Lage für das Wohnen entwickelt werden oder es bieten sich Möglichkeiten, die Nahversorgung zu verbessern.





Ziel des Modellvorhabens „Ort schafft Mitte“ war es daher, mit Unterstützung der Städtebauförderung in ausgewählten Modellkommunen ein breites Spektrum innovativer Ansätze der Ortsmittenstärkung zu erproben und auszuwerten. Der Markt Stadtlauringen war eine von zehn bayerischen Gemeinden, die sich an dem Modellprojekt beteiligen konnten.


„Heute lässt sich“, so Innenminister Herrmann bei der Abschlussveranstaltung in Freyung, „feststellen: Die Modellkommunen haben im Rahmen von „Ort schafft Mitte“ viele Erkenntnisse hervorgebracht, Motivationen offen gelegt und können konkrete Erfolge vorweisen.“

„Wir haben festgestellt, dass wir als Kommune in Vorleistung gehen müssen, um Private für die Ortsmittenbelebung zu gewinnen“, so Bürgermeister Friedel Heckenlauer im Rahmen des Abschlussberichtes.

Das Projektgebiet der Marktgemeinde befand sich im Altort von Stadtlauringen. Dieser ist gekennzeichnet von ortsbildprägenden Gebäuden, teilweise auch denkmalgeschützten Bauwerken, wie dem historischen Fachwerkensemble rund um den Marktplatz. Bedingt durch die veränderte Struktur der Landwirtschaft, des Handels und des Gewerbes sowie durch die demographische Entwicklung dominiert im Siedlungskern des Altortes zunehmend die Wohnfunktion.

Gleichwohl gibt es auch Leerstände, die wieder einer Nutzung zugeführt werden müssen. Gerade der an ungenutzten Gebäuden um sich greifende Verfall benachteiligt die positive Strahlwirkung einer ganzen Reihe beispielhafter Gebäudesanierungen.
Denn hiervon finden sich in Stadtlauringen im Altort einige. So haben in der Kitzgasse und der Haintor- und Lipsenstraße Sanierungen junge Familien in den Ortskern gebracht oder Leerstände wurden wieder belebt. Hilfreich dabei waren einerseits die kommunalen Sanierungsmaßnahmen rund um den historischen Marktplatz und an gemeindeeigenen Gebäuden, sowie das kommunale Förderprogramm für Privatleute, welches beachtliche private Investitionen im Umfeld des Marktplatzes und der Haintorstraße nach sich gezogen hat. Das Städtebauförderungsprogramm wird sehr gut angenommen. 150.000,- € wurden in den letzten Jahren an Privatpersonen ausbezahlt.

In der Bewerbung für die Aufnahme in das Modellvorhaben stellte der Markt Stadtlauringen den Grundstücks- und Entwicklungsfond in den Mittelpunkt für eine pilothafte Revitalisierung von leerstehenden Gebäudekomplexen. Die von staatlicher Seite zur Verfügung gestellten Mittel ermöglichten es, die Anwesen Beckenstraße 2 und 4 sowie Kettenstraße 1 zu erwerben und die entsprechenden Voruntersuchungen und Vorbereitungen durchzuführen, um das Interesse von Privaten für diesen an zentraler Stelle befindlichen Gebäudekomplex zu wecken und so wieder zu beleben.
Konkret wurden nun alle notwendigen Voruntersuchung durchgeführt, notwendige Rückbauten von nicht sanierungsfähigen Gebäudeteilen umgesetzt und sogar Machbarkeitsstudien für künftige Nutzungen durch fachkundige Architekten erstellt.

Ermutigt wurde der Marktgemeinderat diesen Weg zu gehen, da trotz beschränkter finanzieller Möglichkeiten im Modellprojekt alle diese Schritte durch Mittel der Städtebauförderung finanziell hervorragend begleitet wurden. Diese Hilfe war ein wesentliches Element der positiven Steuerung einer qualitätsvollen Ortsmittenentwicklung, so der Bürgermeister.

„Stadtlauringen gehört zu den Kommunen, die das Instrumentarium des Kommunalen Entwicklungsfonds zur Steuerung der Ortsentwicklung frühzeitig und sehr gezielt eingesetzt haben“, so die Ausführung von Herrn Karsten, der dieses Modellprojekt wissenschaftlich begleitete. Zwischenzeitlich sind die Gespräche mit potenziellen Investoren in einem Stadium, dass – so Bürgermeister Heckenlauer – mit einem positiven Abschluss in absehbarer Zeit gerechnet werden kann.  „Wir sind auf dem richtigen Weg und haben mit der Städtebauförderung in Stadtlauringen einen Partner, mit dem es gelingen wird, den eingetretenen  und noch zu erwartenden Veränderungen erfolgreich entgegenzuwirken“, so der Bürgermeister als Fazit bei der Tagung in Freyung.


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