16. 01. 2018

Professor Fischer und das Grün: Das Schweinfurter Gehemnisreich bietet 60 Minuten Nervenkitzel und ein spannendes Rätsel



SCHWEINFURT – Schmuddelwetter? Kälte und Regen? Macht doch nichts! Denn in und um Schweinfurt kann man auch dann einiges unternehmen. inundumsw.de-Vielschreiber Michael Horling und seine Partnerin Petra Moritz testeten ein paar Indoor-Erlebnismöglichkeiten und starteten dabei in einem aufregenden Geheimnisreich.

„Schweinfurt hat das wirklich exklusiv: Ein Geheimnsreich, ein wunderbares Alleinstellungsmerkmal. Dahinter verbirgt sich auf den allerersten Blick zunächst mal eine Mehrzimmer-Mietswohnung, in der zuvor ein Finanzdienstleister zuhause war. Dritter Stock in der Siebenbrückleinsgasse, wenige Meter südlich des Busbahnhofs am Roßmarkt in einer Seitenstraße gelegen, gleich neben dem Szene-Friseur Groha Talents. Mitten in der Stadt also. Mit dem Aufzug geht es nach oben.

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Michael Wilhelm begrüßt uns. Der 39-Jährige ist promovierter Psychologe, arbeitet bei SKF in der Personalentwicklung und holte etwas nach Schweinfurt, das ihn in anderen Städten faszinierte. An Weihnachten 2016 erlebte er in Dresden ein solches Abenteuer selbst das erste Mal. So entstand im Oktober 2017 der erste Live Escape Room der Stadt. Insider wissen, was sich dahinter verbirgt. Nicht-Insider erfahren es hier und vor allem in dem Video zu diesem Beitrag.

Dahinter steckt – kurz gesagt – ein Rätsel-Abenteuer, das genau 60 Minuten dauert, das für zwei bis sechs Personen gedacht ist, als Freizeitspaß für Freunde oder als Teambuilding-Maßnahme für Mitarbeiter von Unternehmen. Oder halt auch einfach, um mal was Aufregendes zu erleben. 80 Euro kostet der Spaß zwar, aber wenn man es zu sechst erlebt, dann relativiert sich natürlich der Preis. Wir haben uns beim Besuch erstmal nur das Wesentliche erzählen lassen und betraten dann die Raum, der unter dem Motto „Schweinfurter Grün“ steht.

Michael Wilhelm klärte uns erstmal auf, dass es sich um das Büro von Professor Fischer handelt, der das neue Schweinfurter Grün erfunden hat, den Nachfolger also der Sattler-Farben aus dem 19. Jahrhundert, die giftig waren und an denen angeblich sogar Napoleon gestorben ist. Dieser Prof. Fischer aber ist spurlos verschwunden. Und in dem im grünen Farbton gestrichenen Raum müsse man nun anhand von Gegenständen kombinieren um herauszufinden, was es mit der ganzen Geschichte auf sich hat.

Für Geheimniserforscher im Alter von 9 bis 99 Jahre sei das Abenteuer gemacht. Mit unseren 49 beziehungsweise 43 Jahren befinden wir uns also inmitten der Zielgruppe, sind aber völlig unerfahren, was Escape Rooms betrifft, die es schon länger auch in beispielsweise Würzburg oder Bamberg gibt. Der Name stammt übrigens daher, dass es ursprünglich darum geht, ein Rätsel lösen zu müssen, um den Raum wieder verlassen zu können. Sonst bleibt man ein Leben lang eingesperrt…. Natürlich nur im Spiel….

Im Schweinfurter Geheimnisreich läuft das ein bisschen anders. Es geht nichts ums Fliehen, sondern um eben das Lösen einer Aufgabe. Es ist eher ein „Mission Room“. Und das Ziel lautet, anhand verschiedener Hinweise, die sich an allen Ecken und Schubladen des Raums verstecken, fünf Zahlenkombinationen herauszufinden, damit man fünf Schlösser öffnen kann, mit denen eben fünf Schubladen verschlossen sind. Damit ergeben sich neue Hinweise – und der Weg zur letzten Zahlenkombi wird geebnet. Und mit der wiederum öffnet sich dann womöglich ein Safe, in dem die Lösung des Rätsels um Professor Fischer und das Schweinfurter Grün versteckt ist.

Wir sind erst einmal komplett ahnungslos, ehe uns Michael Wilhelm ein paar Tipps gibt. Der Verantwortliche des Reichs im dritten Stock begleitet als Spielleiter über Monitor und Kameras das Geschehen im Raum. Beispielsweise erfahren wir, dass der Schweinfurter Stadtplan an der Wand Bestandteil des Spiels ist. Darauf kann man, wenn man schlau ist, eine Ziffer heraus kombinieren. Bunte, große Stäbe auf einem Regal diesen als Hinweise, mit denen man ein Lied heraus rätseln kann. Und natürlich spielen auch die Aufzeichnungen an schwarzen Tafeln eine Rolle. Letztlich kommt irgendwann sogar Schwarzlicht zum Einsatz, womit sich weitere Zahlen finden lassen.


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Eine Stunde hat jede spielende Gruppe zur Verfügung, um das Rätsel zu lösen. Die Zeit läuft, der Counter an der Wand tickt pausenlos. Alle zehn Minuten bekommt man unausweichlich zu hören, dass die Null naht. Einige Gegenstände spielen keine Rolle beim Rätseln, sind bewusst nur zum Verwirren da. „Wenn es eine Gruppe nicht schafft, dann meistens nur knapp nicht“, sagt Dr. Michael Wilhelm. Um die 60 Prozent beträgt die Erfolgsquote. Der 39-Jährige berichtet lachend von drei Mädels, die auch schon in Berlin so ein Rätsel knackten, die voller Ehrgeiz und bester Stimmung zuversichtlich in Schweinfurt antraten, die dann aber am Nervenkitzel, der alle Sinne verbindet, also auch das Riechen und Fühlen notwendig macht, scheiterten. Andere wiederum – so wie wir – kommen ohne Vorahnung und einfach nur neugierig zum Ausprobieren vorbei. „Jeder Gruppe ist anders“, sagt der Chef des Geheimnisreichs.

Derzeit können zwei Gruppen am Tag spielen, jeweils am Abend. Über Weihnachten war die Frequenz erhöht. Nach Vereinbarung kann man das Rätsel erleben. Derzeit noch „nur“ im Grünen Raum. Doch das Geheimnisreich hat zwei weitere, noch im Aufbau befindliche Räume, die wohl schon ab Februar ein zweites Rätsel bieten. Die Nachfrage ist jetzt schon groß. Michael Wilhelm verrät schon mal so viel, dass es sich um einen blauen und einen roten Raum handeln wird. Wieder mit jeweils Geschichten, die einen Bezug zu Schweinfurt bieten werden. Genaueres war bei unserem Besuch nicht zu erfahren. Es bleibt spannend.

Unser Rätsel hätten wir in den 60 Minuten nicht gelöst. Daher half uns Michael Wilhelm ein wenig. Ausplaudern dürfen wir natürlich nichts. Schon gar nicht, was sich im Safe verbirgt. Einen Preis für die Lösung gibt es für die Teilnehmer übrigens bewusst nicht. „Das tolle Gefühl und das Wissen, das Rätsel gelöst zu haben“, seien für die Spieler genügend Anreiz. Vor Ablauf der 60 Minuten die richtigen Zahlen kombiniert zu haben, ist der Höhepunkt einer spannenden Stunde. Michael Wilhelm weiß um „unendlich viele Möglichkeiten“, sein Geheimisreich immer wieder neu zu erfinden, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Auch ein Outdoor-Game für den Sommer sei durchaus denkbar. Allerspätestens dann kommen auch wir wieder!“

Mehr unter www.geheimnisreich.de

Und hier vor vielen Fotos noch ein Video:

 







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