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Rechtstipps von Anwalt Christopher Richter – Teil 14: Fünf Wege aus der Altersarmut


Keiler

UNTERFRANKEN – In 13 Beiträgen hat Ihnen Rechtsanwalt Christopher Richter LL.M.Eur. in den letzten Wochen in unser Rubrik „Ihr gutes Recht. Das jetzt mein Anwalt des Vertrauens“ vom Miet- über das Sozialrecht bis hin zum Transportrecht manches erklärt, worauf sie im Alltag achten sollten.

Wenn es am Schönsten ist, dann soll man bekanntlich aufhören. Im nun letzten Beitrag „Fünf Wege aus der Altersarmut“ wollen wir noch einmal einiges aus den letzte Wochen Revue passieren lassen. Wer das hier Gelesene in Langform hören will, sei zu der Veranstaltung des SPD-Ortsverbandes Eschau, am Mittwoch, den 15.11.17, um 19.30 Uhr im Nebenzimmer im Gasthaus Löwen in Eschau herzlich eingeladen.


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Wie verhindern Sie Altersarmut?
Einen Königsweg gibt es freilich nicht. Wenn Sie diese fünf Punkte aber beachten, dann verringern Sie das Risiko im Alter finanzielle Probleme zu bekommen.


1. Für eine optimale Rente sorgen

Wenn Sie über Jahrzehnte einen gutbezahlten Job haben, werden sie von der Rentenversicherung natürlich höhere Zahlungen bekommen, als wenn sie Geringverdiener, Arbeitsloser oder nicht berufstätig waren. Auf jeden Fall ist es sinnvoll zu prüfen, ob die Rentenversicherung wirklich alle ihre versicherungsrelevanten Zeiten, auch die der Kindererziehung oder bei Krankheit, berücksichtigt hat.

Lesen Sie hierzu nochmal: http://www.anwaltskanzlei-wue.de/2017/05/07/tipp-vom-anwalt-die-fuenf-haeufigsten-fehler-in-rentenbescheiden/

Bekommen Sie nur Hartz IV, obwohl sie eigentlich aus gesundheitlichen Gründen gar keine Arbeit mehr machen können, dann sollten sich überlegen einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen oder die wirtschaftlichen Folgen einer vorzeitigen Altersrente zu prüfen.

Mehr zu EM-Rente: http://www.anwaltskanzlei-wue.de/2017/06/05/tipp-vom-anwalt-drei-gruende-warum-ihr-antrag-auf-erwerbsminderungsrente-abgelehnt-wird-und-was-sie-dagegen-tun-koennen/

2. Alle Pflegesachleistungen beantragen

Im Zuge der neuen Pflegereform gibt es seit Anfang diesen Jahres nicht nur fünf neue Pflegegerade, sondern auch insgesamt höhere Leistungen. Diese müssen sie jedoch auch beantragen! Sie bekommen sie nicht automatisch. Im höchsten Pflegegrad gibt es fast 2000 € vom Staat im Falle der Heimunterbringung. Zudem haben Sie einen Anspruch auf Pflegehilfsmittel, wie einen Rollstuhl oder eine Gehhilfe und jeweils 5000 € für den behindertengerechten Umbau ihrer Wohnung.

Lesen Sie hier mehr zur Pflegereform: http://www.anwaltskanzlei-wue.de/2017/01/05/pflegereform-neues-begutachtungsassessement-nba-zur-ermittlung-der-pflegegrade-ein-erster-grober-ueberblick/

Es kann im Übrigen finanzielle Vorteile haben, wenn sie mit anderen Pflegebedürftigen eine WG aufmachen und durch die Synergie-Effekte beim Einkauf von Dienstleistungen Geld sparen. Zudem belohnt die Pflegekasse solche Wohnmodelle wegen des sogenannten Poolens von Leistungen.

Lesen Sie hier: In drei Schritten zur Pflege-WG: http://www.anwaltskanzlei-wue.de/2017/04/19/tipp-vom-anwalt-in-drei-schritten-zur-pflege-wohngemeinschaft/

3. Sozialhilfe beantragen und voll ausschöpfen

Für viele Menschen ist es immer noch eine persönliche Niederlage Sozialhilfe beim Staat zu beantragen – auf der anderen Seite haben Sie aber auch einen Anspruch darauf, wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen. Neben der Regelleistung und einem möglichen Mehrbedarf können Ihnen die tatsächlich entstandenen Kosten für Ihre Unterkunft nach § 35 SGB XII (Miete und Nebenkosten) erstattet werden. Daneben gibt es noch weitere Ansprüche, wie für die Anschaffung einer Erstausstattung Ihrer Wohnung und im Falle eines unabweisbaren Bedarfes.

Behinderte können außerdem ein persönliches Budget beantragen.
Hierzu: http://www.anwaltskanzlei-wue.de/2017/02/18/aufgemerkt-bundesteilhabegesetz-bringt-bewegung-ins-persoenliche-budget/

Geben Sie eine Menschen, dem Sie vertrauen, rechtzeitig eine Vorsorgevollmacht, damit dieser die nötigen Anträge für Sie beim Sozialamt und anderen Trägern stellen kann, wenn Sie hierzu geistig selber nicht mehr in der Lage sind! So verhindern Sie auch, dass ein Betreuer vom Gericht bestellt wird.

4. Eine zusätzliche Rentenzahlung als Gegenleistung für vorzeitige Vermögensübertragung bekommen

Für viele ältere Menschen ist das eigene Häuschen das einzige noch vorhandene Vermögen. Das Wohnen im eigenen Haus ist auch ein großer emotionaler Anker und eine Stütze.

Von Anfang an sparen. Tipps zum Hausbau hier: http://www.anwaltskanzlei-wue.de/2017/05/18/update-neues-bauvertragsrecht-seit-01-01-2017-fuenf-dinge-auf-die-sie-beim-hausbau-dennoch-unbedingt-weiter-achten-muessen/

Einige Senioren bleiben in den eigenen vier Wänden bis es gar nicht mehr anders geht. Das ist manchmal weder persönlich noch wirtschaftlich die vernünftigste Lösung. Durch eine vorzeitige Vermögensübertragung auf die Kinder kann nicht nur deren Familiengründung unterstützt werden, sondern auch eine zusätzliche eigene Rente erzielt werden. Durch einen detailliert und klug geregelten Übergabevertrag kann dabei die Gefahr minimiert werden, dass der Sozialhilfeträger später versucht an ihr Häuschen heranzukommen.

Lesen Sie hier zur Vereinbarung einer solchen Rente mehr: http://www.anwaltskanzlei-wue.de/2017/05/12/tipp-vom-anwalt-wege-aus-der-altersarmut-vorzeitige-vermoegensuebertragung-am-beispiel-ihres-haeuschens/

5. Rechtzeitig Rücklagen für das Alter bilden!

Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. So lautet die alte Volksweisheit. Das ist freilich schwer für Menschen, die mit ihrem Einkommen gerade ihre Miete und ihre Lebenshaltungskosten zahlen können. Aber nicht jede Forderung gegen Sie ist gerechtfertigt. Nur der Dumme zahlt ungeprüft.

Lesen Sie hier: Mietpreisbremse auf für Schweinfurt? http://www.anwaltskanzlei-wue.de/2017/06/01/update-nach-dem-muenchner-urteil-zweijaehriges-jubilaeum-der-mietpreisbremse-was-sie-fuer-wuerzburg-und-schweinfurt-bedeutet/

Daher haben wir Ihnen in mehreren Beiträgen gezeigt, wie sie bei Ihren alltäglichen Kosten, wie bei Nebenkosten, Miete oder Sozialabgaben unter Umständen Geld sparen können:
Bei hohen Betriebskostennachzahlungen oder einer Mieterhöhung durch den Vermieter wegen angeblicher Modernisierung sollten Sie zweimal hinschauen und sich gegebenenfalls rechtlich beraten lassen.

Mehr zu Betriebsnebenkosten: http://www.anwaltskanzlei-wue.de/2017/06/26/immer-wieder-falsch-10-typische-fehler-in-ihrer-betriebsnebenkostenabrechnung/

Mehr zum Hausgeld: http://www.anwaltskanzlei-wue.de/2017/04/07/tipp-vom-anwalt-zum-geldsparen-die-fuenf-schlimmsten-fehler-in-hausgeldabrechnungen/

Mehr zur Mieterhöhung nach Modernisierung: http://www.anwaltskanzlei-wue.de/2017/04/25/fuenf-haeufige-fehler-in-mieterhoehungsschreiben-nach-modernisierung/

Die eingesparten Kosten sollten sie dann aber nicht zum eigenen Konsum ausgeben,sondern für Ihre Altersrücklage investieren! Fangen Sie früh an für das Alter vorzusorgen und nutzen Sie etwa die Informationen über Einsparmöglichkeiten bei der Rückzahlung ihres BaföG-Darlehens aus unserem letzten Rechtstipp.

Viele Menschen zahlen auch zuviel für ihre Sozialversicherung oder schließen allerlei unsinnige Versicherungen ab. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung etwa ohne zugleich eine Rechtsschutzversicherung zu haben, ist unsere Erfahrungen nach im übrigen als durchaus riskant zu bezeichnen.

Hier nochmal: http://www.anwaltskanzlei-wue.de/2017/03/02/tipp-vom-anwalt-zum-geldsparen-die-fuenf-schlimmsten-fehlern-in-sozialversicherungsbeitragsbescheiden/

Selbst wenn sie arbeitslos sind, haben Sie vielleicht ein paar Euro noch zur Vorsorge übrig, wenn sie tatsächlich alle ihnen zustehenden Hartz IV-Leistungen vom Jobcenter bekommen. Gehen Sie daher mit den von uns gegebenen Rechtstipps ihren Grundsicherungsbescheid aufmerksam durch.

Lesen Sie hier nochmal: http://www.anwaltskanzlei-wue.de/2017/01/12/die-fuenf-haeufigsten-fehler-in-hartz-iv-bescheiden/

Wenn sie selber keine Ahnung haben, wie sie ihr Geld gewinnbringend fürs Alter anlegen können, suchen Sie sich rechtzeitig kompetente Hilfe. Nennen Sie das Stichwort „Inundumsw.de“, sie erhalten bei Vermögensberater Michael Ruppel von der Deutschen Vermögensberatung eine kostenfreie Erstberatung (Tel. 09523/5036214 oder per Mail an michael.ruppel@dvag.de).

Haben Sie noch mehr Fragen? Kurze rechtliche Fragen beantworte ich telefonisch kostenfrei. Rufen Sie mich an unter 09721/7934890 oder schreiben Sie eine kurze Mail an richter@anwaltskanzlei-wue.de


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