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Rotary-Club Schweinfurt-Peterstirn besuchte die Arnsteiner Synago: Beeindruckt von der Geschichte der einst jüdischen Gemeinde


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ARNSTEIN / SCHWEINFURT – Am 7. November besuchte der Rotary-Club Schweinfurt-Peterstirn die Synagoge in Arnstein. Altbürgermeister Roland Metz hieß die Gäste in dem traditionsreichen Haus in der Goldgasse herzlich willkommen und beleuchtete zunächst die Geschichte des vor fast 200 Jahren durch die damalige jüdische Gemeinde in Arnstein erbauten Gotteshauses. Weit spannte er dabei den Bogen von dem ersten Nachweis jüdischen Gemeindelebens in der Stadt Arnstein im späten Mittelalter des 13. Jahrhunderts bis hin zu der unseligen Zeit, in welcher die Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten die jüdische Gemeinde gänzlich auslöschte und die Synagoge damit ihrer Funktion beraubte.

Dem Einführungsvortrag schloss sich ein Gang durch die in außerordentlich gelungener Weise als Museum hergerichtete Synagoge an, wobei Roland Metz sachkundig die einzelnen Exponate auf den verschiedenen Etagen erläuterte und auf zahlreiche Details hinwies, die ansonsten dem flüchtigen Besucher leicht entgehen mögen. Nachdenklich und betroffen stand man dabei vor der Tafel, auf welcher die Schicksale aller jüdischen Bürgerinnen und Bürger dokumentiert sind, welche Ende der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts noch in der Stadt Arnstein lebten. Ein großer Teil dieser Menschen wurde damals durch die Nationalsozialisten deportiert und in den Vernichtungslagern ermordet, was für immer eines der finstersten Kapitel unserer Geschichte bleiben wird.


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Die rotarischen Gäste zeigten sich außerordentlich beeindruckt von dem großen Engagement zur Wiederherstellung des ehemaligen jüdischen Glaubenszentrums und der in so besonderer Weise gelungenen musealen Aufbereitung, welche die Geschichte des Judentums als integralen Bestandteil der Entwicklung der Stadt Arnstein für nachfolgende Generationen dem Vergessen entreißt. Besonderer Dank galt am Schluss des Besuches Altbürgermeister Roland Metz für seinen langjährigen und unermüdlichen Einsatz für das Projekt wie auch für seinen fesselnden Vortrag und den von ihm geführten Rundgang.


Der sich anschließende Ausklang im Bender-Bräustübl bot noch einmal ausreichend Gelegenheit, die Veranstaltung nachzubereiten, bevor die Teilnehmer noch ganz unter dem Eindruck des Erlebten die Heimreise antraten.

Text: Henning Glawatz, Foto: Bernd Meidel


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