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„Runter kommt man immer“: Angehende Jung-Ingenieure erhielten auf dem Volksfest technische, logistische sowie kaufmännische Erläuterungen


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SCHWEINFURT – Die Maschinendynamik sowie die Betriebsfestigkeit kann man anhand von trockenen Theorien und Formeln und im Labor testen – oder direkt vor Ort auf dem Volksfest: Professor Dr.-Ing. Stefan Schreiber besuchte auf Einladung des Amtes für öffentliche Ordnung der Stadt Schweinfurt gemeinsam mit fünfzehn Maschinenbau-Studierenden der Hochschule Würzburg-Schweinfurt exemplarisch drei Fahrgeschäfte des Volksfestes.

Während zahlreiche Gäste einfach Fahrspaß haben möchten (oder eher zögern, mit einem Karussell zu fahren), um abends die Beleuchtung in luftiger Höhe ansehen, sind die jungen Maschinenbauer vielmehr an den Elementen hinter den Kulissen der Fahrgeschäfte interessiert – an der Technik. Sie erfuhren von Manuel Zinnecker, der das „Avenger Royal“ betreibt, dass die zwölf Besucher pro Fahrt in eine Höhe von 26 Meter bewegt werden. Das Fahrgastgeschäft eines niederländischen Herstellers ist mit 28 Tonnen ein wahres „Leichtgewicht“ – verglichen mit dem Schwesterfahrgeschäft desselben Betreibers aus italienischer Herkunft, das 55 Tonnen auf die Waage bringt. Und diese Massen müssen von A nach B bewegt werden. Um die Standfestigkeit während des Fahrbetriebes zu gewährleisten, wird der „Avenger Royal“ vor Ort mit zwölf Kubikmetern Wasser beschwert.


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Die Schaustellerfamilie mit Michael Goetzke, die in Schweinfurt den „Skyfall“ aufgebaut hat, bietet den aktuell höchsten mobilen Freifallturm der Welt mit einer Fallhöhe aus achtzig Metern. Um von Volksfest zu Volksfest ziehen zu können, ist eine logistische Kraftanstrengung notwendig: Die Familie sowie deren Mitarbeiter benötigen neben einem Wohn-, zwei Camping- und einem Personalwagen vier Transportwagen sowie vier Zugmaschinen, um Menschen und Materialien bewegen zu können. Das Besondere: Der Turm kann „von innen heraus“, ohne einen Mobilkran, in die Höhe geschoben werden. Für die meisten Mobilkräne enden ihre Möglichkeiten bei siebzig Metern. Und als Fahrgast kommt man anschließend in den Genuss einer Verzögerung von mehr als drei g – der dreifachen Erdbeschleunigung. Davor hat man eine Aussicht über die Stadt und den Landkreis. Hohe laufende Betriebskosten sowie Investitionskosten von rund drei Millionen Euro lassen entsprechend, so Schreiber, den Fahrpreis ein einem anderen Licht erscheinen.

Mit dem „Skyfall“ können 24 Fahrgäste den freien Fall aus achtzig Metern Höhe erleben.

Die Achterbahn „Rock & Roller Coaster“ bringt die Fahrgäste hinauf bis auf 25 Meter Höhe und auf über 500 Metern Schiene wieder hinunter. Das Fahrgastgeschäft muss auf einer Grundfläche von 65 Meter mal 27 Meter absolut eben aufgestellt werden, das durch eine laserbasierte Nivellierungsmessung gewährleistet wird. Da die insgesamt acht Chaisen die jeweils maximal vier Fahrgäste separat befördern, erlebt man höhere Beschleunigungen als bei Achterbahnen mit langen Zügen. Ein schöner Zug, so Schreiber weiter: Die Betreiberfamilie Vorlop sorge für barrierefreien Zugang für Rollstuhlfahrer – notfalls per Hand durch engagierte Mitarbeiter.







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