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Schnellere Verbindung ohne Neubau: VCD Bayern fordert Nutzung der vorhandenen Werntalbahn für den Personenverkehr


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ARNSTEIN – „Die eingleisige Werntalbahn stellt eine Abkürzung im Schienenverkehr aus Oberfranken ins Rhein-Main-Gebiet dar. Leider wird das Potential mit gerade mal zwei Zugpaaren im Wochenendverkehr nur geringfügig genutzt“, stellt Gerd Weibelzahl, der Bahnexperte im Landesverband Bayern des ökologischen Verkehrsclubs VCD die Bedeutung der Verbindung für den großräumigen Verkehr heraus.

„Ein Regionalexpress von Bamberg über Schweinfurt, die Werntalbahn, Gemünden und Aschaffenburg nach Frankfurt wäre die schnellste Verbindung von Oberfranken ins Rhein-Main-Gebiet.“ Die Werntalbahn ist die Verbindung von Waigolshausen über Arnstein und Thüngen nach Gemünden.





Der VCD fordert eine wenigstens zweistündliche Regionalexpressverbindung auf dieser Strecke, die derzeit fast ausschließlich vom Güterverkehr genutzt wird. Die Fahrtzeit wäre in Etwa gleich zur vorhandenen Umsteigeverbindung über Würzburg. Zusätzlich wären im Werntal Halte in Arnstein und Thüngen möglich. Ergänzend kann man darüber nachdenken, mit einer Regionalbahn weitere Halte im Werntal mit einem ergänzenden Angebot zu bedienen. Dabei begrüßt der VCD den politischen Willen der Landkreise Main-Spessart und Schweinfurt, welche sich vor kurzem für regelmäßigen Zugverkehr auf der Strecke ausgesprochen haben.


Für den VCD ist die Werntalbahn ein Beispiel dafür, dass das sogenannte „1000-er-Kriterium“ des Freistaates kein sinnvoller Maßstab zur Bewertung der Sinnhaftigkeit von Bahnreaktivierungen ist. Weibelzahl: „Vollkommen undifferenziert werden mit diesem Kriterium Bahnstrecken miteinander in einen Topf geworfen, deren Situation nicht vergleichbar ist. Bei der Werntalbahn müssten mehr oder weniger nur Bahnsteige ausgebaut werden, während bei anderen Strecken sehr aufwändige Infrastrukturmaßnahmen wie der Einbau von Weichen, die Sanierung des Oberbaus oder teilweise gar der Bau von Strecken notwendig sind.“

Er wünscht sich mehr Offenheit seitens der Landesregierung hinsichtlich der tatsächlichen Situation bei den zu reaktivierenden Bahnstrecken. Vorbild für die Werntalbahn wäre die in Baden-Württemberg vorhandene Bahnstrecke Weinheim – Schwetzingen, die ebenfalls früher weitgehend nur von Güterverkehren bedient wurde. Mittlerweile werden dort stündliche Regionalbahnen angeboten.

Derzeit ist der Landesvorstand des VCD Bayern auf den Weg quer durch Bayern, um den ÖPNV im Freistaat zu testen. Vom Mittelpunkt Bayerns in Kipfenberg geht es zu den geografischen Mittelpunkten der sieben bayerischen Regierungsbezirke als Etappenziele. Somit ist die Streckenführung quasi „zufällig“ ausgewählt und bietet das ganze Spektrum des ÖPNV in Bayern: Von großstädtischer S-Bahn bis zum Rufbus auf dem flachen Land. Der Mittelpunkt von Unterfranken liegt in Arnstein-Büchold und damit nahe der Werntalbahn.


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