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Schonungen bewegt Millionen und setzt Prioritäten: Bürgermeister Stefan Rottmann will personelle und finanzielle Ressourcen effektiv einsetzen


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SCHONUNGEN – Mit dem neuen Haushalt 2013 startet die Großgemeinde Schonungen in eine neue Epoche, so empfand es Rathauschef Stefan Rottmann. Nicht nur, weil im vergangenen Jahr nach 18 Jahren die Bürgermeisteramtszeit von Kilian Hartmann endete, auch der langjährige Kämmerer schied nach jahrzehntelanger Tätigkeit aus dem aktiven Dienst aus. „Trotz Jungfräulichkeit ist uns ein solider Haushalt gelungen!“, zwinkerte der Bürgermeister seiner neuen Kämmerin Andrea Pfrang zu.

Dass die Haushaltsberatung kein leichtes Unterfangen war, zeigt das Volumen, dass der Verwaltungs- und Vermögenshaushalt erfasst. Insgesamt über 21 Millionen Euro werden bewegt: Alleine der Kreditbedarf beläuft sich auf 3,7 Mio. Euro. „Wenn wir das Geld verbauen, können wir uns auf die Schultern klopfen!“, so Rottmann. Der sieht sich mit einem enormen Investitionsstau konfrontiert: Es sind Projekte, die der Großgemeinde aufgezwungen wurden und sich aus verschiedensten Gründen verzögerten. Beispielsweise die Sanierung der Sattler-Altlast mit der städtebaulichen Erneuerung, der Neubau der Grundschule und das große Abwasserprojekt. „Wir haben unsere Prioritäten gesetzt – jetzt geht’s mit Volldampf voraus!“, sagt der Bürgermeister. Man wolle sich nicht verzetteln und den bestehenden Projektkatalog abarbeiten. Ein Sammelsurium von großen und kleinen Projekten hat Rottmann zusammengestellt: Regelmäßig überwacht er deren Bearbeitungsstatus. Es sollen keine neuen „Fässer“ geöffnet werden, vielmehr bestehende „Baustellen“ erledigt werden, so die Marschrute.


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Personelle und finanzielle Ressourcen müssen optimal zum Wohle der Gemeindeentwicklung genutzt werden: „Es gibt noch viele Stellschrauben die wir bei den Einnahmen und Ausgaben drehen können!“, erklärt Rottmann und verweist auf jüngste Beschlüsse im Gemeinderat. Als Beispiel nannte er die Erhöhung der Hundesteuer, die moderate Erhöhung von Mieten und diversen Nutzungsgebühren. Trotz Millionenkreditbedarf gestaltet sich die Einnahmensituation durchaus positiv, was der günstigen konjunkturellen Lage geschuldet ist, wie Kämmerin Andrea Pfrang anhand von Grafiken im Gemeinderat darstellt. Die größten Einnahmepositionen sind der Einkommensteueranteil (3,65 Mio.), die Schlüsselzuweisungen (2,02 Mio.), Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb (1,80 Mio.), Zuweisungen und Zuschüsse (0,90 Mio.), die Gewerbesteuer (0,73 Mio.) und die Grundsteuer B (0,72 Mio.). Erfreulicherweise liege die Zuführung zum Vermögenshaushalt mit 1,05 Mio. Euro deutlich höher als in den vergangenen Jahren.


Angesichts hoher Investitionen in Baumaßnahmen (8,99 Mio.) ist die Zuführung ein „Tropfen auf dem heißen Stein“, sagte Kämmerin Andrea Pfrang. Der Schuldenstand hat mit knapp 5,9 Mio. Euro zum Jahreswechsel einen historischen Tiefstand erreicht, insgesamt werden die Kreditaufnahmen bis 2016 auf fast 20 Mio. Euro anwachsen, was mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 2.541,99 Euro einhergeht (aktuell 763,50 Euro). Dies besorgniserregend, aber unaufhaltsam, wenngleich große Teile als so genannte rentierliche Schulden eingestuft werden können, da hier Gebühren und Beiträge vereinnahmt werden können.

Bürgermeister Stefan Rottmann sieht sich mit einem bunten Strauß an Projekten in allen Ortsteile konfrontiert, die in den kommenden Jahren in die Realität umgesetzt werden müssen: Die Abwicklung stellt eine große Herausforderung für die knappen personellen Ressourcen dar. „Wir arbeiten auf Hochtouren, damit positive Veränderungen im Gemeindegebiet sichtbar werden!“. Besonderer Fokus liegt neben Altlast, Grundschulneubau und Kanal auch auf die Realisierung des neuen Gewerbegebiets „Tiefer Graben“, die Fertigstellung des Baugebiets „am Esel“ und verschiedene Dorferneuerungsmaßnahmen (z.B. Alte Schule Hausen, Dorfanger…). Als flächenmäßig größte und von den Einwohnerzahlen zweitgrößte Gemeinde des Landkreises bieten sich in den kommenden Jahren viele Perspektiven und Entfaltungsmöglichkeiten.

Bürgermeister Stefan Rottmann lobte stellvertretend für alle Kolleginnen und Kollegen im Rathaus die beiden Amtsleiterinnen Maria Waldhäuser und Andrea Pfrang, die mit großem Engagement den Haushalt in „Rekordzeit“ aufgestellt haben. Dies sei nötig gewesen, da die Gemeinde Schonungen das Zahlenwerk für die Beantragung der Bedarfszuweisungen frühzeitig benötigt. Knapp 13 Mio. Euro erhält Schonungen über Jahre als finanzielle Zuwendungen, da die Altlast als Katastrophenfall gewertet wird. „Ohne die Gelder sei an eine Gemeindeentwicklung kaum zu denken!“, zeigte sich Bürgermeister Stefan Rottmann dankbar. Ursprünglich hätte die Gemeinde 44% der kalkulierten 33 Mio. Altlastkosten für die Sanierung ihrer Grundstücke zu tragen. Trotzdem seien die Bedarfszuweisungen auch ein Hemmschuh: Freiwillige Leistungen und Zuschüsse können vielfach nicht gewährt werden. „Dies mussten wir gerade bei der angedachten Erhöhung der Leistungen nach dem Schwebheimer Modell für die Jugendförderung feststellen“, erklärte Kämmerin Andrea Pfrang.

Bürgermeister Stefan Rottmann lobte das harmonische Miteinander aller politischen Kräfte im Vorfeld der Hauhaltsberatung: Konstruktiv und Ergebnis orientiert wurde in den Gremien, trotz aller finanzieller Zwänge, gearbeitet. Rottmann nutzte die Gelegenheit um den beiden Fraktionsvorsitzenden Elisabeth Weger und Klaus Reimann seinen besonderen Dank auszusprechen. Die Haushaltssatzung, der Finanzplan und der Stellenplan wurden schließlich einstimmig im Gemeinderat abgesegnet.


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