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Das Foto zeigt von links: Bürgermeister Stefan Rottmann, Roland Mahr und Gustel Schneider (beide SNG Schneider Networkservice GmbH), Bauleiter Florian Klug (FK Bau) sowie Arndt Pfrang (Deutsche Telekom) auf dem Kabelpflug Martin Stöhr (FK Bau) Foto: Vincent Kamm

Schonungen erwartet eine Million Euro Zuschuss: Großgemeinde profitiert vom Höfebonus


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SCHONUNGEN – die Großgemeinde Schonungen drückt beim Glasfaserausbau mächtig aufs Tempo und nutzt jedes verfügbare Förderprogramm, um die Digitalisierung weiter voranzutreiben.

Wirtschaftliche Interessen der Telekommunikationskonzerne, bürokratische und lückenhafte Fördermodalitäten, volle Auftragsbücher und Engpässe bei den ausführenden Tiefbaufirmen sowie schwierige Eigentums- und Grundstückssituationen bremsen allerdings die Aktivitäten von Bürgermeister und Gemeinderat regelmäßig aus.


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Trotzdem will Schonungen eine Vorreiterrolle einnehmen: Nun sollen mit dem sogenannten Höfeprogramm in den kommenden Monaten viele Kilometer Glasfaser neu verlegt werden. Im Fokus der jüngsten Ausbauoffensive liegen vor allem entlegene Mühlen, Weiler und kleinere Ortsteile, die mit einem Glasfaseranschluss bis an die Grundstücksgrenze ausgestattet werden sollen. Dank direkter Glasfaseranbindung können die Anlieger sogar auf HighSpeed bis zu 1Gbit/s hoffen.


Die Telekom wird rund 29 Kilometer Glasfaser verlegen und 8 Glasfasernetzverteiler aufstellen. Damit hat der Kunde einen Anschluss, der alle Möglichkeiten für digitale Anwendungen bietet: Video-Streaming, Gaming oder Arbeiten von zu Hause. Er eignet sich auch für Technologien wie Virtual Reality, Telemedizin und Smart Home.

90% Zuschuss winken der Gemeinde für den Ausbau in den Bereichen, die von den bisherigen Ausbauprogrammen noch gar nicht profitieren konnten und daher keine Bandbreiten von 30 Mbit/s erhalten. Profiteur ist diesmal beispielsweise der Weiler Reichelshof oder die Mühlen zwischen Schonungen und Marktsteinach. „Gerade in entlegeneren Siedlungsgebieten könne man mit einer hervorragenden Glasfaseranbindung Leerständen vorbeugen“, ist sich Bürgermeister Stefan Rottmann sicher. Auch das Thema „Homeoffice“ spielt zunehmend eine größere Rolle. Im Rahmen der vorgeschriebenen Markterkundung war kein Unternehmen bereit, den Ausbau in den kommenden drei Jahren eigenwirtschaftlich zu stemmen. Damit war der Weg frei für den „Höfebonus“: Ein Förderprogramm, das den Glasfaserausbau gerade in Kommunen mit vielen Ortsteilen begünstigt.

Die Telekom macht nun ernst und geht in die Umsetzung. Sobald alle Leitungen verlegt und alle Verteiler aufgestellt sind, erfolgt die Anbindung ans Netz der Telekom. Anschließend können die Kunden die neuen Anschlüsse buchen. Für den weiteren Glasfaserausbau investiert Schonungen eine stolze Summe von 1,174 Mio. Euro. Etwas mehr als 1 Mio. Euro fließen als Zuschuss zurück in die Gemeindekasse. Es bleibt darüber hinaus aber auch die Hoffnung, dass durch die kilometerlangen Glasfasertrassen am Ende noch weitere Anlieger oder auch zukünftige Breitband- und Mobilfunkprojekte profitieren. Jedenfalls stelle die Gemeinde einmal mehr unter Beweis, dass sämtliche Fördertöpfe aber auch Entscheidungsspielräume zu Gunsten der Bürger ausgelegt werden.

Gleichwohl stellt Bürgermeister Stefan Rottmann fest, dass man aufgrund der Förderreglungen und Gesetzgebungen an Grenzen stoße, die sowohl im Gemeinderat, der Verwaltung und in der Bürgerschaft auf Unverständnis stoße. Die trotzdem noch uneinheitlichen Ausbaustufen und Breitbandtarife im Gemeindegebiet kritisierte Rottmann deutlich und erhoffe sich endlich Antworten aus der Politik.

Das Foto zeigt von links: Bürgermeister Stefan Rottmann, Roland Mahr und Gustel Schneider (beide SNG Schneider Networkservice GmbH), Bauleiter Florian Klug (FK Bau) sowie Arndt Pfrang (Deutsche Telekom) auf dem Kabelpflug Martin Stöhr (FK Bau)
Foto: Vincent Kamm

Das Foto zeigt von links: Bürgermeister Stefan Rottmann, Roland Mahr und Gustel Schneider (beide SNG Schneider Networkservice GmbH), Bauleiter Florian Klug (FK Bau) sowie Arndt Pfrang (Deutsche Telekom) auf dem Kabelpflug Martin Stöhr (FK Bau)
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