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Schonungen investiert kräftig in die Infrastruktur: 32 Millionen Euro will die Großgemeinde in diesem Jahr bewegen


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SCHONUNGEN – Wenn Bürgermeister Stefan Rottmann einen Wunsch für die Zukunft hat, dann, dass es für die Großgemeinde Schonungen finanziell immer so weitergehen möge, wie in den letzten Jahren. Denn selbst Optimisten, so Rottmann, hätten wohl vor Jahren nicht für möglich gehalten, dass es gelingen kann, kräftig in die Infrastruktur zu investieren und gleichzeitig die Altschulden beträchtlich abzubauen.

Unerwartet hohe Fördermittel und Zuschüsse konnten akquiriert und gleichzeitig ein beachtliches Rücklagenpolster geschaffen werden. „Das war eine beeindruckende Team- und Mannschaftsleistung. Das vorrangige Ziel ist und bleibt den Investitionsstau aufzulösen, geordnete finanzielle Verhältnisse herzustellen und Schuldenfreiheit zu erlangen“, erklärt Bürgermeister Stefan Rottmann in seiner diesjährigen Haushaltsrede.


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Man lebe mit Blick auf die vorherrschende Corona-Pandemie in bewegten Zeiten und profitiere nun davon, dass man in den letzten Jahren gut gewirtschaftet habe. Für diese Krise gäbe es keine derartigen Beispiele oder Vergleiche in der jüngsten Geschichte und erst recht kein Handbuch oder Anleitung zum Aufstellen eines Corona konformen Haushalts.


Im Schatten der großen Nachrichtenlage, tue auch Schonungen alles, um die Pandemie einzudämmen bzw. zu überwinden. Dabei gehe es insbesondere darum die gesundheitlichen Risiken zu minimieren und die Negativfolgen auf die lokale Wirtschaft abzufedern. Das Rathaus, der Bauhof und viele angegliederte Einrichtungen wie Ver- und Entsorgung, Schule, Kindergärten, Feuerwehren… usw… gehören zu den systemrelevanten Bereichen. „Wir haben zahlreiche Schutzvorkehrungen und Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, aber auch die Hygienestandards massiv erhöht, damit wir den Betrieb und damit das Zusammenleben in unseren Gemeindeteilen auch in diesen unsicheren Zeiten weiter gewährleisten können.“

Dass bis auf eine kleine Delle bei der Einnahmenseite die Krise für die Großgemeinde bisher glimpflich verlaufen sei, liege zuvorderst an den fleißigen Bürgerinnen und Bürgern, sowie den geschäftstüchtigen Gewerbebetrieben. Stolz könne man darauf sein, dass Schonungen bei der Umlagekraft wieder auf Platz zwei aller 29 Landkreiskommunen liege. „Es ist mir bei der Gelegenheit ein besonderes Bedürfnis mich auch für die große Solidarität sowie für das umsichtige und verantwortungsbewusste Verhalten in der Bevölkerung in diesen Zeiten zu bedanken“, so Bürgermeister Stefan Rottmann.

2020 war aus Schonunger Sicht alles andere als ein verlorenes Jahr. Die hohe Schlagzahl, die Fortführung von unzähligen Baustellen und Projekte konnte das Virus in den letzten Monaten kaum einbremsen. Die Rathausverwaltung, die Bauhofmannschaft, der Forstbetrieb sowie das Schwimmbad- und Büchereiteam seien im hohen Maß motiviert und wachsen in ihren Aufgaben immer wieder über sich hinaus. „Den Schwung und das Tempo konnten wir auch ins neue Jahr 2021 hineinnehmen“, freut sich Bürgermeister Stefan Rottmann.

Die Großgemeinde bleibe weiter ein beliebter und zugleich begehrter Wohnstandort – auch und vor allem in Corona-Zeiten. Schonungen und seine Ortsteile biete Bürgern mit höchsten Ansprüchen an Wohn- und Lebensqualität eine Heimat. Erfreulicherweise entwickle sich die Bevölkerungszahl positiv, dabei konnten man wieder besonders viele Geburten und Zuzüge verzeichnen.

Finanziell gesehen sei Schonungen gewappnet. Die Verschuldung konnte in den letzten Jahren fast halbiert und beachtliche Rücklagen aufgebaut werden. Gemeinsam bleibe man am Ball und versuche bei jeder Gelegenheit Förderungen und Zuschüsse in Millionenhöhe in die Großgemeinde zu lenken, verspricht Bürgermeister Rottmann – dies gelang in den letzten Jahren ausgesprochen gut. Vor wenigen Monaten erst, war die Bewerbung um Mittel aus dem Stabilisierungshilfe-Fonds das sechste Mal in Folge erfolgreich: Mit einer Rekordsumme von 2,5 Mio. Euro erhielt Schonungen als einzige Kommune des Landkreises diese beachtlichen Zuweisungen. „Für uns ist es ein hart erkämpfter Zuschuss, denn die Finanzzuweisungen fallen uns nicht in den Schoß und wir müssen uns jedes Jahr mit einem überzeugenden Haushaltskonsolidierungsprogramm erneut gegen andere Gemeinden und Städte durchsetzen“, erklärt Rottmann.

Schon jetzt zeichne sich ab, dass man im laufenden Jahr von Zuschüssen aus dem Höfeprogramm, RZWAs, Regionalbudget und vielen weiteren Fördertöpfen profitieren werde. Freuen durfte sich Schonungen auch über eine äußerst positive Entwicklung der Stiftung Dres. Hofmann, die mit einem Millionenvermögen ausgestattet ist und künftig das kulturelle Leben der Gemeinde unterstützen soll.

Der diesjährige Haushalt zeige in beeindruckender Weise auf, dass man einen konsequenten Kurs bei der Abarbeitung von Pflichtaufgaben fahre und ein klares Konzept bzw. Strategie für die kommenden Jahre ausgearbeitet habe. „Dabei haben wir uns auch Spielräume eröffnet, um auf Unvorhergesehenes reagieren zu können“, freut sich Bürgermeister Stefan Rottmann. Gemeinsam belaufen sich Verwaltungs- und Vermögenshaushalt auf mehr als 32 Millionen Euro.

Ein Blick auf die wichtigsten Projekte der Großgemeinde Schonungen:

Weil die Nachfrage deutlich das Angebot übersteigt und auch kaum Leerstände zu verzeichnen sind, entwickelt die Gemeinde aktuell Neubaugebiete sowohl in Forst als auch Waldsachsen und im Hauptort Schonungen sollen bis zu hundert neue barrierefreie Wohnungen entstehen. Zu den markantesten Wohnprojekten gehört der Verkauf und die geplante Sanierung des alten Grundschulkomplexes, die neugeschaffenen Wohnanlagen in der Bachstraße bzw. am Hegholz, sowie das Projekt „Wohnen am Main“.

Zwischenzeitlich konnte der dritte Bauabschnitt des Gewerbegebiets Tiefer Graben/Schonungen Süd abgeschlossen werden: Weitere Ansiedlungen und Expansionen von Unternehmen stehen unmittelbar bevor. Als zweiter wichtiger Gewerbestandort soll sich Abersfeld direkt an der B303 zwischen Coburg und dem Autobahnzubringer A70 etablieren. Die Gemeinde verspricht sich daraus mehr Arbeitsplätze, Frequenz und Gewerbesteueraufkommen.

Als wichtiges Projekt der Daseinsvorsorge ist der Neubau des Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus in Reichmannshausen zu nennen, für den benachbarten Platz gibt es auch schon konkrete Planungen, die beim Gemeinderat und den Bürgern Zustimmung gefunden haben. Begonnen werden soll dort auch in Kürze die Neugestaltung des Kirchenumfelds mit dem Themenspielplatz. Ein paar Kilometer weiter in Löffelsterz steht der Neubau des Bürger- und Feuerwehrhauses kurz bevor. Ein umfassender Förderantrag liegt nun in München beim zuständigen Ministerium zur Genehmigung vor.

Weitere markante Dorferneuerungsprojekte sind in Forst (Verlängerung des Dorfangers, Untere Straße) und in Hausen (Neugestaltung Hauptstraße, Kirchplatz) in Umsetzung bzw. Planung. Nach dem Kanalbau, der Neuausrichtung der Straßensituation, Neubau Kinderkrippe und Energiezentrale konnten nun ganz aktuell die Erschließungsmaßnahmen im Vorgriff auf den Grundschulneubau abgeschlossen werden. Der Bauantrag für die neue Grundschule ist auf den Weg gebracht und auch der Förderantrag für das Schulprojekt wurde bei der Regierung gestellt. Auch hier hofft die Großgemeinde auf eine schnelle Förderzusage: Es bleibt das erklärte Ziel mit dem Spatenstich möglichst heuer noch den Neubau zu beginnen.

Parallel befindet sich die Bauverwaltung in Vorbereitung der Sanierung von Turn- und Schwimmhalle am Schulzentrum und auch das Freisportzentrum soll auf Vordermann gebracht werden. Handlungsbedarf besteht schließlich bei der Erneuerung des Bauhofs mit Forstbetrieb: Hier sollen in diesem Jahr auch wichtige Fortschritte erzielt werden.

Eine Weiterentwicklung erfährt Schonungens neue Mitte: Hier entsteht gerade ein Wohnkomplex mit Tiefgarage und 15 Wohneinheiten. Als nächstes soll das sogenannte „Dürrgelände“ überplant und auch eine adäquate künftige Nachnutzung für den Alten Friedhof muss gefunden werden. Nur einen Steinwurf weiter soll der Wasser- und Erlebnisspielplatz in den Bachgärten durch den Bauhof in Angriff genommen werden – in diesem Sommer werde man hier hoffentlich viele vergnügte Kinder beim Spielen zusehen können.

Besonders stolz und froh sei man darüber, dass es gelungen ist, das Tegut- und Felsenkellerareal zu erwerben. Das verschafft in der Ortsmitte Schonungens ungeahnte Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft.

Mit der Städtebauförderung und einem Denkmalkonzept soll auch das historische Mainberg nachhaltig aufgewertet werden – hier befinde man sich gerade in einem komplexen Planungs- und Abstimmungsprozess mit den direkten Anliegern. Das Modul3 für das Bauernhaus „Grundstraße 9“ ist beauftragt und mit den Ergebnissen könne dann auch in einigen Monaten gerechnet werden. Auch im Hinblick auf das Schloss Mainberg, arbeite man mit Hochdruck an einer tragfähigen Perspektive.

Nach Schonungens Bergfriedhof wurde nun auch in Reichmannshausen das Friedhofskonzept unter Beteiligung der Bürgerschaft zum Abschluss gebracht. Als Nächstes sind dann die Friedhöfe in Forst, Marktsteinach und Abersfeld an der Reihe, sodass auch konkrete Maßnahmen umgesetzt werden können.

Einen großen Fortschritt wolle man in diesem Jahr beim Mobilfunk- und Breitbandausbau erreichen: Aktuell laufen die Maßnahmen des Höfeprogramms an. Fast 30 Kilometer Glasfaser sollen in den kommenden Monaten verlegt werden. Ein noch größeres Projekt stellt die sogenannte „Gigabit-Richtlinie“ dar. Hier sollen dann Großgemeindeweit überall bis zu 100Mbit-Bandbreite zur Verfügung stehen – für den Ausbau stehen Zuschüsse in Millionenhöhe bereit. Weiter ausgebaut werden soll der Mobilfunk mit weiteren Anbietern in Hausen, Marktsteinach, Löffelsterz und Reichmannshausen. Wirtschaftliche Interessen der Telekommunikationskonzerne, bürokratische und lückenhafte Fördermodalitäten, volle Auftragsbücher und Engpässe bei den ausführenden Tiefbaufirmen sowie schwierige Eigentums- und Grundstückssituationen bremsen allerdings die gemeindlichen Aktivitäten regelmäßig aus, bedauert Bürgermeister Stefan Rottmann.

Gemeindeweit sind es vor allem die Infrastrukturprojekte, also Kanal- und Wasserleitungsneubauten sowie Straßensanierungen die finanziell ins Gewicht fallen. Die Gemeinde schultert hier eine Investitionsoffensive in nie dagewesenem Ausmaß. Zeitgleich laufen in Hausen, Marktsteinach, Löffelsterz und in Forst gerade mehrere große Kanalprojekte. Eine Herkules-Aufgabe stellt die Betreuung bzw. Begleitung der zahlreichen Baustellen für die Bauverwaltung dar.

Auch bei den Feuerwehren und damit in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger werde weiter investiert: Turnusgemäß stehen Fahrzeugbeschaffungen in Reichmannshausen und Löffelsterz an und auch bezüglich des Feuerwehrboots in Schonungen muss im Gesamtgemeinderat noch eine Entscheidung getroffen werden, sobald alle Fakten auf dem Tisch liegen. Gerade in diesen Pandemiezeiten bewährt sich nun, dass Schonungen in jüngster Zeit unter großen Anstrengungen die hausärztliche Versorgung gesichert und damit die medizinische Versorgung nachhaltig verbessern konnte. In einem weiteren Schritt gehe es nun darum, das Fachärzteangebot für die Gemeinde weiter auszubauen.

Neu ist, dass Schonungen nun Verwaltungssitz des „Schweinfurter Oberland“ geworden sei und damit besondere Verantwortung für die Entwicklung der Allianz trage. Hier gäbe es ebenso einen bunten Strauß an Projekten und Aufgaben aufzuzählen. Besonders erwähnenswert seien sicherlich die Aktivitäten zur Gründung einer Energiegesellschaft, erklärt Rottmann.

In Sachen Energie und Klimaschutz könne gerade Schonungen einen großen Erfahrungsschatz einbringen: In der Gemarkung wird einer der größten Windparks der Region betrieben, Rottmann erinnert auch an die neuerrichtete Energiezentrale am Schulzentrum, an die flächendeckende Umrüstung von LED-Straßenlaternen und an eine Vielzahl energetischer Sanierungen und Neubauten von Bürger- und Feuerwehrhäuser in Hausen, Mainberg, Reichmanshausen, Löffelsterz und natürlich den Grundschulneubau. Die geplante Schule übertreffe den KFW-Standard 55 bei weitem und sei neben einer großen PV-Anlage auch mit modernster Gebäudetechnik ausgerüstet. Eine PV-Anlage sei auf dem neuen Feuerwehrhaus in Reichmannshausen fest eingeplant und beim Bürgerhaus Löffelsterz seien Anschlusspunkte und Leitungsschächte bereits vorgesehen. Auch bei der Umrüstung des Fuhr- und Geräteparks mache man Fortschritte sowie bei der Errichtung von E-Ladestationen. Kürzlich habe man nun die E-Ladestation für E-Bikes am Bahnhof freigegeben.

Fotos (4) Stefan Rottmann / Pläne und Montage Architekturbüro Göger und Architekturbüro Philipp

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