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Schonungen kauft Tegut- und Felsenkeller-Areal und leitet ein neues Kapitel in der städtebaulichen Entwicklung ein


Kauzen Bier

SCHONUNGEN – Schonungen startet das neue Jahr mit einem echten Coup: Wie Bürgermeister Stefan Rottmann nun offiziell bestätigt, konnte das Tegut- und Felsenkeller-Areal am Marktplatz durch eine glückliche Fügung käuflich erworben werden. Fünf Flurstücke in zentraler Lage direkt neben dem Rathaus, eine Straße, Parkplätze, ein Einkaufsmarkt, eine Gaststätte mit Biergarten und ein Wohnhaus mit mehreren Nebengebäuden wandern damit in das Eigentum Schonungens.

Tatsächlich war es Zufall, dass im Sommer letzten Jahres fast zeitgleich beide Objekte von unterschiedlichen Eigentümern an wiederum unterschiedliche Erwerber veräußert wurden, ohne dass diese von den jeweiligen Verkaufsabsichten etwas wussten. Bürgermeister Stefan Rottmann trommelte den Gemeinderat zusammen, um mögliche Szenarien und Strategien auszuloten. Es brauchte nicht viel Überzeugungsarbeit, schließlich ist das städtebauliche Entwicklungspotenzial gerade an dieser Stelle enorm hoch. Einstimmig wurde der Kauf schließlich besiegelt.


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Weil der Altort im Geltungsbereich einer Gestaltungs- und Erhaltungssatzung liegt, verfügt die Gemeinde über ein gesetzliches Vorkaufsrecht, das sie in besonderen Fällen innerhalb vorgegebener Fristen per Bescheid ausüben kann. Das Prozedere ist in der Regel langwierig und mit hohen verwaltungsrechtlichen Hürden belegt. Trotzdem ist es Bauamtsleiter Sebastian Heurich gelungen, in Zusammenarbeit mit der Kanzlei Bohl aus Würzburg die rechtliche Basis für das Vorkaufsrecht zu schaffen.


Für insgesamt 330.000 Euro konnte das weitläufige Areal mit knapp 3.000 Quadratmeter erworben werden. „Wir haben im richtigen Moment zugeschlagen und können für Schonungens Zukunft ein neues Kapitel schreiben!“, schwärmt Bürgermeister Stefan Rottmann. Dass die Schonunger „Großprojekte“ erfolgreich abwickeln können, demonstrieren Bürgermeister, Gemeinderat und Verwaltung mit unzähligen laufenden Projekten und Baustellen in den Ortsteilen.

Es ist noch gar nicht lange her, erinnert sich Bürgermeister Stefan Rottmann, als in Kooperation mit dem Landratsamt, dem Freistaat Bayern und unter Bürgerbeteiligung ein komplettes Wohnquartier sprichwörtlich aus dem Boden gestampft wurde. Dort, wo noch vor wenigen Jahren mit viel Aufwand eine riesige Altlast beseitigt wurde, entstanden neue Fuß- und Radwege, wurde das Bachbett verlegt und völlig neugestaltet, es wurden barrierefreie Wohnungen, ein Pflegezentrum, eine Tagespflege und Sozialstation errichtet. Heute gilt die Neugestaltung von „Schonungens neuer Mitte“ als mustergültiges Beispiel für eine gelungene städtebauliche Entwicklung.

Welche Potenziale im Felsenkeller- und Tegut-Areal tatsächlich schlummern, konnte in einer Skizze in Zusammenarbeit mit Ortsplaner Artur Metz, dem Gemeinderat und der Regierung von Unterfranken zu Papier gebracht werden.

Denkbar wäre so beispielsweise eine völlig neue Verkehrsführung, die geradlinig von der Ludwig-Grobe-Straße vorbei am Rathaus in Richtung Grobesberg führt. Gerade im Zusammenhang mit einer aufwändigen Sanierung der Bachstraße zwischen Flessabank und Lebenshilfe inklusive Brückeneubau könnte eine alternative Straßen- und Wegeführung Abhilfe schaffen. Der Marktplatz, aber auch der Umgriff um die Alte Nebumuk-Steinbrücke könnte dagegen verkehrsberuhigt gestaltet werden. Überhaupt gäbe es dann auch endlich die Gelegenheit, den Rathausvorplatz nachhaltig aufzuwerten und für Veranstaltungen und Feste attraktiver anzulegen. Auch die alte Steinbrücke könnte prominenter herausgestellt und das Areal mit mehr Grün verschönert werden.

Bachbett und Bachufer könnten in diesem Zuge erlebbarer, naturnaher gestaltet und brüchige Mauern zurückgebaut werden: Überlegt wurde auch ein direkter Fuß- und Radweg entlang des Bachs durch den östlichen Brückenbogen der alten Steinachbrücke vorbei an den Bachgärten in die Unterführung. Somit würden auch keine Radler den Spielplatz kreuzen und man gelangt auf direktem Wege von Marktsteinach durch die neue Schonunger Mitte zum Mainradweg.

Ein zentrales Anliegen der Gemeinde ist der Erhalt des Lebensmittelmarktes und des Metzgers im Ortskern. Bürgermeister Stefan Rottmann stehe mit der Pächterin des Marktes in engem Austausch. Der Markt sorgt für Belebung, ist ein wichtiger Treffpunkt aber auch für die Nahversorgung von Bedeutung. Neben Edeka, Lidl, Aldi und Netto trägt auch der Tegut-Lebensmittelmarkt zur Versorgungssicherheit der Bevölkerung in Schonungen und dem Umland bei.

Ein großes Manko ist allerdings der ungünstige Gebäudezuschnitt und auch die Architektur ist wenig ansprechend. In den ersten Überlegungen der Gemeinde würde sich grundsätzlich ein Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses am besten einfügen. Auch weitere gemeindliche Einrichtungen, wie ein Senioren- und Jugendtreff, ein Haus der Begegnung oder Dergleichen könnte in zentraler Lage entstehen. In Verbindung mit einem Ideenwettbewerb könnten möglichst viele Gedanken und Anregungen für eine Entscheidungsfindung im Rat gesammelt werden.

„In einigen Jahren wird man das Areal nicht mehr wiedererkennen!“, erklärt Rottmann. Schon jetzt hat die Städtebauförderung der Regierung von Unterfranken sowohl fachliche wie auch finanzielle Unterstützung für Projekte im Altort signalisiert.

Womöglich wird noch viel Wasser die Steinach hinunterfließen, bis alle diese Ideen realisiert sind. Der Fokus liegt jetzt erst mal auf den Grundschulneubau und vielen anderen geplanten und laufenden Projekten. Der erste und wichtigste Schritt mit dem Kauf der Grundstücke ist allerdings gemacht, „das war ein kluger Schachzug“, ist Bürgermeister Stefan Rottmann überzeugt.

Ein erstes Projekt soll in wenigen Wochen bereits starten: Der Bauhof plant in Eigenregie den Bau eines neuen Erlebnis- und Wasserspielplatzes in den Bachgärten. Der Spielbereich für die Kinder soll deutlich vergrößert werden und auch der Fuß- und Radweg soll in dem Zuge verkehrssicherer gestaltet werden.
Mit dem Felsenkeller- und Tegut-Areal könnte eine wichtige Verdinbung bzw. ein Band vom Mainufer, über den AlbanPark, den Bachgärten bis hin zu Schonungens neuer Mitte, den Quartiersplätzen am Hegholz und dem Marktsteinacher Radweg geschaffen werden. „Es ist einfach fantastisch und beeindruckend, was uns da in den letzten Jahren nicht nur in Schonungen alles gelungen ist!“, freut sich Bürgermeister Stefan Rottmann.

Auf den Bildern:

* Die Großgemeinde Schonungen ist nun stolzer Besitzer eines Einkaufsmarktes und einer Gaststätte in direkter Nachbarschaft zum Rathaus. Das Foto zeigt von links Bürgermeister Stefan Rottmann und Bauamtsleiter Sebastian Heurich.

* Auch das Felsenkeller-Gelände direkt neben dem Tegut-Markt fällt in das Eigentum der Gemeinde Schonungen. Von links Bürgermeister Stefan Rottmann und Bauamtsleiter Sebastian Heurich vor dem Eingang der ehemaligen Gaststätte.

* Alleine das Felsenkeller-Areal erstreckt sich auf fast 2.000 Quadratmeter im Schonunger Altort.

* Ein enormes Entwicklungs- und Gestaltungspotenzial erwarten sich Bürgermeister Stefan Rottmann und Bauamtsleiter Sebastian Heurich aus dem Tegut- und Felsenkeller-Areal für die Zukunft. Nach „Schonungens neuer Mitte“ könnte nun ein weiteres Kapitel der Städtebaulichen Erneuerung geschrieben werden.

Fotos: Jule Köblitz



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