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Schweinfurt setzt bei der Straßenbeleuchtung zunehmend auf LED-Technik: Ziel sind weniger Energiekosten und eine CO2- Minderung von bis zu 420 Tonnen pro Jahr


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SCHWEINFURT – Irgendwie hätte es sich ja angeboten, den Termin mit dem vom Tag und 27 Stunden zuvor zusammenzulegen. Am Montag präsentierte die Stadt Schweinfurt ihren Elektro-Fuhrpark und den ihrer Tochtergesellschaften auf dem Marktplatz. Am Dienstag dann stellten Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Tiefbauamtsleiter Christof Klingler und Baureferent Jochen Müller neu installierte LED-Straßenleuchten in der Geschwister-Scholl-Straße am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium vor. Dieser Termin wäre auch in den Abendstunden ein angenehmer gewesen, um die Leuchten in Aktion zu sehen.

„Sie haben ein gewöhnungsbedürftiges Erscheinungsbild“, weiß Klingler und meint damit nicht optisch wie immer wirkenden Laternen, sondern das abgegrenzte Licht, das nicht mehr streut wie früher. „Manche Bürger werden die Veränderungen wohl gar nicht registrieren“, glaubt der Tiefbauamtsleiter. Wohl aber merkt es das städtische Haushaltskonto. Gegenüber konventionellen Leuchtmitteln sinken mit der LED-Technik nämlich nicht nur der CO2-Ausstoß, sondern auch Energieverbrauch und damit die Stromkosten. „ Die Neuinvestition rechnet sich wirtschaftlich schon in wenigen Jahren“, sagt OB Remelé. Gleichzeitig sinken übrigens auch die Stromkosten bei den städtischen Ampeln, wo von 100 auf unglaubliche vier Watt heruntergeschraubt werden konnte. „Trotzdem sieht man die Ampelfarben schärfer und aus weiterer Ferne“, verspricht Jochen Müller.


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Zurück zu den Straßenbeleuchtungen: An der Franz-Josef-Strauß-Brücke wurden 44 Leuchten auf LED umgerüstet. Dies bewirkt eine Stromeinsparung von 38.000 Kilowattstunden (kWh) um 80 Prozent und eine CO2-Minderung von 22 Tonnen jährlich. 30 umgerüstete Mastleuchten in der Geschwister-Scholl-Straße bewirken eine Stromeinsparung von 51.000 kWh, ebenfalls 80 %, und eine CO2-Minderung von 30 t pro Jahr. Die rechnerische Amortisationszeit der LED-Beleuchtung beträgt derzeit rund 4,5 Jahre.


Auch in der Erschließung des Industrie- und Gewerbegebiets „Maintal 2“ ist LED-Einsatz geplant, der Einsatz von LED an Ampelanlagen wird sukzessive weiter vorangetrieben.Bereits 2009 wurden LED im Baugebiet „Alte Stadtgärtnerei“, 2010 in der Raspillerstraße, 2011 in der Robert-Koch-Straße eingesetzt. Wo noch keine LED-Technik vorherrscht, spart die Stadt Energie und Kosten durch „Halbnacht-“ oder „Reduzierschaltung“ zwischen 23:30 und 05:30 Uhr. „Da wird die Beleuchtungsstärke halbiert“, erklärt Jochen Müller.

Innerhalb von drei Jahren sollen aktuell alle Leuchten in der Stadt mit dem höchsten Energieeinsparungspotential und vergleichsweise geringem Investitionsaufwand umgerüstet werden. Ziel sind eine CO2- Minderung von bis zu 420 Tonnen pro Jahr und eine Amortisationszeit von rund zwei Jahren. Aufgrund der kürzeren Amortisationszeit werden auch  Natriumdampflampen eingesetzt.

Gefördert wird die Umstellung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Rahmen der „Kommunalrichtlinie“. Der nicht rückzahlbare Zuschuss des BMU zur aktuellen Umrüstung der Straßenbeleuchtung Franz-Josef-Strauß-Brücke und Geschwister-Scholl-Straße beträgt 25 Prozent der Investitionskosten, also vorliegend 16.000 Euro bei 63.000 Euro an Gesamtsumme.

Auf dem Bild von links: Tiefbauamtsleiter Christof Klingler, Baureferent Jochen Müller und Oberbürgermeister Sebastian Remelé.


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