Home / Lokales / Schweinfurt und seine Stadttauben: Nun darf auf dem Martin-Luther-Platz gefüttert werden – auch wenn es die Tageszeitung anders vermeldet

Schweinfurt und seine Stadttauben: Nun darf auf dem Martin-Luther-Platz gefüttert werden – auch wenn es die Tageszeitung anders vermeldet


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SCHWEINFURT – Das Wochenende begann wie die Woche zuvor mit Verwunderung. Als die Freunde der Schweinfurter Stadttauben am Samstag die lokale Tageszeitung aufschlugen, trauten sie ihren Augen nicht: „Tauben füttern bleibt verboten“, so lautet die Überschrift eines riesigen Beitrags. Und der entzürnte Stadträtin Dr. Ulrike Schnider und Jasmin Poyotte von der Stadttaubenhilfe „White Angels“.

Was war passiert? SW1.News berichtete ja mehrfach über die Problematik der hungernden Tiere, die – zudem bei Eiseskälte vor einiger Zeit – in der Stadt kein Futter mehr finden, weil es zu wenige Menschen in der Corona-Zeit rund um den Marktplatz gibt, die Krümel fallen lassen. Fraktionsübergreifend gab es einen Antrag, das Fütterverbot in der Stadt vorübergehend aufzuheben. Doch dann schlug der Freie Wähler-Stadtrat Adi Schön vor, man könne doch am Mainufer füttern – und nur dieser Antrag wurde durchgewunken.


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Um wenig später wieder hinfällig zu sein, denn aufgrund der Vogelgrippe ist das Füttern an diesem Standort nun doch nicht erlaubt. Die Antragsteller aber bekamen kurzfristig die Genehmigung, auf dem Martin Luther-Platz vor der Johanniskirche die Tauben zu versorgen. „Diese Futterstelle ist okay“, sagt Jasmin Poyotte von der Stadttaubenhilfe White Angels – wenngleich sie die vorgeschlagenen Orte Rossmarkt, Georg-Wichtermann-Platz und Marktplatz besser gefunden hätte. „Aber auch dort haben wir die Möglichkeit, die Tauben rüberzuziehen“, sagt sie. Auch wenn die Tiere am Roßmarkt damit vorerst wohl ungefüttert bleiben.


Abgesehen davon, dass es im Text der Zeitung wiederum heißt, bei den Stadttauben handle es sich um Wildtiere, die auf die umliegenden Felder fliegen würden, wenn sie in der City nichts zu fressen finden, so hatte die Überschrift mit dem Vermelden eines angeblichen weiteren Verbotes bereits Auswirkungen.

Jasmin Poyotte wurde am Samstag beim Füttern vor ihrer neunjährigen Tochter von einem Passanten mit körperlicher Gewalt bedroht. Niemand weiß anscheinend von der Erlaubnis, am Martin Luther-Platz zu füttern…. Weder die Anwohner, noch das Personal von St. Johannis. Sogar eine erboste Kirchenhelferin beschwerte sich bei Poyotte – so sehr, dass nun Ulrike Schneider vermitteln möchte…

Wie sehr die Sache mit den Tauben und vor allem die Haltung der Stadt mittlerweile die Bürger entzweit, zeigte sich am Samstagnachmittag in der Innenstadt, als der Fahrer eines blauen Skoda mit Bad Kissinger Kennzeichen auf einen Schwarm am Boden sitzender Tauben zuraste und dabei beinahe Menschen überfuhr.

Die Polizei wurde verständigt, Fortsetzung folgt. Die Ordnungshüter wussten auch nichts von der Erlaubnis des Fütterns…. Und das alles nur wegen dem fehlenden Interesse im Rathaus am Wohl der Tiere und zusätzlich einer Falschmeldung….

Unten noch ein paar Infos:

Tauben Ammenmärchen


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