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Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft ist besorgt über die Abweichungen bei Schliesssystemen von Castro-Behältern in deutschen Zwischenlagern


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SCHWEINFURT / GRAFENRHEINFELD – Das Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft (SWAB) ist sehr beunruhigt über die Informationen zu meldepflichtigen Abweichungen bei Schliesssystemen von Castorbehältern in deutschen Atommüllzwischenlagern. Bisher wurde bekannt, dass in Brokdorf, Philippsburg und Unterweser die  „Toleranzgrenzen“ beim sogenannten Blockmass bei Castor-Deckeln überschritten werden.

In den Transport- und Lagerbehältern befinden sich hochradioaktive abgebrannte Brennelemente aus dem Betrieb von Atomkraftwerken. Die Lagerstätten sind nicht dafür ausgelegt, radioaktive Strahlung zurückzuhalten – diese Funktion sollen einzig die Castorbehälter leisten. Dass das ausreichend gelingen kann, wird seit Jahren von fachlich versierten, unabhängigen Wissenschaftlern (z.B. Oda Becker, Wolfgang Neumann, Wilfried Attenberger ) angezweifelt. Speziell das Deckel- und Dichtungssystem der Castoren steht immer wieder in der Kritik.


AOK - Keine Kompromisse

Für das SWAB stellt sich die Frage, wie sich die Situation der Castorbehälter im Atommülllager BELLA am AKW Grafenrheinfeld darstellt. Denn die BGZ (Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH), die das Atommülllager betreibt, hat die Überprüfung der Dokumente aller bei ihr eingelagerten Castor-Behälter angekündigt, nachdem zunächst in Süddeutschland „ Dokumentationsfehler“ festgestellt wurden. Auch wenn die BGZ bei den meldepflichtigen Ereignissen von „ geringfügigen“ Toleranzabweichungen spricht, hält sie offensichtlich die Überprüfung sämtlicher Castoren für nötig.


Für die Bewertung der Vorfälle in Philippsburg kommt das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg zu folgender Einschätzung: „ Die Verwendung von falschen Kontrollwerten … offenbart eine systematische Schwäche.“ Die Kontrolle des ordnungsgemässen Sitzes der Behälterdeckel nach Beladung – mit den hochradioaktiven Brennelementen – sei auf Basis falscher Vergleichswerte erfolgt. Wir sind erschüttert über den offensichtlichen Mangel an Sorgfalt in einem derart brisanten Bereich.

Die – bisher – festgestellten meldepflichtigen Ereignisse betreffen die sogenannte Blockmassdifferenz bei den Primärdeckeln (den inneren Deckeln) von Castorbehältern. Es gibt reale Abweichungen bei der Blockmass-Toleranz.

Von der BGZ wird versichert, dass für Brokdorf, Philippsburg und Unterweser die Dichtheit der Castorbehälter trotz der Toleranzüberschreitungen gegeben und ein Entweichen von Radioaktivität ausgeschlossen sei. Dennoch ist die geschilderte Situation beunruhigend und verunsichernd. Das Schweinfurter Aktionsbündnis fordert, die hiesige Bevölkerung schnell und umfassend über das Ergebnis der Überprüfung der Schliesssysteme bei den in Grafenrheinfeld eingelagerten Castoren zu informieren.



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