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So war das Rowdy River Raft Race: Rudernde Fitnessstudios, ein Doppeljubel und zerfetzte Oberteile


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SCHWEINFURT – Den Höhepunkt bitte zuletzt! Getreu diesem Motto klappte es beim 5. rotarischen Schlauchbootrennen, dem Rowdy River Raft Race auf dem Main bei Schweinfurt. „Es ist eine Mega-Ereignis und hat mittlerweile Kult-Status“, lobt Schweinfurts Oberbürgermeister Sebastian Remelé als Schirmherr diese Veranstaltung. Das Familienfest mit Rekordbeteiligung war heuer in die Landesausstellung „Main und Meer“ eingebunden, zog aber auch in den vier Jahren zuvor ähnlich viele tausende Besucher an die Gutermannpromenade wie diesmal.

Gegen 16.40 Uhr und fast sieben Stunden nach dem Beginn der Vorläufe, an denen 82 Mannschaften aus Firmen, Vereinen, Behörden oder Schulen teilnehmen, faszinierte der Endlauf der Herrenteams (bei denen einzig „Die alten Schwimmerli“ als gemischte Mannschaft teilnahmen). Die Jugendvertretung der 2010 und 2012 bereits erfolgreichen Ringer des RSV Schonungen jubelte bereits, als sie nach vier Minuten und 17 Sekunden die Strecke – zunächst ab der Disharmonie mainabwärts Richtung Wasserkraftwerk und nach einem Wendepunkt wieder zurück – absolviert hatten. Doch in ihren Augenwinkeln ungesehen hatten die „ixmal Seals“ bereits drei Sekunden zuvor die unauffällige, weil nicht vorhandene Ziellinie auf der Höhe der schwimmenden Mainbühne passiert. Der Doppeljubel ist auf den Fotos dekomentiert. Bei den Damen wiederholten die Injoy Wildwasseramazonen mit fast 20 Sekunden Vorsprung auf die Schonunger Ringerdamen ihren Vorjahressieg. Es zeigte sich also mal wieder: Teams aus Fitnesstudios und von Sportvereinen dominierten!

Es passte irgendwie zusammen: Auf der Maininsel im benachbarten Konferenzzentrum lud der Schweinfurter Motivationstrainer Jürgen Höller parallel zu seinen „Power Days“ ein. Auch da kam eine vierstellige Zahl an Besuchern, was das Verkehrs- und vor allem Parkchaos rund um den Main erklärte. Dicht an dicht standen die Besucher am Ufer. Ab Reihe drei war kaum noch etwas zu sehen von den mit jeweils elf Personen besetzten Paddlern. Auf dem Wasser freilich gehörte der Main ausschließlich den Sportlern. „Das ganze Ufer hüpft, olé olé“, sangen die Schonunger Ringer nach der Rückkehr an Land, als sie schnell die Enttäuschung über ihren knapp verpassten Sieg verdaut hatten. Immerhin belegte das zweite Team der Matten-Sportler aus dem Landkreis Schweinfurt ja auch noch den guten vierten Rang. Für die Mannschaft ist das River Race ein Teil der Vorbereitung auf die im September beginnende Oberliga-Saison. Dann soll angesichts zahlreicher Fans und hoffentlich großer Erfolge wieder die ganze Halle hüpfen…

Mitmachen und der Spaß standen am und um den Main wie immer im Vordergrund. „Die alten Schwimmerli“ gingen mit nostalgischen Badeanzügen an den Start, kamen immerhin ins Finale der offenen Klasse der Herren. Noch außergewöhnlicher waren die Herren des Teams „Die Galeere“ gekleidet. Für die zerfetzten Oberteile und die Peitschen gab´s den Sonderpreis für das originellste Outfit. Medaillen, Holzfische und Paddel bekamen alle Freizeitsportler als Lohn für ihr Tun. Die Erlöse des Rennens, überwiegend aus dem Verkauf von Speis und Trank, werden erneut an Projekte gespendet. Rund 50.000 Euro flossen so schon die letzten Jahre an diverse Institutionen und Verbände. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Das nächste Rotarian Rowdy River Raft Race findet am 29. Juni 2014 an selber Stelle statt.



Und hier noch der Nachbericht vom Rotary-Club Schweinfurt -Peterstirn:
“5. rotarian Rowdy River Raft Race”
Schlauchbootrennen für Firmen, Vereine und Verrückte

Beim wohl größten Schlauchbootrennen Deutschlands säumen mehr als 1000 Paddler sowie mehrere tausend Zuschauer und Fans das Mainufer, um gemeinsam ein heiteres Familienfest zu feiern. Während auf dem Wasser großteils verkleidete Teams mit Wellen, Gegnern und Navigationsschwierigkeiten kämpfen, wird am Ufer nicht nur lautstark angefeuert, sondern auch das reichhaltige Rahmenprogramm genossen – beispielsweise Live Bands, Kinderbelustigung, Mini-Massage, Info-Stände, Speisen und Getränke aller Art. Unterstützt von der Schaeffler AG spendet der Rotary-Club Schweinfurt-Peterstirn als Raftrace-Ausrichter den Reinerlös dieser Benefizveranstaltung (bisher rund 50.000 €) für regionale Sozialprojekte.

Die Teams mit klangvollen Namen wie River Rats, Bocksbeutel-Racingteam, Singendes Kirchenschiff, Injoy Wildwasseramazonen, Steigerwald-Express, Zillertaler Wildwassermarine, Gorschter Staustufen Kicker, Viva Barista Espressoclub, Theater Torpedos oder Wernecker Bieraten bestehen aus je 10 Paddlern/innen und einem Steuermann/frau. Frauen-, Männer- und gemischte Mannschaften gehen an den Start. Vorkenntnisse und Ausrüstung sind nicht notwendig.









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