18. 11. 2017

So war die „Stundenglas“-Premiere im Weltbio: Das hatte teilweise schon was von „großem Kino“



SCHWEINFURT – Als Freitagabend kurz vor 20 Uhr die Limousine vor dem Weltbio vorfuhr und die Crew ausstieg, über einen Roten Teppich das Kino betrat, da war das wirklich schon so etwas wie das Gefühl, bei einem großen Filmfest zu sein oder bei einer Premiere eines ganz großen Streifens. Toll gemacht, wunderbar!

„Stundenglas“ feierte seine Premiere. Rund 400 Besucher füllten zwei Säle des Weltbio bis auf den letzten Platz, darunter auch den großen. Laurenz Films hatte geladen – und irgendwie kamen alle. Ein Team um Hobby-Filmemacher und -Schauspieler hat also einen 80 Minuten-Film zustande gebracht, der in und um Schweinfurt spielt (und auch in Bad Brückenau), der unterhalten hat und der einiges erwarten lässt vom Team für die Zukunft.

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Seit wenigen Jahren erst geht Regisseur Patrick Melber (nebenbei) seinem Hobby nach und dreht. Dafür ist das, was nun zustande kam, aller Achtung wert. Klar lässt sich noch vieles verbessern: Der Ton beispielsweise, die etwas hölzernen Dialoge – aber das wird beim nächsten Streifen sicher wieder gesteigert zu noch mehr Spaß. Wobei „Stundenglas“ eher ein Drama ist und den Werdegang eines aus reichem Elternhaus stammenden jungen Mannes aufzeigt, der vor lauter Ehrgeiz in Studium und Beruf das Leben vergisst, der erst als Erwachsener den Spaß entdeckt und der sich dann anscheinend selbst umbringt, als sein bester Freund auswandert. So ganz wird das beim offenen Ende nicht klar.

Das Ende: Die Outtakes zum Finale zeigen, was in der Crew steckt, die Verabscheidung des in der Schule putzenden Polen vom Kinopublikum lassen erahnen, dass Laurenz Films irgendwann auch mal in Bully Herbig-Manier eine große Komödie drehen können. Bei „Stundenglas“ fiel auf, dass mit zunehmender Spielzeit die Umsetzung immer besser wurde. Als bei den Radtouren der Männer-Freunde beispielsweise die knallige Musik die Szenen untermalte, da hatte das wirklich was von großem Kino. Und da merkte man, dass die Crew so richtig was drauf hat, Hobby hin oder her.

Schade nur, dass die Kinobetreiber nicht auch noch das „Fuck ju Göthe 3″ wenigstens an diesem Abend für Kinosaal 1 in ein „Stundenglas“ umwandelten an der großen Ankündigungstafel über dem Eingang. Dann wäre es perfekt gewesen. Doch das kann ja 2018 noch kommen, wenn mit „Alone“ der nächste Streifen von Patrick Melber und Laurenz Films zu sehen sein wird. Um Halloween herum geht es dann nicht um die Zeit, die einem Menschen bleibt, sondern um die verschiedensten Ängste. Und wetten, dass die Vorführung dann wieder ausverkauft sein wird?

Besonders bemerkenswert: Laurenz Films bat im Kino nicht etwa um Spenden für die teure Finanzierung des Hobbys der Crew. Sondern um die Unterstützung von Organisationen, die Patrick Melber, Nicolas Lommatzsch und Max Oppmann am Herzen liegen. Und die nennen wir an dieser Stelle gerne. Als da wären:
www.kretapfoetchen.net
IMPRESSUM
www.cretancatalist.eu
Unterstützung ausdrücklich erwünscht!!!







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