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Staatssekretär Marco Wanderwitz startet gemeinsam mit Oberbürgermeister Sebastian Remelé offiziell den Bau der Carusallee


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SCHWEINFURT – Es ist soweit – mit dem offiziellen Spatenstich am 02.10.2020 beginnt nun die sichtbare Umsetzung der Carusallee als ein für Schweinfurt bisher einzigartiges Vorhaben aus dem Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus.

Ziel dieses Programms ist die Förderung von Projekten mit überregionaler Bedeutung und besonderem Innovationspotential. Die Förderung des Bundes beträgt 4 Millionen Euro. Diese wurden der Stadt Schweinfurt für ihre Idee der Carusallee als neue Grünverbindung in der Konversionsliegenschaft „Ledward Barracks“ im Dezember 2016 zugesprochen.


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Vorausgegangen war ein bundesweites Auswahlverfahren mit 116 Anträgen, in welchem die Carusallee die maximale Punktzahl und damit als einer der wenigen Bewerber den Zuschlag erhielt. Es folgte in mehreren Formaten eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit und ein Jahr später schließlich die Auslobung eines Planungswettbewerbs, den die renommierten Münchner Landschaftsarchitekten und Stadtplaner lohrer.hochrein für sich entscheiden konnten.

Die Leitidee der Planer besteht im ablesbaren Wandel von der ehemaligen militärischen Liegenschaft hin zu einem zukunftsorientierten Quartier. Bewusst wird das Bild einer landschaftlich strukturierten hainartigen Allee als Gegensatz zur militärischen Ordnung gewählt.


Eine Ansammlung freier Baumindividuen interpretiert die streng ordnende Struktur einer Allee neu. Die Grundidee eines lichten Hains bezieht sich auf den Namensgeber Carl Gustav Carus, der neben seiner naturwissenschaftlichen Profession auch als in der Romantik verwurzelter Maler tätig war.

Mit der Carusallee erhält das ehemalige Kasernengelände eine gliedernde grüne Mitte, die die auf dem Gelände geplanten Hochschuleinrichtungen sowohl in sanierten Bestandsgebäuden (Studentenwohnheim oder Verwaltungsgebäude) als auch in Neubauten wie der 1. Bauabschnitt der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) verbindet.

Weitere, die Carusallee flankierende Hochschulbauten, wie ein Lehrzentrum für den neuen Studiengang Robotics, sind in Planung.

Das breite, schattige grüne Band wird durch unterschiedliche Oberflächen wie beschichteter Asphalt, wassergebundene Decke, lockerer Kies, Sportbeläge, Rasen und Wiesenflächen, bis hin zu Staudenmatten differenziert.

Die mittigen, grünen Inseln – zum Teil als Wiesenhügel, zum Teil als Mulden ausgebildet – unterstreichen die räumliche Wirkung. Gleichzeitig werden die Mulden als Retentionsraum genutzt, so dass das anfallende Regenwasser zeitlich verzögert und vorgereinigt zu den zwei unterirdischen und damit quasi unsichtbaren Versickerungsanlagen abgeleitet wird. Durch dieses innovative und nachhaltige Entwässerungskonzept kann das städtische Abwassersystem entlastet werden.

Hervorstechend ist eine Insel mit orangem Tartanbelag, Basketballkörben, bodengleichen Trampolins und künstlichen Hügeln im Ostteil der Carusallee. Die zentrale Aktivzone weist mit einem kleinen modellierten Bereich („Pumptrack“) für Skater, Biker und andere, sowie einem Beachvolleyballfeld weitere sportliche Aktivitäten auf. Die Ausstattung in einprägsamer Formensprache ist optisch dezent und doch langfristig robust. So sind Sitzscheiben und Sitzschlangen aus weißem Beton vor allem im Platzbereich vor dem FHWS-Neubau, sowie fest eingebaute Liegestühle aus Holz und Stahl in der gesamten Carusallee vorgesehen.

Bodengleiche runde Wasserflächen mit steuerbaren Fontänen korrespondieren zu den runden Sitzscheiben im Platzbereich. Ein Lichtkonzept mit differenzierten Lichtpunkthöhen rundet das differenzierte Freiraum-konzept ab.

Die im Rahmen der Kostenberechnung prognostizierten Herstellungskosten von rd. 6,2 Mio € (bei rd. 6,6 Mio € Gesamtmaßnahmenkosten) werden, nach aktueller Kostenfortschreibung beziehungsweise den bislang vorliegenden Ausschreibungsergebnissen, eingehalten.

Der Bauzeit der Carusallee erstreckt sich von Mitte 2019 bis Ende 2020. Vorangegangen sind Entsiegelungs- und Rückbauarbeiten (2018), erforderliche Spartenverlegungen durch die Stadtwerke, sowie der Bau der unterirdischen Rigole im Bereich der Aktivzone (Frühjahr 2019).

Mit der Ausführung wird im Osten der Carusallee im Umfeld des FHWS- Neubaus begonnen und sich dann nach Westen zu den Flächen der seit Anfang Juli 2019 vorzeitig geräumten Erstaufnahmeeinrichtung „vorgearbeitet“.

Ziel ist es, den östlichen Teil der Carusallee – inklusive des Campusplatz Süd als Verknüpfung des FH-Neubaus mit dem Bestandsgebäude 214 bzw. 21 – zum Semesterbeginn 2020/2021 weitestgehend fertigzustellen

Auf dem Bild: Offizieller Spatenstich für den Bau der Carusallee – von links: Prof. Robert Grebner, FH Würzburg-Schweinfurt, Baureferent Ralf Brettin, Marco Wanderwitz, Parlamentarischer Staatssekretär, Bundestagsabgeordnete Dr. Anja Weisgerber, Jochen Lange, Regierungsvizepräsident, Oberbürgermeister Sebastian Remelé



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