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Stadtwald oder Landesgartenschau: Wie wär´s mit einem Stadtsee, einer Festwiese oder einem Amerika-Museum?


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SCHWEINFURT – Am 20. Januar wird sich beim Bürgerentscheid zeigen, wofür der Schweinfurter stimmt: Für einen Stadtwald auf dem Gelände der einstigen Ledward-Barracks neben dem Willy-Sachs-Stadion – oder für die bereits vom Stadtrat abgesegnete Landesgartenschau 2016.

sw1.news startete ja eine Umfrage zum Thema. aktueller Stand: Fast 100 Abstimmende mehr sind für den Stadtwald als für die Landesgartenschau, noch mehr Leute aber lehnen beide Vorschläge für das Gelände ab.

Die Frage stellt sich, was man mit dem zu investierenden Geld (vor allem für eine Landesgartenschau) Besseres machen könnte und was auf dem Areal entstehen könnte, wenn weder LGS noch Stadtwald sich realisieren ließen. sw1.news hätte noch ein paar Ideen:

* Stadionneubau:
Der FC 05 will in den Profifußball – und er weiß zu genau, dass dann die denkmalgeschützte Tribüne im Willy-Sachs-Stadion viel zu klein wäre – und dass man aicherlich in dem romantischen, aber eben für moderne Zwecke in die Jahre gekommenen Rund auch keine Bäume rausreißen kann, oder zumindest nicht sollte. Also muss irgendwann eine neue Arena her – warum nicht an dieser Stelle? Ein 15.000 Mann-Stadion, voll überdacht, ausbaubar auf 25.000 Plätze. So wie das auf dem Bild von Zweitligist SC Paderborn.
Und eigentlich müsste dann ja sogar noch Platz sein für eine neue Eishalle. Denn im alten Icedome ohne Komfort und mit schlechter Sicht werden die Mighty Dogs sicherlich nie mehr nach oben kommen können. Das Potenzial für Eishockey in der DEL 2 wäre aber vorhanden in Schweinfurt – doch eben nur in einer neuen Arena. Am Standort des bisherigen Icedomes kann man dann ja einen „Bellevue-Park“ anlegen – da haben dann auch die Niederwerrner etwas davon.
Die neue Stadthalle, die hier an der Niederwerrner Straße ebenfalls entstehen soll, darf dann ruhig auch größer ausfallen und mit Rängen für bis zu 4000 Leute versehen werden. Für tolle Konzerte oder Handball oder Basketball mal in der Bundesliga. Nannte sich Schweinfurt nicht mal „Stadt des Sports“?
Foto: SC Paderborn 07



* Volksfestplatz 2:
Der bisherige Volksfestplatz ist ja nicht unbedingt der allergrößte. Es gibt zudem Konzepte, ihn zu bebauen mit Wohnungen, gerne für die nicht ganz so reichen Schweinfurter. Dafür könnte dann auf dem Areal der Kaserne der Nachfolger entstehen: Auf einer größeren Fläche, auf der man die Ufra erweitern könnte und natürlich das jährliche Volksfest. Weitere Veranstaltungen wären möglich. Ist der Platz zu groß, dann darf darauf gerne auch noch geparkt werden während der Events. Der FC 05 lässt dort seine Fans die Auto abstellen – und auch unter der Woche parken dort die Besucher und Pendler und werden von Stadtbussen mit einem Gratis-ÖPNV abgeholt und in die Innenstadt sowie zu den Arbeitsplätzen gefahren.

* Stadtsee mit besonderen Wohnungen:
Natürlich lässt sich das Areal wunderbar bebauen und mit Wohnraum ausstatten. Aber bitte nicht 08/15, sondern mit einem romantischen See in der Mitte, um den herum sich exklusivere Häuser reihen. Hinter denen stehen dann einfachere Blocks für die nicht gaanz so zahlungskräftigen Schweinfurter für kleinere bis mittelgroße Mietswohnungen. Gastronomie und ein kleiner Einkaufsladen sorgen am Rande dafür, dass dieser neue Stadtteil „Campus“ belebt sein wird.
Foto: www.breeze-living.de



* USA-Museum:
Museen hat Schweinfurt schon genug, aber an dieser Stelle würde sich doch wirklich ein USA-Museum anbieten. Eines, in dem man nicht nur an die Zeit der Amerikaner in Schweinfurt erinnert, sondern auch Indianer, Cowboys und Sheriffs zeigt, die nachgebaute Freiheitsstatue, eine interaktive Fahrt über die Route 66. Natürlich gibt´s dazu einen Burgerking, einen Pizz-Hut, Country-Music wird rauf und runter gespielt, ein Elvis-Double tritt auf. An Thanksgiving werden Truthähne serviert. Ein kleines, nachgebautes Disneyland hat eine Geisterbahn in einem Märchenschloss und bietet eine Darkride-Achterbahn. Und zur Einweihung kommt Donald Trump höchstpersönlich.

* Kleingartenanlage:
Das wäre die einfachste Lösung: Einfach die „Alte Warte“ von nebenan erweitern! Jeder Kleingarten muss zwingend drei Bäume pflanzen. Das Obst und Gemüse ernten alle Besitzer zusammen und veranstalten mehrfach im Jahr Feste für alle anderen Stadt- und Landkreis-Schweinfurter. In der Mitte der Anlage entsteht ein Waldorfkindergarten und eine Waldorfschule. Andere Kindergärten und Schulen bekommen für Unterricht an der frischen Luft ein großes Klassenzimmer inmitten der Natur. Die Häuschen der Kleingärten werden alle mit Strom und Wasser versorgt und grundsätzlich etwas grüßer als üblich, damit man dort auch problemlos im Winter übernachten kann.

* Festwiese:
Warum nicht eigentlich einfach nur eine schöne, überdimensionale Wiese anlegen, auf der im Sommer die Bienen summen oder die Jungs aus der Nachbarschaft bolzen können? Und einmal im Jahr veranstaltet die Stadt darauf dann ein riesengroßes Festival, so wie einst Woodstock, mit Bands wie den Rolling Stones oder mindestens Depeche Mode oder AC/DC und an die 100.000 Besucher.

* Next Level:
Was Christian Hasler nicht weit davon entfernt im Kesslerfield in der ehemaligen Bowlingbahn der Amerikaner eröffnet hat, könnte ja wie die wenigen Meter entfernt das Therapie- und Trainingszentrum erweitern. Warum nicht ein Freiluft-Fitnessgelände mit einer angrenzenden Laufhalle und einer Unterkunft für Patienten und Trainierende, die länger bleiben? Da kann dann auch ein Open-Air-Fitnessbereich in einem kleinen Wald integriert sein oder eine Joggingstrecke – zusammen mit der geplanten Carus-Allee.
Foto: Next Level

* Stadtwald-LGS:
Ja verdammt, warum denn eigentlich nicht: Eine Landesgartenschau veranstalten, die auf der Idee eines Stadtwaldes basiert. Bald anzulegen, mit dann 2026 schon einigermaßen großen Bäumen, mit Lichtungen, einem See, einer schönen Waldgaststätte, Spazierwegen und natürlich auch ein paar besonderen Pflanzen, wie man sie eben in einem Wald finden kann. Und einem – vorausblickend – Baumwipfelpfad mit Baumhaus-Hotel. Das wäre für eine LGS ein völlig neues, zeitgemäßes Konzept. Als temporäres oder notfalls natürlich auch dauerhaftes Highlight könnte eine solarbetriebene Bahn über dem Wald schweben und ein überdemensionales Windrad mit Aufzug und Turmrestaurant sowie Aussichtsplattform die Leute anlocken. Vielleicht könnte Schweinfurt diese Schau dann sogar schon 2024 veranstalten, weil da noch ein Ausrichter gesucht wird, nachdem sich Erlangen zurückzog – abgelehnt wegen eines Bürgerentscheids, wie auch Traunstein 2022, wenn nun Freyung Ausrichter sein wird.

Foto: www.schweinfurt.bundesimmobilien.de. Es zeigt – mit rotem Rand – die gesamte Konversionfläche der „Ledward Barracks“ aus der Luft. Und mit grünem Rand in etwa den für Landesgartenschau oder Stadtwald vorgesehenen Bereich auf diesem Areal.









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Ein Kommentar

  1. Ihr habt echt gute Ideen – besser als der übliche, ideenlose LGS im Mainstream.

    Stadtsee mit Wohnungen:
    Euer Foto Phoenix-See in Dortmund: das ist eine Erfolgsgeschichte! Das ist eine Industriebrache, vergleichbar mit einer Kaserne: Wasser funktioniert da, aber keine Anpflanzung großer Bäume. In SW wegen des Bodens unter 75 Jahre alten Panzer-Betonplatten! Wurzeln für Laubbäume müssen bekanntlich so tief reichen, wie die Bäume hoch sind. Deshalb würden hier nur Büsche wachsen!

    Mehrzweckarena – aber mit Kongress!
    Eine neue Stadthalle für 4.000 Personen, auch für Basketball, also eine Mehrzweckarena, bringt erfahrungsgemäß eine Million Euro Defizit im Jahr. Deshalb lehnte einst G. Grieser einen diesbezüglichen Vorschlag der SPD ab. Aber ohne Sport, nur als große Veranstaltungshalle (Konzerte etc.), in Verbindung mit einem Zentrum für Großkongresse wäre das profitabler. Als ideale Ergänzung zur Maininsel, mit kleineren Konferenzen, könnte so die Stadt das gesamte Kongress-Spektrum abdecken! Das Würzburger Kongresszentrum aus den 1980er Jahren genügt trotz moderatem Ausbau nicht mehr heutigen Anforderungen für Großkongresse, die abgesagt werden müssen. SW ist die mit dem Auto leicht erreichbarste Stadt Deutschlands. Auch die Bahnverbindungen werden zunehmend besser: Bamberg an der Schnellstrecke München- Berlin und ab 2028 der neue IC Bamberg-SW-Stuttgart. In WÜ bringen Kongresse 300.000 Übernachtungen p. a. Die ca. 230.000 Übernachtungen in SW könnten auf über eine halbe Million steigen, mit vielen wirtschaftlichen Folgewirkungen!

    Universität Würzburg-Schweinfurt:
    Die Unikliniken in WÜ platzen aus allen Nähten. Ein riesges Gebiet eines Gutshofs soll für über eine Milliarde Euro überbaut werden! An der Nordseite des Talkessels, wo frische Luft vom Gramschatzer Wald herströmen kann, würde Feldboden versiegelt und im Sommer weitere Hitze erzeugt! Der WÜer Talkessel ist jetzt schon am Verkehrs- und Stresslimit! Wo soll das bei zunehmender Sommerhitze noch hinführen? Das kann lebensgefährlich für Alte und Kranke werden. Das Gebiet müsste zudem völlig neu erschlossen und mit Energie versorgt werden. Deshalb käme das Projeht so teuer. In Ledward ist alles schon da, einschließlich Fernwärmeleitungen, die aber schlecht für den Stadtwald wären. Das Leo ist bei Studenten ein beliebtes Lehrkrankenhaus der Uni WÜ. Fresenius hat sein größtes Werk in SW und baut jetzt hier ein Entwicklungszentrum. Da könnten neue Bereiche der Uni WÜ in Ledward viel preiswerter aufgebaut werden. WÜ hat zudem Probleme durch zu viele Studenten und SW soziale Probleme durch zu wenige! Gute Landesplanung sollte ausgleichend wirken und könnte hier zudem viele Fliegen mit einer Klappe schlagen.

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