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Statusupdate: Wie ernst ist die Lage im St. Josef-Krankenhaus der Stadt Schweinfurt


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SCHWEINFURT – Die allgemeine Corona-Lage ist im ganzen Land auf besorgniserregendem Niveau. Doch wie ist die Lage in unseren Krankenhäusern? Wir haben für Dich im St. Josef-Krankenhaus nachgefragt.

Wie viele Covid-19-Patienten behandeln sie aktuell, wie viele davon intensiv?
Stand heute (15.11.21) haben wir 4 Covid-Patient/innen (3 davon ungeimpft) auf unserer Intensivstation, die auch beatmet werden müssen. Auf unserer Covid-Station werden 8 Patient/innen betreut.


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Wie viele Intensivbetten (Covid-19-conform) haben Sie aktuell?
Wir haben auf unserer Intensivstation insgesamt 14 Betten, davon sind 4 Überwachungsplätze als Intermediate Care Station eingerichtet. Es stehen 10 Beatmungsplätze zur Verfügung. Im Notfall könnten wir 4 weitere Beatmungsplätze betreiben. Allerdings hängt dies von der Verfügbarkeit des Personals ab.


Wie viele davon sind aktuell frei/belegt?
Stand heute (15.11.21) sind alle unsere Intensivbetten belegt – eine Situation, wie wir sie schon seit Wochen haben. Wir betreuen und behandeln verstärkt weitere schwer erkrankte Patient/innen intensivmedizinisch – unabhängig von geplanten Operationen – mit z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, anderweitigen Lungenerkrankungen, Krebserkrankungen usw.

Gibt/gab es bereits Engpässe?
Es muss noch immer tagtäglich abgewogen werden, ob aufwendigere Operationen wegen der knappen Intensivkapazitäten durchgeführt werden können. Einige elektive (geplante) Eingriffe mussten bereits verschoben werden.

Wie beurteilen Sie die Lage für Ihre Klinik?
Die Betten unserer Intensivstation sind schon vor der Corona-Pandemie zu rund 90 Prozent ausgelastet gewesen, was unter anderem daran liegt, dass wir ein Akutkrankenhaus der Grund- und Regelversorgung sind. Die Corona-Pandemie sorgt jedoch dafür, dass auf unserer Intensivstation zusätzlich, schwer an Covid-19 erkrankte Patient/innen betreut werden müssen – und das unter erschwerten Bedingungen. Diese schon lange andauernde Extremsituation bringt unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusehends an ihre Belastungsgrenze.

Was ist Ihr Rat für unsere Leser?
Wir appellieren an alle, die noch nicht geimpft sind: Lassen Sie sich impfen! Zwar verhindert das Impfen nicht, dass man an Covid-19 erkrankt. Jedoch verhindert die Impfung einen schweren Verlauf der Erkrankung, was wiederum die Krankenhäuser entlastet. Zudem sollten sich Menschen, die über 60 Jahre alt sind, und solche mit Risikofaktoren der Booster-Impfung unterziehen.

Wichtig ist außerdem, dass sich alle an die Hygieneregeln halten: Mindestens 1,50 Meter Abstand zueinander halten. Hände regelmäßig waschen und desinfizieren. In geschlossenen Räumen und wo erforderlich die FFP2-Maske tragen.

Was wünschen Sie sich von der Politik/Stadt?
Wir würden uns wünschen, dass die Bevölkerung wieder verstärkt getestet wird. So könnten Corona-Infektionen schneller festgestellt und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden. Zudem wären einheitliche Regeln wünschenswert.

Was möchten Sie noch sagen?
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – unter anderem am Empfang, in der Notaufnahme, auf den Stationen – werden immer öfter von Patient/innen oder deren Angehörigen angepöbelt, beschimpft und für Situationen verantwortlich gemacht, für die sie nichts können.

Wir wünschen uns mehr Verständnis: Für die Zwänge, denen unsere Mitarbeitenden unterliegen. Für die angespannten Situationen, unter denen die Kolleg/innen arbeiten müssen. Dafür, dass es manchmal eben länger dauert – weil erst Hygienemaßnahmen eingehalten werden müssen oder weil ein Notfall dazwischen kommt. Dafür, dass wir auf die geltenden Hygienemaßnamen hinweisen und dass wir auf deren Einhaltung achten.

>>> Wie ist die Lage im Leopoldina-Krankenhaus der Stadt Schweinfurt? >>>


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