Home / Lokales / Steigerwaldbahn: „Gerhard Eck ist dem Kreistag Schweinfurt in den Rücken gefallen“

Steigerwaldbahn: „Gerhard Eck ist dem Kreistag Schweinfurt in den Rücken gefallen“


Sparkasse

LANDKREIS SCHWEINFURT – Kein Engagement für die Anliegen der Region sehen die Grünen-Kreistagsfraktionen aus Schweinfurt und Kitzingen, sowie die Stadtratsfraktion Schweinfurt, bei einigen Abgeordneten aus der Region.

Obwohl sowohl die Kreistage Schweinfurt und Kitzingen, wie auch der Stadtrat Schweinfurt sich mit Beschlüssen gegen die Entwidmung der Bahnstrecke Schweinfurt – Kitzingen wenden und für eine Prüfung der Potentiale der Steigerwaldbahn eintreten, wurden entsprechende Anträge von Grünen und SPD im Bayerischen Landtag mit Stimmen von Abgeordneten aus der Region abgelehnt.


Anwälte Niggl, Lamprecht & Kollegen

Diese Abgeordneten, darunter Gerhard Eck (CSU), Gerald Pittner und Anna Stolz (beide Freie Wähler) wissen und nehmen in Kauf, dass dies der Todesstoß für die Steigerwaldbahn sein könnte. Aktuell laufen Verkaufsverhandlungen der DB mit Schrotthändlern, die dann die Bahnstrecke abwickeln würden.

Besondern im Focus der Grünen ist hier der Donnersdorfer Abgeordnete Gerhard Eck (CSU). Der Staatssekretär im Innenministerium vertritt als direkt gewählter Abgeordneter den Stimmkreis Schweinfurt. Eck hat im Landtag gegen die Anträge gestimmt. Seine Kitzinger Kollegin Barbara Becker (CSU) hat sich der Stimme enthalten. „Gerhard Eck ist dem Kreistag Schweinfurt, aber auch der Stadt Schweinfurt mit seinem Abstimmungsverhalten in den Rücken gefallen“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Kreistag Schweinfurt, Walter Rachle, „obwohl Eck selbst dem Kreistag angehört“. Im Kreistag Schweinfurt hat bekanntlich auch ein großer Teil der CSU-Fraktion, darunter auch der CSU-Landratskandidat Lothar Zachmann, gegen die Entwidmung und für die Prüfung durch die staatliche Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) gestimmt. Rachle sieht die Interessen des Landkreises durch den örtlichen Abgeordneten im Landtag nicht gewahrt.


Grünen-Landtagsabgeordneter Paul Knoblach, der Initiator des Grünen-Antrags im Landtag, fordert den Bayerischen Verkehrsminister Dr. Reichhart auf, die Beschlüsse der beiden Landkreise und der Stadt Schweinfurt endlich zur Kenntnis zu nehmen. „Die Behauptung des Staatsministers, es gebe keinen Beschluss das ÖPNV-Konzept auf die Bahn abzustimmen, ist eindeutig falsch“, kritisiert Knoblach. In seinem Beschluss hatte der Kreistag am 14.03.2019 auch zugesichert, im Falle der Reaktivierung den gesamten ÖPNV und insbesondere die Buslinien in einem neuen Konzept anzupassen. Dies geschieht bereits mit der Erarbeitung eines neuen Mobilitätskonzept des Landkreises. Die Voraussetzungen sind somit gegeben. Der Minister, aber auch Staatssekretär Eck, wissen dies.

Knoblach und auch die Grünen-Kreistagsfraktion kritisieren, dass sowohl der Minister wie auch die regionalen Abgeordneten von CSU und Freien Wählern ihren eigenen Koalitionsvertrag von 2018 entweder nicht kennen oder sich darüber hinwegsetzen. Dort heißt es: „Stillgelegte Eisenbahnstrecken wollen wir dort reaktivieren, wo es sinnvoll und möglich ist.“ Die Reaktivierung der Steigerwaldbahn ist sinnvoll und möglich! Zumindest sollte dies vor einer endgültigen Zerschlagung der Strecke ordentlich geprüft werden, statt immer nur weitere Millionen einseitig in den Straßenbau zu setzen.

Die Grünen-Politiker und die Fachleute sehen im Schienenverkehr die umweltfreundlichere Mobilitätsalternative. Eine reaktivierte Bahn trägt zur Reduzierung von Treibhausgasen und Schadstoffen bei. Für die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag Kitzingen, Christa Büttner, zeigt die CSU, daß für sie der Klimaschutz nur ein Lippenbekenntnis ist, wenn sie die Stilllegung von Bahnstrecken nicht verhindert.

Die Schweinfurter Stadträtin Ayfer Rethschulte befürchtet, dass die jetzt bei der Steigerwaldbahn eingesparten Finanzmittel für die Finanzierung der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München verwendet werden. Die geplante rund 10 km lange S-Bahnstrecke kostet nach Berechnungen der Bahn aus dem Jahr 2016 3,8 Milliarden Euro. Davon hat der Freistaat rund 1,3 Milliarden zu tragen. „Die Last der Entwicklung der Metropole München trägt das gesamte Land mit und die ländlichen Regionen bleiben dabei auf der Strecke“ kritisiert Rethschulte die Politik der Staatsregierung. „Gerade von unseren regionalen Abgeordneten hätte ich mir eine Entscheidung zugunsten der regionalen Mobilität und des Klimaschutzes unserer Region gewünscht. Auch dafür wurden sie aus ihrer Heimatregion gewählt. Mit dieser Abstimmung wurden wir mal wieder abgehängt.“ ergänzt die Schweinfurter Stadträtin.

Auf den Fotos:
* Die Grünen in der Region wollen die Gleissperren auf der Steigerwaldbahn aufheben. Von links: Landtagsabgeordneter und Kreisrat Paul Knoblach, Reginhard von Hirschhausen (Stadtrat Schweinfurt), Gerold Schömig (Gemeinderat Sennfeld) und Thomas Vizl (Stadtrat Gerolzhofen, Kreisrat). Foto Kreisverband Grüne.
* Transparent der Bahnfreunde in Gerolzhofen. Foto: Kreisverband Grüne.



Heute mal ausgehen? Wie wäre es mit:
Yummy
Gastro-Musterbanner
Ozean Grill
Pure Club
Geiselwind oben
Geiselwind oben -- Clone
Pinocchio
Bei Dimi
Eisgeliebt
Du willst hier auch DEINE Werbung sehen?








© 2fly4 - Alle Angaben ohne Gewähr!
Endzeiten der Events sind Schätzungen!
Fotos ggf. beispielhaft!
Kommentare von Lesern stellen keinesfalls die Meinung der Redaktion dar!

#Schweinfurt #News #Nachrichten #Veranstaltungen #Events

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.