Home / Lokales / Stiftung dankt Keßler-Rosa für sein nimmermüdes Engagement: Schweinfurt hilft Schweinfurt half erneut über 130 Mal aus einer Notlage
Auf dem Bild: Bei der Frühjahrsversammlung der Stiftung Schweinfurt hilft Schweinfurt wurde Diakoniechef Jochen Keßler-Rosa nach 20-jährigen Wirken als Vorstandsmitglied verabschiedet. Seinen Platz übernimmt satzungsgemäß sein Nachfolger bei der Diakonie, Carsten Bräumer. Im Bild von links Kuratoriumsvorsitzende Christiane Michal-Zaiser, Keßler-Rosa, Bräumer und Stiftungsvorstand Karl-Heinz Körblein. Foto Hannes Helferich

Stiftung dankt Keßler-Rosa für sein nimmermüdes Engagement: Schweinfurt hilft Schweinfurt half erneut über 130 Mal aus einer Notlage


Sparkasse

SCHWEINFURT – Die beim legendären Bonnmarsch 1993 eingesammelten Spenden von ein paar Tausend noch Deutsche Mark waren der bescheidene Grundstock für die vom Schweinfurter Tagblatt und der Diakonie im damaligen Krisenjahr ins Leben gerufene Hilfsaktion für Menschen in Not. 2002 wurde „Schweinfurt hilft Schweinfurt“ eine Stiftung, die seitdem rund 800.000 Euro eingesammelt hat.

Das verriet Kuratoriumsvorsitzende Christiane Michal-Zaiser bei der Frühjahrsversammlung mit einem lachenden, aber auch einem weinenden Auge, weil Jochen Keßler-Rosa mit seinem Ausscheiden als Chef der Diakonie satzungsgemäß auch seinen Vorstandsstuhl in der Stiftung räumen muss.


Mezger

Der nun ausscheidende Keßler-Rosa sei maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt gewesen, sagte die Schweinfurter Rechtsanwältin. Er habe „soziale Wege erspürt“ und das große Vertrauen der Bevölkerung in die Stiftung mit erarbeitet, so Michal-Zaiser. Ähnlich formulierte es Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Körblein, der Keßler-Rosa für sein professionelles Wirken bei der Gründung der Stiftung und dem Öffnen so vieler Türen dankte. Der frühere Redaktionsleiter machte Keßler-Rossa auch für das von Anfang an „hervorragende Miteinander“ in den Stiftungsgremien verantwortlich.


„Ja, die Stiftung ist etwas ganz Besonderes, weil sie lebendig ist, sich nicht bevorzugt um Geldanlagen kümmert, sondern aktiv hilft“, erklärte Keßler-Rosa. Viele Einrichtungen und Menschen wüssten heute, dass es die in Notlagen helfende Stiftung gebe. Die Kombination aus dem Wohlfahrtsverband mit den meisten Kontakten und dem immer noch wichtigsten Medium sei sicherlich einer der Gründe, „dass es gut funktioniert“.

Auch in den beiden Corona-Jahren 2020 und 2021 konnte wegen der weiterhin erfreulichen Spendenbereitschaft, darunter vor allem eine Spende der Gert-Riedel-Stiftung über 25000 Euro, im bisherigen Maß geholfen werden. Insgesamt rund 40.000 Euro standen in diesen beiden Jahren für Einzelfallhilfen zur Verfügung. Bei durchschnittlich 350 Euro pro Einzelfall konnte in beiden Jahren in insgesamt 114 Fällen unter die Arme gegriffen werden.

Bis Mitte April diesen Jahres unterstütze die Stiftung 23 Mal mit durchschnittlich 300 Euro. Unter die Arme griff Schweinfurt hilft Schweinfurt einer Familie, die endlich aus ihren bisher feuchten vier Wänden ausziehen konnte. Der Schimmel hatte allerdings einige Möbel unbrauchbar gemacht. Die neuen Kinderzimmermöbel hat die Stiftung bezahlt. Gekauft wurde ein Hochbett für die Kinder einer alleinerziehenden Mutter. Nach einem Feuer war einiges Mobiliar verbrannt, aus Unwissenheit war die Familie nicht versichert. Ein alleine lebendender Auszubildender freut sich über einen Drucker, den er mit seinem Einkommen nicht hätte finanzieren können. Eine fünfköpfige Familie beantragte erfolgreich einen Trockner: In der kleinen Wohnung ohne Keller/Dachboden war die Gefahr von Schimmelbildung durch die aufgehängte Wäsche zu groß.

Wie in allen Jahren zuvor fließt auch 2022 ein Betrag von 10 000 Euro in das Projekt „FIT beim Energiesparen – Energieberatung für einkommensschwache Haushalte“. Bei diesem auch mit Geld der Diakonie unterstützten und seit Jahren erfolgreichen Projekt spüren Energieberater in den Wohnungen Stromfresser auf. Die Stiftung wiederum hilft beim Austausch oft uralter Geräte. Verhindert wird somit die vielen Haushalten sonst drohende Stromsperre. Zum FIT-Projekt gehören auch eine Sozialberatung und Gespräche mit den Energieversorgern mit dem Ziel, drohende Energiesperren abzuwenden.

Dass das Energiethema wegen des Ukrainekriegs in naher Zukunft ein noch größeres Problem werden wird, verdeutlichte Helmtrud Hartmann von den offenen sozialen Diensten der Diakonie. Die Kosten für Strom, Gas und Öl steigen, zu beobachten sei schon jetzt, dass sich immer mehr Familien verschuldeten. Die Stiftung wird hier gefordert sein und will auch helfen – so weit möglich.

Keßler-Rosa lenkt noch bis Mitte des Jahres mit seinem Nachfolger Carsten Bräumer die Geschicke der Diakonie. Bräumer wird im Juli in den Stiftungsvorstand nachrücken. Der aktuellen Sitzung wohnte er schon bei. Der Weg zurück in die Stiftung unter anderem als Beirat ist für Keßler-Rosa denkbar. Körblein und Michal-Zaiser animierten den Noch-Diakonie-Chef dazu.

Weil Hilfe weiter nötig ist, hier die Kontonummer der Stiftung „Schweinfurt hilft Schweinfurt“ bei der Sparkasse IBAN DE15 7935 0101 0000 0323 26. Die Stiftung stellt Spendenquittungen fürs Finanzamt aus.

Auf dem Bild: Bei der Frühjahrsversammlung der Stiftung Schweinfurt hilft Schweinfurt wurde Diakoniechef Jochen Keßler-Rosa nach 20-jährigen Wirken als Vorstandsmitglied verabschiedet. Seinen Platz übernimmt satzungsgemäß sein Nachfolger bei der Diakonie, Carsten Bräumer. Im Bild von links Kuratoriumsvorsitzende Christiane Michal-Zaiser, Keßler-Rosa, Bräumer und Stiftungsvorstand Karl-Heinz Körblein.
Foto Hannes Helferich

ANZEIGE - Heute mal ausgehen/bestellen? Wie wäre es mit:
Naturfreundehaus
Maharadscha


Nutze die kleine rote Glocke unten rechts um aktuell informiert zu werden!
Folge uns auf Facebook | Instagram


© 2fly4 - Alle Angaben ohne Gewähr!
Fotos sind ggf. beispielhafte Symbolbilder!
Kommentare von Lesern stellen keinesfalls die Meinung der Redaktion dar!