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Technische und ökologische Maßnahmen sollen gegen Überflutungen helfen: Schonungen rüstet sich gegen Hochwasser- und Starkregengefahren


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SCHONUNGEN – In regelmäßiger Häufigkeit treten Hochwasser- und Starkregenereignisse in der Region auf und sorgen für hohe Sachschäden oder stellen gar eine Gefahr für Leib und Leben dar. Dabei geht nicht mehr nur alleine ein Risiko vom Main aus – es sind besonders kleine Rinnsale, die zu reißenden Bächen anschwellen können, wenn ein lokales Starkregenereignis auftritt.

Aufgrund des vorherrschenden Klimawandels werden derartige Wetterextreme häufiger in Erscheinung treten, ist sich Bürgermeister Stefan Rottmann sicher. Eine Flächengemeinde wie Schonungen mit vielen Ortsteilen kann sich nur bedingt vor diesen Gefahren schützen. Das schwere Hochwasserereignis im Ahrtal (Rheinland-Pfalz) im vergangenen Jahr hat gezeigt, dass auch Überschwemmungsereignisse eintreten können, bei denen es nur darum gehen kann, Menschenleben zu schützen bzw. zu retten, da ein solches extremes Hochwasser nicht aufzuhalten ist.


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Bürgermeister Stefan Rottmann hat in seiner Eigenschaft als Sprecher des Schweinfurter OberLands das Thema „Hochwasser/Starkregen“ kürzlich auch in der Allianz auf die Tagesordnung gesetzt. Vom Wasserwirtschaftsamt waren Andreas Kirchner und Christian Heitel anwesend und berichteten über mögliche Vorgehensweisen, Strategien und Förderprogramme.


„Wir wollen hier weiter wachsam bleiben und notwendige Maßnahmen ergreifen!“, erklärt Bürgermeister Stefan Rottmann. Dazu sollen Gebiete definiert und Problemzonen bzw. neuralgische Punkte ausfindig gemacht werden. Konkret geht es um Bereiche, die regelmäßig von Überflutungen betroffen sind oder Risiken von Sturzbächen und Hochwasser bestehen. Mithilfe eines qualifizierten Konzepts sollen Maßnahmen entwickelt werden, die zu einem effektiveren Schutz beitragen. Wie Rottmann berichtet, habe das Wasserwirtschaftsamt hier konkrete Hilfestellung angeboten.

Glücklicherweise gab es großgemeindeweit in den letzten Jahren keine ernstzunehmenden Hochwasser- und Starkregenereignisse, die zu Schäden geführt hatten, ganz anders wie bei vielen Nachbargemeinden. Insgesamt hat die Gemeinde Schonungen in den letzten Jahren beachtliche Vorsorge getroffen, die zu mehr Sicherheit geführt hat, wenngleich aufgrund der Topographie Vorsicht geboten ist.

Ein ganzes Maßnahmenbündel wurde zur Umsetzung gebracht, um Vorsorge gegen Hochwasser- und Starkregengefahren zu treffen. Beispielsweise wurde die Kanalleitung im großen Stil vergrößert und erweitert. Alleine in den letzten Jahren flossen 15 Mio. Euro in die Modernisierung der Kanalisation. Investitionen in den Wege- und Gräbenbau wurden getätigt: Rottmann erinnert in diesem Zusammenhang an den Neubau/Sanierung von Ortsverbindungsstraßen mit entsprechenden Gräbensystemen, aber auch die Neuordnung der Situation am Schonunger Galgenberg oder der Kernweg am „Dreiländereck“ am Reichelshof.

Unten geht´s weiter…

Als Speicher und Puffer zur Entlastung wurden großzügige Rückhaltebecken und Überlaufbecken gebaut, aber auch die Pumptechnik weitestgehend erneuert.

Aber auch ökologische Maßnahmen wie beispielsweise die Renaturierung von kilometerlangen Bachläufen in Hausen, Forst, Abersfeld… in den vergangenen Jahren und die Schaffung von Retentionsräumen tragen zur Verbesserung bei. Ein Großprojekt stellte dabei aber auch die Neugestaltung und Verlegung des Bachbetts in einem großen Teilabschnitt im Ortskern von Schonungen dar.

Bürgermeister Stefan Rottmann berichtet auch von Millioneninvestitionen in Feuerwehren zum Schutz der Bevölkerung: Dabei wurde in spezielle Fahrzeuge, Maschinen und Gerätschaften investiert. Alleine sechs Hochleistungspumpen wurden in den vergangenen drei Jahren angeschafft und stehen bei überfluteten Kellern bereit. Ein Baustein stellen auch die Sirenen zur Alarmierung und Warnung der Bevölkerung dar: Hier werden umfangreiche Wartungen und Erneuerungen durchgeführt.

Und natürlich sei an die regelmäßige Reinigung und Wartung von Einlaufschächten in den Ortsgebieten/Ortsrändern erinnert bzw. die Reinigung aller Straßensinkkästen: Bei mehreren hundert Einläufen ist das in einer Flächengemeinde wie Schonungen eine Mammutaufgabe, weiß Bürgermeister Stefan Rottmann.

Schließlich berichtete der Rathauschef, dass auch der Versicherungsschutz von kommunalen Gebäuden regelmäßig geprüft und angepasst werde.

Die Fotos zeigen das neue zentrale Regenüberlaufbecken in Marktsteinach, das bei Starkregenereignissen eine wichtige Entlastung für das Entwässerungssystem der Großgemeinde Schonungen darstellt. Darüber hinaus hat Schonungen mit einer Vielzahl von technischen und ökologischen Maßnahmen gegen Hochwasser- und Starkregenereignissen vorgesorgt.
Fotos: Bastian Herbig


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