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Telemedizin steigert die Behandlungsqualität bei Epilepsie: Leopoldina-Krankenhaus beteiligt sich an Pilotprojekt


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SCHWEINFURT – Die Pilotstudie „TelEp“ (Telemedizin Epilepsie in Bayern) ist das bundesweit erste telemedizinische Netzwerk zur Diagnose und Behandlung von Epilepsie. In Bayern sind 65.000 Menschen aller Altersstufen an Epilepsie erkrankt, allein in Franken sind es rund 22.000 Patienten. Das Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt ist gemeinsam mit Bayreuth eines der beiden Satellitenkrankenhäuser, in dem, im Rahmen der Pilotstudie, an Epilepsie erkrankten Personen, während eines stationären Aufenthaltes, die  Expertise des Epilepsiezentrums der Universität Erlangen rasch zugänglich gemacht werden kann.

Telemedizin kann einen wichtigen Beitrag zu einer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung leisten, da hierdurch Erfahrungen mit seltenen Krankheitsbildern oder mit besonderen diagnostischen und therapeutischen Verfahren auch außerhalb der Spezialeinrichtungen verfügbar werden.


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Kern der Kooperation sind telemedizinische Konsile. Die neurologische Abteilung des Leopoldina-Krankenhaus kann bei besonderen epileptologischen Problemen eine Beratung über den telemedizinischen Dienst anfordern, die innerhalb von 24 Stunden zur Verfügung gestellt wird.


Wesentliche Elemente eines solchen Konsils sind die Fakten aus der Krankengeschichte, die Übermittlung von EEG- (Hirnstromkurve) und MRT-Daten (Schichtbildgebung des Gehirns) sowie unter Umständen eine Echtzeit-Videountersuchung von Patienten und die Befundübermittlung über einen eigens eingerichteten und gesicherten online-Daten-Korridor.

Leo Telemedien 1Der Telemedizinarbeitsplatz umfasst eine fernsteuerbare Kamera, sowie einen Monitor, über den der Experte des Epilepsiezentrums während der Konferenz für die Patienten und das medizinische Personal des Satellitenkrankenhauses sichtbar und hörbar ist. Über einen speziellen TelEp-Arbeitsplatz können die digitalen Daten im Erlangener Zentrum sichtbar gemacht werden, ohne sie dort zu speichern. Im Rahmen des Telekonsils legen die behandelnden Ärzte in Schweinfurt gemeinsam mit den Experten in Erlangen das weitere Prozedere fest. Falls erforderlich kann ein zeitnaher Termin zur ambulanten oder stationären Untersuchung in Erlangen vereinbart werden. In der Neurologischen Abteilung des Leopoldina-Krankenhauses betreut  Götz Winkler, Funktionsoberarzt und zertifizierter Epileptologe der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie (DGfE), das TelEp-Projekt.

Noch befindet sich das Projekt in der Pilotphase. Bisher konnten 6 Patienten im Leopoldina-Krankenhaus in Kooperation mit der Universität Erlangen mit Hilfe von TelEp behandelt werden. Ziel der Studie ist es, herauszufinden, ob eine derartige Struktur für die Versorgung von Menschen mit Epilepsie einen Vorteil bei der Behandlung ihrer Erkrankung bedeutet.

TelEp wird über einen Zeitraum von 2 Jahren durch das Bayerische Staatministerium für Umwelt und Gesundheit mit 228.000 € finanziert.

Bei positivem Ausgang der wissenschaftlich von Prof. Dr. med. Hajo Hamer in Erlangen geleiteten Studie können später vielleicht weitere Krankenhäuser in Franken und in ganz Bayern an das Tele-Epileptologie-Netz angeschlossen werden und von den in der Studie gesammelten Erfahrungen profitieren.

Im Bild: Funktionsoberarzt Götz Winkler


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