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Trauer um Dr. Robert Hofmann, Schonungens Träger der Bürgermedaille in Silber


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SCHONUNGEN – Die Nachricht über den Tod von Dr. Robert Hofmann hat die Großgemeinde Schonungen schwer getroffen, so Bürgermeister Stefan Rottmann. Im Rahmen der Trauerfeierlichkeiten an der Johannes-Kapelle in Reichmannshausen würdigte er ihn als einen Mann von Format, als Ausnahmepersönlichkeit und Vorbild für Viele. Wegbegleiter charakterisierten ihn als menschlich, humorvoll, bescheiden, hilfsbereit, vor allem aber Heimat verbunden.

Sein Herz schlug vor allem für seinen Geburtsort Reichmannshausen – das werde in den vielen unzähligen Zeitungsartikeln über ihn und nicht zuletzt in seinen persönlichen Schriftstücken deutlich. „Ich habe viel über Ihn gehört und gelesen und bedaure es heute sehr, dass es mir als Bürgermeister nicht vergönnt war, ihn persönlich kennen zu lernen: Wir hätten uns sicher viel zu erzählen gehabt“, führte Rottmann aus.


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Robert „Robbi“ Hofmann führte ein aufregendes Leben: Seine Zeit als Gymnasiast, Soldat, Heimkehrer, Student, Arzt und Chefarzt habe ihn geprägt. Er lernte das Leben in allen Facetten mit allen Höhen und Tiefen kennen. Seine Erinnerungen dokumentierte er in einer 174 Seiten starken Chronik, die er vor allem auch Reichmannshausen widmete. Robert Hofmann hat buchstäblich Geschichte geschrieben: Und so ist er heute noch allgegenwärtig. Ein Symbol seines gesellschaftlichen und bürgerschaftlichen Engagements waren neben der Ortschronik beispielsweise die Errichtung zweier Kapellen in seinem „Dörfle“ Reichmannshausen, die ohne sein finanzielles Zutun nie entstanden wären. Auch sein Engagement bei den Sanierungen am Kirchengebäude waren Ausdruck seiner Religiosität und Heimatverbundenheit.

Dr Robert Hofmann0Robert Hofmann stammt aus einer Bauernfamilie und wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Vom damaligen Dorfpfarrer Franz Götz unterstützt, besuchte er ab der vierten Klasse das humanistische Gymnasium Würzburg und wurde Internatsschüler im Kilianeum. 1939 legte Robert Hofmann das Abitur ab. Danach wurde er zum Reichsarbeitsdienst eingezogen. Es folgten Militäreinsätze in Polen, Frankreich und Russland. Während des Krieges wurde er zweimal verwundet.


Gegen Ende des Krieges gelang ihm unter schwersten Kraftanstrengungen die Flucht aus einem Lazarett jenseits der Oder-Neisse-Grenze zu den Amerikanern. Nach seiner Entlassung aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft studierte er schließlich Medizin in Erlangen und erhielt 1951 die Approbation und Promotion. Die Ausbildung zum Facharzt für Chirurgie und weiter zum Facharzt für Frauenheilkunde an Krankenhäusern und Kliniken des In- und Auslandes schlossen sich an. 1965 wurde er vom damaligen Oberbürgermeister Georg Wichtermann und dem Stadtrat zum Chefarzt der Frauenklinik am Städtischen Krankenhaus Schweinfurt berufen. Als menschlicher, sowie vorausschauender und fortschrittlicher Mediziner wurde er von der Ärzteschaft und den Patienten geschätzt und anerkannt: So zeigte er sich neuen und modernen Behandlungsmethoden stets aufgeschlossen. Wie vielen Kindern er tatsächlich auf die Welt verholfen hat, wie viele Patienten er vor schlimmer Krankheit und Tod bewahren konnte, liegt sicher außerhalb jeglicher Vorstellungskraft, ist sich Rottmann sicher.

In all den Jahren seines Wirkens wollte er nicht nur heilen, sondern den Menschen in schweren Lebenslagen oder bei der Überwindung von Schicksalsschlägen helfen. So war er beispielsweise 1980 Mitbegründer der Selbsthilfegruppe Krebsnachsorge. Ein Segen für die Großgemeinde war die Stiftung, die er gemeinsam mit Ehefrau Dr. Lore Hofmann zur Förderung der Jugend und der Kultur ins Leben gerufen hat. Viele junge Talente und gemeinnützige Initiativen aus den Ortsteilen der Gemeinde kamen in den Genuss einer Förderung.

Als Träger der Bürgermedaille in Silber hat er sich der Großgemeinde im besonderen Maße verdient gemacht! Obwohl er seinen Lebensabend im oberbayerischen Hopfen am See verbrachte, blieb er seinem „Dörfle“ im Schlettach und den hier lebenden Menschen immer verbunden. „Heute schließt sich für Ihn der Kreis. Jetzt kehrt er dorthin zurück, wo mit seiner Geburt alles begann. Ein Ort, den er in sein Herz geschlossen hat und wo er so viel Gutes für das Dorfleben bewirkt hat: Nämlich Reichmannshausen“, würdigte Bürgermeister Stefan Rottmann in seiner Trauerrede.



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