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Tschernobyl wird 27: Großer Anti-Atom-Protest am 21. April in Grafenrheinfeld


Pressebeck

GRAFENRHEINFELD – Am 26.April ist der 27. Jahrestag der Atomreaktorkatastrophe von Tschernobyl. Aus diesem Grund veranstalten der Bund Naturschutz und das Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft am Sonntag, 21.April 2013 Demozüge und eine große Kundgebung gegen das AKW Grafenrheinfeld. Der Anti-Atom-Protest konzentriert sich an diesem Tag auf zwei Standorte: auf das AKW Brokdorf für den Norden Deutschlands, und auf das AKW Grafenrheinfeld für den Süden.

Start der Demozüge: 12.00 Uhr an Sammelplatz 1 : Kulturhalle in Grafenrheinfeld und Sammelplatz 2: Schweinfurter Straße, Höhe Lidl-Markt in Bergrheinfeld. Beginn der Kundgebung auf dem Platz unter der Brücke zwischen Bergrheinfeld und Grafenrheinfeld: 13.00 Uhr


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Das Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft und der Bund Naturschutz schreiben in ihrer ankündigenden Pressemeldung:


„Das AKW Grafenrheinfeld ist derzeit das älteste in Betrieb, bisher wurden schon 228 meldepflichtige Störfälle aufgelistet, es ist Schauplatz für eindeutige unheilvolle Verflechtungen zwischen Politik und Betreiber Interessen und Beispiel dafür, dass die Aufsichtsbehörden versagen! An jedem Tag kann es im AKW Grafenrheinfeld – wie in jedem der anderen acht AKWs in Deutschland – zu einem Super-Gau kommen. Die Stadt Schweinfurt liegt in ca. 7 km Entfernung: ca. 53.000 Einwohner, ca. 53.000 Arbeitsplätze – viele Pendler aus dem Umland –  eine schnelle Evakuierung ist zum Scheitern verurteilt.

Im Fall eines Super-Gau in Grafenrheinfeld kann es nach Ansicht des Bundesamt für Strahlenschutz notwendig werden, Menschen, die im Radius bis 170 km um das AKW wohnen, dauerhaft umzusiedeln!  Das Risiko für einen gravierenden Störfall, einen Super-Gau ist bei jedem AKW an jedem Betriebstag gegeben. Durch den Weiterbetrieb des alten, störanfälligen AKW Grafenrheinfeld wird die Bevölkerung massiv gefährdet. Es ist verantwortungslos – von den Betreiber-Firmen, von der Bundesregierung – Mensch und Natur dem Risiko hochgradiger atomarer Strahlung auszusetzen – mit zerstörerischen Folgen auch für die kommenden Generationen.

Die Liste der Argumente für die umgehende Stilllegung der Atomanlagen ist lang:
– Mit jedem Betriebstag wird weiter radioaktiv strahlender Atommüll produziert, der für Tausende Jahre sicher gelagert werden müsste – doch das ist nicht möglich!
– Durch die dezentralen Atommüllager, die an den AKWs entstanden sind, geht eine weitere Gefahr für die Bevölkerung aus.
– Waffenfähiges Plutonium ist ein „Nebenprodukt“ der atomaren Energieerzeugung und bedroht den Weltfrieden.
– Bereits der Uranabbau verwüstet weite Regionen und raubt den Arbeitern die Gesundheit und ihre Lebensgrundlagen.
– Um die AKWs gibt es – besonders für jüngere Kinder – ein erhöhtes Risiko, an Leukämie zu erkranken, die Rate der kindlichen Fehlbildungen ist erhöht;
– Atomstrom bedeutet Abhängigkeit von Uranliefernden Ländern
– und beeinträchtigt den notwendigen Ausbau der Erneuerbaren Energien.
– Atomanlagen sind als mögliches Ziel für terroristische Angriffe hochgefährlich.
– Es gibt keine Katastrophenschutz-Pläne, die im Fall eines Super-Gau praktikabel um setzbar wären!
– Eine rechtzeitige Evakuierung der Bevölkerung in ausreichendem Radius um das AKW bei einem Gau wäre nicht durchführbar.
– Die AKWs sind für Schadensfälle nicht ausreichend versicherbar – astronomische Summen wären dafür nötig! Im Schadensfall zahlt die Gesamtheit die Zeche: das bedeutet – auch – massive gesamtwirtschaftliche Schäden;

Der Weiterbetrieb der AKW nach den Erfahrungen von Tschernobyl, von Fukushima bedeutet ein riskantes Spiel mit dem Restrisiko: Das ist nicht zu verantworten und nicht hinnehmbar! Wir müssen schneller sein als der nächste Super-Gau! Wir fordern AKWs abschalten – sofort und 100% Erneuerbare – ohne „Wenn und aber“!
Das AKW Grafenrheinfeld soll laut Plan als Nächstes stillgelegt werden … doch es gibt bereits Stimmungsmache dagegen – der zügige Ausbau der Erneuerbaren Energien ist unabdingbar für den Energiewechsel – und wird dennoch gezielt von den großen Energiekonzernen und bestimmten politischen Kräften abgeblockt!
Das Schweinfurter Aktions-Bündnis gegen Atomkraft und der BUND Naturschutz rufen im Wahljahr 2013 – kurz vor dem 27. Tschernobyl-Jahrestag- zur Grossdemo auf :
– Die Stilllegung des AKW Grafenrheinfeld darf nicht in Frage gestellt werden –
– Sie muss früher erfolgen / SOFORT / , da das Risiko eines Supergau ständig gegeben ist und der hochradioaktive Atommüllberg nicht weiter anwachsen darf!
– Die Umstellung der Energieversorgung auf 100 % Erneuerbare muss forciert werden
– Die Parteien und ihre Kandidatinnen und Kandidaten werden aufgefordert, eindeutig Stellung zum Thema Atomausstieg und Energiewende zu beziehen
Es wird diverse Info-Stände geben ( u.a. Umwelt-Institut München, .ausgestrahlt.de, Schacht Konrad, Naturstrom, Solarenergieförderverein Deutschland, Bund Naturschutz, Greenpeace, Müll und Umwelt, BABi, atomfeindliche Parteien, Naturfreunde Deutschland, Vierether Kuckucksei, Solartechnik …..)

Trotz der Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima wird weiter mit dem „Restrisiko“ gespielt. Die Bundesregierung hat zwar Mitte 2011 einen „Atom-Ausstieg“ beschlossen – doch stillgelegt wurden  lediglich acht AKW, neun der hochgefährlichen Atommeiler sind weiterhin am Netz – die meisten bis 2022! – und bedrohen Gesundheit, Lebensgrundlagen und das Leben der Bevölkerung!

Das Atommülllager am AKW erhöht das Risiko – es bietet keinerlei sichere Lagerung der radioaktiv strahlenden Brennelemente in den Castor Behältern  und Angriffsmöglichkeit für gezielte terroristische Übergriffe!

Tschernobyl hat gezeigt, in welchem Umfang grenzüberschreitend  sich die gefährliche radioaktive Strahlung verbreitet!
Zum 27. Jahrestag der Atomkatastrophe,  unter deren Folgen noch viele Generationen leiden werden,  steht das AKW Grafenrheinfeld für Süddeutschland im Zentrum des Atomprotestes!
Ende 2015 soll der störanfällige Meiler vom Netz gehen – im Wahljahr 2013 wollen  wir den Parteien signalisieren, dass wir ihre Haltung zum Thema Atomausstieg / Energiewende  sehr genau überprüfen: Rückschritte beim Atomausstieg sind weder  verständlich, sinnvoll noch akzeptabel!

Wir müssen schneller sein als der nächste Super-Gau!
Wir fordern die schnellere Stilllegung der Atomanlagen:
das Zocken muss ein Ende haben – denn der Einsatz ist zu hoch!

Tschernobyl – Fukushima – Grafenrheinfeld ? NEIN!
AKWs abschalten sofort!
100 % Erneuerbare – ohne Wenn und Aber!“



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