21. 10. 2017
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Viele Events in 2017: „Life is brewtyful!“ – auch dank der nun 400 Jahre alten Wernecker Bierbrauerei – MIT VIELEN FOTOS!



WERNECK – „Life is brewtyful!“ – solche und ähnliche Sprüche zieren die Wände des Gerstenbodens der Wernecker Bierbrauerei, die diese riesigen Räume unter dem Dach nun zu einem Ort für Veranstaltungen machte. Letzten Sonntagmittag stand eine ganz bemerkenswerte an: Das Festprogramm zum Jubiläumsjahr: 2017 wird die Bierbrauerei 400 Jahre alt.

Von der einst 28 Brauereien in Stadt und Landkreis Schweinfurt sind bis auf die Schweinfurter Brauerei Roth, die Privatbrauerei Ulrich Martin in Hausen bei Schonungen und eben die Wernecker Bierbrauerei alle verschwunden. Die 1617 gegründete frühere Brauerei Wurm ist die älteste und seit 1861 im Familienbesitz. 1954 heiratete Inhaberin Charlotte Wurm Hermann Lang. Beide übergaben 1990 die Brauerei an ihren Sohn Hans Jörg Lang. 2016 stiegen Christine und Andreas, die Kinder von Sabine und Hans Jörg, als sechste Generation in das Familienunternehmen ein.

Nach einem Bierempfang auf dem umgebauten Gerstenboden und vor der abschließenden Varieté- und Magie-Einlage des launigen Moderators Peter Jagusch sowie zwischen den musikalischen Liedern des Schweinfurters Bernhard Schäfer kamen die vielen Ehrengäste am Sonntag zu Wort. Zum Großteil CSU´ler, was dem gut gelaunten Jagusch einfallen ließ, dass Deutschland zwar bunt sei, Bayern aber eher farblich einem abgebrannten Rapsfeld gleiche. Der Rote Landrat Florian Töpper lobte die „Leidenschaft über Generationen“, mit der man in Werneck braue. Und der Verbraucher habe es ja stets selbst in der Hand, zu welcher Flasche Bier er greife. Das im Fernsehen beworbene muss es nun wirklich nicht sein…

Als Bierbrauertochter ist Wernecks Bürgermeisterin Edeltraut Baumgartl natürlich besonders befangen und begeistert von den Langs. Jahrelang bekam sie über ihren Vater mit, was sich so tut in der Wernecker Bierbrauerei. Bürgermeistersekt als Geschenk zum Jubiläum? „Das wäre Wasser in die Wern getragen“, spaßte Baumgartl, die einen Bierkrug mitbrachte, der mit Gummibärchen der Firma Eichetti geschmückt war. Dem anderen so wichtigen Arbeitgeber in der Marktgemeinde. Die Landtägspräsidentin Barbara Stamm und Innenstaatssekretär Gerhard Eck erwähnten beide die noch mit der Hand geschriebenen Einladungen an die beiden Spitzenpolitiker. Auch deshalb kamen sie trotz diverser anderer Termine zu Besuch.

Für Stamm ist der „Mittelstand das Rückgrat der Wirtschaft“. Und „Bier braucht Heimat“ sagt sie. Eck gab zu, dass er lieber Bier trinke als Wein, auch wenn er aus der eher für Winzer bekannten Gemeinde Donnersdorf kommt und Christine Lang versehentlich als einstige Bewerberin für das Amt der Fränkischen Weinkönigin bezeichnete. Freilich wollte sie 2014 Bayerische Bierkönigin werden…. „Leidenschaft und Herzblut“ erkenne Eck bei den „bodenständigen und erdgebundenen“ Langs, „Respekt und Anerkenung“ ernteten dafür die Familie nebst Mitarbeiter. Dass man sich in Werneck gegen Massenbrauereien stemmen muss, weiß der Politiker, Namen nannte Gerhard Eck bewusst keine, „damit da niemand im Supermarkt im Regel hinfasst“.

Oliver David vom Verband Privater Brauereien weiß, dass die Langs regional verwurzelt sind, dass nicht grenzenloses Wachstum den Erfolg garantiere, sondern das Denken im Radius von 30 bis 50 Kilometern um die Brauerei herum. Und: „Das Produkt, die ausgezeichneten Biere, kommen gut an!“ Auf Sonderangebote der Fernsehbiere solle der Gerstensaft-Liebhaber besser nicht achten. Für Gastronom Hubert Röder als Vertreter des Hotel- und Gaststättenverbandes sei es auch schon immer bemerkenswert gewesen, wie fortschrittlich die Wernecker Brauerei denkt: Als eine der ersten stellte man auf Bügelflaschen um. Und nach dem Niedergang des Brauhauses Schweinfurt im Jahr 2015 bemühten sich die Wernecker um die lokale Gastronomie, „damit die nicht in die Hände der großen Brauerei-Unternehmen komt“.

In Sachen Sortiment hat sich die Wernecker Bierbrauerei die letzten Jahre entwickelt durch neue Produkte wie das fränkische Energy, die Frankonia-Spezialitäten, durch Ploppel, Basta oder Mr. Bier. Die meistgetrunkene Sorte bleibt freilich weiterhin das Wernecker Pils.

Für die Kunden macht sich das Jubiläum mehrfach bemerkbar: Zum einen durch das neue Jubiläumsbier mit dem Namen „1617“, das nur für die Gastronomie gebraut wird. Es verspricht eine leichte Caramellsüße und Aromen von Johannis- und Stachelbeeren. Wie man so hört, so hat sich Braumeister Stefan Reusch, der seit 25 Jahren schon in Werneck tätig ist, mal wieder selbst übertroffen. Auch das bernsteinfarbene Frankonia-Festbier mit über 6 % Alkohol gibt´s nur heuer – unter anderem auf dem Schweinfurter Volksfest.

Und dann bringt das Festjahr 2017 einige Highlights: Das „Public Brewing“, ein Brauen bei Vollmond am 8. Juli, im und vor dem Sudhaus ist bereits restlos ausverkauft. Nur noch wenige Restkarten gibt es für den Krimi in der Bierbrauerei: Am 19. und 20. Mai heißt es „Mord in der Brauerei“ – mit Mitgliedern des Ettlebener Laientheaters. Das versprochene mörderische Vergnügen bezieht sich sicher auch auf das Vier Gang-Menü und den Bieraperetif.

Vom 14. bis 18. Juni wird heuer nach Schraudenbach eingeladen zur Wernecker Bierwoche mit fünf Tagen lange bester Unterhaltung in Sachen Leckereien und Musik. Den Start in die Sommerferien feiern dann die Freiwillige Feuerwehr, der TSV und die Bierbrauerei Werneck zusammen vom 27. bis 30. Juni auf dem Festplatz Werneck – mit vier Tagen lang einem großen Partyprogramm.

Weiter geht´s am Sonntag, den 10. September, mit dem Tag der offenen Türe in der Brauerei. Am 29. September bieten Braumeister Stefan Reusch und das Hotel Krone Post „Eine Reise durch das Sortiment“ mit sieben Bierproben und sechs kulinarischen Highlights von Tobias Wegscheid. Doch das ist noch längst nicht alles. Denn auch im Oktober und im November sorgt die Unternehmensfamilie Lang mit ihren Mitarbeitern für drei tolle Veranstaltungen.

Das Bockbierfest am 7. Oktober im oberen Brauereihof mit Schlagermusik leitet die halbjährliche Zeit das genialen Fränkischen Land-Bocks ein. Genau zwei Wochen später duellieren sich Braumeister Stefan Reusch und Christina Molitor vom gleichnamigen Weingut in Nordheim beim „Kampf der Giganten – Bier vs. Wein“. Die Gäste können zu Brotzeithäppchen je fünf Bier- wie Weinproben genießen. Und am 10. November heißt es „Bier und Schokolade“: Wiederum Braumeister Reusch wird mit Philipp Aczel von Art of Chocolate bei wieder vielen Proben beweisen, dass beides zusammen passt…

Zu allen Programmteilen wird inundumsw.de im Vorfeld noch ausführlich informieren. Karten gibt´s am besten telefonisch unter der 09722/91500 oder per Mail unter kontakt@wernecker-bier.de.

Unser Gruppenbild mit den elf Personen zeigt – von links: Oliver David (Geschäftsführer vom Verband Privater Brauereien), Landrat Florian Töpper, Andreas, Sabine, Hans Jörg und Christine Lang, Hubert Röder (Vertreter des Hotel- und Gaststättenverbandes), Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Bezirksrat Stefan Funk, Wernecks Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl und Innenstaatssekretär Gerhard Eck.

Mehr unter www.wernecker-bier.de/400Jahre







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