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Vorsicht bei Insekten: Johanniter geben Tipps für Erste Hilfe bei Mücken-, Bienen und Wespenstichen


Pressebeck

UNTERFRANKEN – Die Bedeutung von Bienen als Bestäuber für Biodiversität und Ernährungssicherheit ist elementar für die Menschheit. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 20. Mai als World Bee Day ausgerufen. Damit unterstreicht die Weltgemeinschaft auch die Erkenntnis über den Rückgang der weltweiten Bienenpopulation und den dringenden Schutz der Bienen.

Dennoch ist ein Stich im Sommer, ob am Badesee, beim Spaziergang oder abends auf der Terrasse, schmerzhaft und kann schwere Folgen mit sich bringen. Mit ein paar Tricks kann man sich schützen.


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Da Mücken meist nachtaktiv sind, lautet die einfachste Schutzmaßnahme: ab der Dämmerung lange Hosen, langärmelige Oberbekleidung und Strümpfe oder Socken tragen. Insektengitter an den Fenstern helfen, die Wohnräume zu schützen. Natürlich kann man auch zu den gängigen Abwehrmitteln auf Duftstoffbasis greifen. Besonders für Balkon und Terrasse eignen sich natürliche Duftstoffe wie Citronella, meist in Kerzenform erhältlich.


„Nach einem Mückenstich hilft es, die Einstichstelle mit einem feuchtkalten Tuch zu kühlen. Eiswürfel eignen sich dazu nicht, da hier die Gefahr einer lokalen Erfrierung droht. Gele und Salben aus der Apotheke lindern den Juckreiz, wirken abschwellend und entzündungshemmend. Und auch wenn es schwerfällt – nicht kratzen! Sonst entsteht eine Eintrittspforte für Erreger, die von den Fingernägeln aus übertragen werden und Hautinfektionen auslösen können“, so Simeon Wohlleber, Sachgebietsleitung Bildung der Johanniter in Unterfranken. In unseren Breitengraden sind Mückenstiche zwar unangenehm, aber meist harmlos.

Gefährlicher kann es bei Stichen von Bienen oder Wespen werden. „Ein Stich im Bereich des Mundraums kann schnell lebensbedrohlich werden, da unsere Schleimhäute empfindlich reagieren, anschwellen und möglicherweise die Atemwege verschließen“, so Wohlleber. „Als Sofortmaßnahmen sollte man Betroffene, die bei Bewusstsein sind, einen Eiswürfel lutschen oder ein kaltes Getränk in kleinen Schlucken trinken lassen. Auch feuchtkalte Umschläge um den Hals helfen.“ Auf alle Fälle muss man die Notrufnummer 112 wählen, wenn ein Stich im Mund-, Rachen- oder Halsbereich erfolgt ist – dies gilt nach einem Insektenstich auch, wenn eine Allergie bekannt ist oder wenn der Gestochene über Atemnot klagt oder erbricht.

Im Gegensatz zu Wespen, die mehrfach zustechen können, bedeutet ein Stich für Bienen zugleich ihr Todesurteil. Denn ihr Stechapparat mitsamt der Giftblase bleibt einfach in der Haut stecken. Das unterscheidet auch den Bienenstich vom Wespenstich: Steckt der Stachel noch in der Haut, war es mit ziemlicher Sicherheit eine Biene, die zugestochen hat. Wichtig ist dann, dass der Stachel schnellstmöglich entfernt wird, ohne dabei jedoch die Giftblase zusammenzudrücken. Andernfalls gelangt noch mehr Insektengift unter die Haut, was die Symptome noch verschlimmern kann.

Wie man bei Insektenstichen richtig handelt, erfährt man bei einem Erste-Hilfe-Kurs der Johanniter. Auch beim Kurs „Erste Hilfe am Kind“ ist die Versorgung von Insektenstichen ein wichtiges Thema. Weitere Informationen und Anmeldung unter Tel: 0800 0 19 15 15 16 oder im Internet unter www.johanniter-kurse.de.


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