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Willkommen in der Beton-Stadt: Kann Schweinfurt kein Grün oder will es einfach nicht?


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SCHWEINFURT – Die Grünen regieren nun mit in Schweinfurt, seit sich nach den Wahlen im frühen 2020 das so ergeben hat, dass die CSU mit den im Stadtrat aufstrebenden Naturburschen und – mädels eine Mehrheit bildet und praktisch alles durchpeitschen kann, was man denn umsetzen möchte. 17 schwarze Sitze plus sechs grüne machen das möglich.

Unlängst freilich hat Peter Hofmann von der SPD, der zweitstärksten Fraktion, mal wieder Umweltthemen hochgeholt. Schweinfurt sei ihm zu grau, gerade im Bereich der neu gestalteten Zehntstraße fehlt ihm das Grün (für das an sich ja andere Stadträte zuständig sein müssten) völlig.


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SW1.News schaute mal genauer hin und machte sich auf einen Spaziergang durch die City. Was dabei auffiel: Auch wenn Mitte November die Blumen kaum noch Blühen, die Pflanzen mit ihrer Schönheit pausieren und die meisten Bäume ihr Laub bereits abgeworfen haben: Es gibt sie im Stadtgebiet fast gar nicht: Blumen, Pflanzen oder Bäume. Schweinfurt ist eine bisweilen mausgraue Beton-Hochburg.


Los geht´s an der Stadtgalerie. Auf dem Vorplatz: Nur Grau! Hätte man da nicht mittenrein wenigstens einen Baum pflanzen können? Weiter Richtung Innenstadt: Vor dem Landratsamt sieht es nüchtern aus, auf dem Schillerplatz ohnehin. Der ist ja noch relativ neu. Was man sich bei der Erschaffung gedacht hat? keine Ahnung…

Am Jägersbrunnen vor dem Haupteingang der Galeria Kaufhof liegt zwar aktuell viel Laub, das aber kommt aus dem kleinen Park in Richtung Kunsthalle. Unterhalb vor der Kurve zur Hadergasse wieder die Frage: Warum hier kein Baum? Damit die Stadtbusse besser Richtung Roßmarkt kommen? Das kann´s doch nicht sein!

Roßmarkt, genau: Schon auf dem Hinweg vorbei am Sport Geyer findet sich nicht, was für ein gutes Stadtklima sorgen könnte. der Busbahnhof selbst ist mit seinen Zufahrtsstraßen frei von allem, was stadtplanerische Gedanken an ein wenig Schönheit betrifft.

Richtung Osten wird´s nicht besser: Der Blick nach links hoch in die Apostelgasse: Eigentlich ein Grusel. Die Keßlergasse mit ihrem dominierenden Laden-Lehrstand kennt keine Farbe Grün, auch die dazu laufenden Gassen nicht, mal abgesehen vom Blumenladen in der Langen Zehntstraße.

Am Marktplatz steht temporär wenigstens der Weihnachtsbaum. Ansonsten wacht Friedrich Rückert über viel Straßenplaster. Würde man ein jährliches Open-Air-Konzert mit der Bühne vor dem Rathaus veranstalten, bei dem 10.000 Menschen freie Sicht haben müssten (so wie beispielsweise auf dem Coburger Schlossplatz), dann wäre der Verzicht auf große Bäume und Büsche ja vielleicht nachvollziehbar…

Weiter geht der Spaziergang rückwärts über die schon angesprochene Zehntstraße. Sie bietet nichts, was grüne Herzen höher schlagen lässt. Schnell mal ein Blick in eine Einfahrt und einen der Innenhöfe der Randbebauung: Schrecklich! Vor der Post, vor dem Rückert-Bau, vor dem Central-Hotel. vor dem einstigen Weppert: Überall wäre doch der Platz da für den ein oder anderen Baum oder wenigstens eine kleine Grünfläche…

Weiter Richtung Zeughaus über Beton: Auch dort mach der Vorplatz und das Umfeld nicht den Eindruck, als würde sich Schweinfurt wegen des Klimawandels Sorgen machen. Abgrenzende Betonklötze sollen das Befahren verhindern. Man fragt sich, warum es nicht Bäume tun?!

Rund um die Bebauung in der Neuen Hadergasse auf dem einstigen Parkplatz endet der Spaziergang. Auch hier: Grau, wohin das Auge reicht! Na gut, der angrenzende Park am Theater bietet Grün. Aber ist das der Grund, warum man neben dem Hotel-Neubau und dem REWE fast komplett darauf verzichtet?

Auch der Platz vor der Kunsthalle könnte ein bisschen mehr Grün vertragen, der vor dem Jugendgästehaus am Main ebenso. Vor dem Konferenzzentrum auf der Maininsel sieht es auch nicht viel besser aus. Und so weiter, und so fort!

Das wäre es doch gewesen: Ein Konzept für eine Landesgartenschau inmitten der Stadt, mit beispielhaft begrünten Innenhöfen, bewachsenen Hausfassaden, Markt-, Schiller und Zeughausplatz als Vorzeigeflächen für eine City, wie sie in der Zukunft aussehen muss, um dem Klimawandel entgegen zu wirken. Die denn sicherlich tausende Besucher müssten keinen Eintritt zahlen – sie könnten aber die Schweinfurter Geschäftswelt und Gastronomie mit Einkäufen und Einkehr unterstützen. Dann wäre allen geholfen.

Übrigens: Die ganz vielen Bilder zeigen die Beton-Flächen in der Schweinfurter Innenstadt. Die schönen Fotos stammen von Vincent Callebaut Architectures Paris und zeigen, wie eine Stadt der Zukunft aussehen sollte. Unter der Link zur Seite, die noch viele weitere tolle Visionen enthält.

Fotos: www.vincent.callebaut.org / Horling/ Archiv



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