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Workshop zur Erstellung der Regionalen Entwicklungsstrategie: Deutlicher Wille zur Fortführung von Leader


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LANDKREIS SCHWEINFURT – 44 Teilnehmer sind der Einladung der Leader-Aktionsgruppe Schweinfurter Land e. V. unter dem Vorsitz von Landrat Florian Töpper gefolgt, um gemeinsam über die Entwicklungs- und Handlungsziele im Rahmen der Neubewerbung um die Wiederaufnahme in das EU-Förderprogramm Leader für die Periode 2014 bis 2020 zu diskutieren und zu beraten.

Der Workshop zur Erstellung der Regionalen Entwicklungsstrategie (RES) in der Realschule in Schonungen war der erste von insgesamt drei. „Die Teilnahme und Mitwirkung relevanter Institutionen, Akteure und Interessensträger sowie zahlreicher Kommunalvertreter zeigt eine gute Verankerung des Leader-Gedankens in der Region und den Willen zur erfolgreichen Weiterführung auch in der neuen Leader-Periode“ sagte Landrat Florian Töpper in seiner Begrüßung.



Die Atmosphäre in den einzelnen Arbeitsgruppen war sehr sachlich und in dieser frühen Phase bereits detailliert und zielgerichtet. Es gelang den Teilnehmern, sowohl übergeordnete strategische Ansätze für die künftige Entwicklung im Schweinfurter Land zu erarbeiten, um das Leben und Arbeiten in der Region attraktiv und zukunftssicher zu gestalten, als auch hierzu nötige konkrete Projekte zu benennen.


Workshop Realschule 0Unter der Moderation von Dr. Wolfgang W. Fruhmann, geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Fruhmann & Partner Beratungsgesellschaft mbH, und Gunter Schramm vom Büro Planwerk erarbeiteten die engagierten Teilnehmer in vier Arbeitsgruppen folgende Kernergebnisse für die künftige Entwicklung im Schweinfurter Land:

* Das wichtigste Ergebnis der Arbeitsgruppe „Kultur und Tourismus“ ist, dass es einer Vernetzung der momentan vorhandenen Informationsportale bedarf, um effektiver an Informationen zu den Themen Kultur und Tourismus zu gelangen.

* In der Arbeitsgruppe „Senioren und Versorgung“ wurde als ein wichtiges Strategieziel die bessere Versorgung der Senioren in ihrem eigenen Zuhause genannt und als weiteres Ziel, eine bessere Vernetzung und Bewerbung des Angebots für Senioren in den Gemeinden als auch landkreisweit.

* Die Arbeitsgruppe „Demographischer Wandel“ sieht das Vereinsleben, flexible Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und einen attraktiven Arbeitsmarkt als bedeutende Faktoren, dem demographischen Wandel zu begegnen. Wichtig ist, dass man innerhalb des Landkreises, entsprechend der unterschiedlichen Auswirkungen des demographischen Wandels, individuelle Lösungsansätze findet.

* Der Bereich „Wirtschaft und Energie“ war geprägt von der künftigen Herausforderung, den Arbeitsmarkt mit Zuwanderern in die Region zu stabilisieren und diese dann aber auch aktiv in den Gemeinden und in die regionale Gesellschaft zu integrieren, denn nur Integration in Beruf und Gesellschaft schafft Standortattraktivität, so die Teilnehmer einhellig. Für den Fachkräftenachwuchs vor Ort gilt es die frühzeitige Kooperation Schule-Wirtschaft weiter auszubauen.

Workshop Realschule 2Die Gestaltung der Energiewende vor Ort ist dann erfolgreich, wenn zum einen die bestehenden Beratungsangebote noch zielgruppenschärfer angeboten werden. Zum anderen bestehen grundlegende Aufgaben in der Bewusstseinsbildung für Chancen und Potenziale der Energiewende. Dafür bedarf es sowohl unternehmerischer Strukturen, die breite Teilhabe ermöglichen, als auch gemeinwohlorientierte Strukturen, die etwa den Interessensausgleich moderieren und Akteure vernetzen.

In einem zweiten Strategieworkshop am 27. Mai (Beginn 17 Uhr) in der Ludwig-Derleth-Realschule Gerolzhofen sollen die Arbeitsergebnisse fortgeführt und erste Abwägungen getroffen werden.

Die Workshops sind öffentlich und richten sich auch an neue Teilnehmer, um weitere Aspekte für die künftige Regionalentwicklung aufzunehmen, die bislang noch nicht entsprechend gewürdigt wurden. Es schließt sich ein 3. Workshop am 4. Juni in der Heide-Schule Schwebheim an. Zudem ist ein Jugendworkshop in Vorbereitung, um die Regionalstrategie der LAG Schweinfurter Land e. V. zu vertiefen.

Bilder (Büro Planwerk, Nürnberg):
Eindrücke von dem Workshop in der Realschule in Schonungen.

Info:
Mit dem Leader-Programm des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) fördern die EU und das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die ländlichen Regionen auf ihrem Weg einer selbstbestimmten Entwicklung – ganz nach dem Motto „Bürger gestalten ihre Heimat“. Leader ist eine Abkürzung der französischen Begriffe: Liaison entre les actions de développement de l’économie rurale; zu Deutsch: Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft.

Leader ist ein seit Jahrzehnten bewährtes Förderinstrument, das auf die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt ganzer Regionen ausgerichtet ist. Beim Leader-Ansatz geht es um neue Wege und Ideen, wie vorhandene Stärken und Potenziale der ländlichen Regionen noch besser genutzt, Synergieeffekte geschaffen und eventuelle Entwicklungshemmnisse beseitigt werden können.

Im Landkreis Schweinfurt ist die Leader-Aktionsgruppe Schweinfurter Land e. V. (LAG) seit 2008 verantwortlich für die Umsetzung ihres regionalen Entwicklungskonzepts (REK), der regionalen Entwicklungsstrategie sowie von Leader-Projekten und -Maßnahmen. Weitere Infos dazu gibt es im Internet unter http://lag-schweinfurter-land.lrasw.de


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