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Zu wenig, zu warm, nicht ausreichend überwacht: Die Grünen sorgen sich um das Wasser in Unterfranken


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UNTERFRANKEN – Die Grünen-Landtagsabgeordneten Kerstin Celina, Patrick Friedl und Paul Knoblach fordern den behutsamen Umgang mit der lebensnotwendigen Ressource Wasser. In einer Anfrage an die Staatsregierung erkundigten sich Knoblach (Garstadt), Celina (Kürnach) und Friedl (Würzburg) über den Zustand der Gewässer in Unterfranken.

Die Antwort der Staatsregierung lässt das Ausmaß des Klimawandels in Unterfranken erkennen: „Mehr als 100 Gewässerstrecken in Unterfranken sind – zumindest zeitweise – ausgetrocknet, die Temperaturen unserer Gewässer steigen und in den letzten 20 Jahren zeigen fünf von sieben Quellwasserständen eine abnehmende Tendenz. Alles zusammengenommen ist das äußerst alarmierend und zeigt, dass wir in unserer Region in Zukunft mit Wasser sparsam umgehen werden müssen“ – so MdL Paul Knoblach.


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MdL Kerstin Celina ist über die Auswirkungen des Klimawandels besorgt, die sich auch in Unterfranken drastisch zeigen: „Steigende Temperaturen in unseren Gewässern sind eine Gefahr für Fische und andere Lebewesen, weil bei höheren Temperaturen der Sauerstoffgehalt sinkt. Auch das ist eine Folge der Klimaveränderung bei uns vor Ort, für die wir dringend Lösungen brauchen“. Auch der Würzburger Abgeordnete Patrick Friedl zeigt sich besorgt: „Die Flüsse, Bäche und Quellen in Unterfranken führen seit Jahren immer weniger Wasser, fünf von 14 Grundwassermessstellen haben eine abnehmende Tendenz. Grund dafür ist auch die fehlende, systematische Überwachung und Auswertung von illegal entnommenem Wasser, wodurch die Behörden nicht ausreichend auf Verstöße reagieren können. Ich konnte das zuerst gar nicht glauben – hier muss endlich gehandelt und besser kontrolliert werden.“

Allein im Landkreis Schweinfurt wurde eine jährliche Grundwasserentnahmemenge von 623.877 m³ genehmigt – das entspricht dem durchschnittlichen jährlichen Wasserverbrauch von knapp 13.500 Menschen in Deutschland (Einwohnerzahl der Stadt Haßfurt) oder umgerechnet in etwa 48.000.000 Spülmaschinendurchgängen. Im Landkreis Würzburg ist die Entnahmemenge sogar noch deutlich höher: Hier wurde eine Entnahmemenge von 775.003 m³ pro Jahr genehmigt. Der Landkreis Kitzingen liegt auf Platz 3 mit einer jährlichen Grundwasserentnahmemenge von 503.520 m³. Die Mengen der restlichen Landkreise werden zur Verwunderung der Abgeordneten überhaupt nicht systematisch erfasst.


Ebenfalls nicht zentral erfasst werden Verstöße wegen ungenehmigten oder überhöhten Entnahmemengen von Fluss- oder Grundwasser. Eine Auswertung ob der tatsächliche Bedarf mit der tatsächlichen Entnahme übereinstimmt, kann aus diesem Grund überhaupt nicht erfolgen. Die drei unterfränkischen Grünen-Landtagsabgeordneten Celina, Friedl und Knoblach fordern deshalb eine zentrale Erfassung dieser Daten bei der Regierung von Unterfranken, damit zukünftig die Entnahmegenehmigungen anhand des tatsächlichen Verbrauchs festgelegt werden können. Laut den Abgeordneten darf es keinesfalls zu einer noch verstärkten Konkurrenzsituation zwischen landwirtschaftlicher Bewässerung und der Trinkwasserversorgung der Bevölkerung kommen. Celina, Friedl und Knoblach hoffen auf einen Konsens zwischen allen Wassernutzern und Behörden zur Lösung des Problems.



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