19. 09. 2017
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Nach dem 24-Stunden-Blitzmarathon in Unterfranken: Zahl der Beanstandungen gestiegen, Kontrollaktionen zeigen positive Wirkung



UNTERFRANKEN – Im Rahmen des bundesweiten „24-Stunden-Blitzmarathons“ 2017 fanden auch in Unterfranken wieder zahlreiche Kontrollen statt. An über 80 Messstellen waren die unterfränkischen Beamtinnen und Beamten im Einsatz und insgesamt sehr zufrieden mit der Aktion. Die allermeisten Verkehrsteilnehmer beachteten die Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Überhöhte Geschwindigkeit ist nach wie vor die Hauptunfallursache bei Verkehrsunfällen mit getöteten oder schwer verletzten Personen. Jeder vierte tödliche Verkehrsunfall in Bayern ist auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. In Unterfranken ließen im Jahr 2016 insgesamt 17 Menschen ihr Leben bei Verkehrsunfällen, die durch falsche Geschwindigkeit verursacht worden waren. Hier ist jeder Unfall zweifelsohne einer zu viel.

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Der Unterfränkischen Polizei ist es deshalb ein großes Anliegen, möglichst viele Unfälle zu verhindern. Dazu trägt auch, aber nicht nur, der alljährliche „Blitzmarathon“ bei. Hier möchten wir mit gezielten Kontrollaktionen Verkehrsteilnehmer dafür sensibilisieren, dass Rasen keinesfalls ein Kavaliersdelikt ist, sondern eine im schlimmsten Fall tödliche Gefahr für sich und andere darstellt.

Wie nachhaltig Aktionen wie der Blitzmarathon sind, beweist auch eine unabhängige Studie. Demzufolge beeinflussen große Aktionen das Fahrverhalten der Bevölkerung auch noch nach den eigentlichen Kontrollen. Insbesondere Autofahrer sind langsamer unterwegs und halten die Geschwindigkeitsbeschränkungen ein, was die Verkehrssicherheit auf den Straßen positiv beeinflusst. Aus unserer Erfahrung hält die Wirkung der Kontrollen durchaus noch an, auch wenn die Messgeräte längst abgebaut sind.

In der Zeit von Mittwoch, 06.00 Uhr, bis Donnerstag, 06.00 Uhr, waren beim diesjährigen „24-Stunden- Blitzmarathon“ mehr als 18.000 Fahrzeuge in Unterfranken erfasst worden (Vorjahr: ca. 9.600). Zusätzlich wurden von den Polizisten unter anderem auch an ausgewählten Unfallschwerpunkten Kontrollen mit dem Laserhandmessgerät durchgeführt. Die Zahl der beanstandeten Fahrzeuge war mit 494 dabei höher als noch im Vorjahr mit 442 und das obwohl die Kontrollaktionen groß angekündigt und mögliche Messstellen auch im Internet und via Social Media gezielt und transparent veröffentlicht worden waren.

Den unrühmlichen Spitzenreiter in Unterfranken meldete eine Messstelle aus dem Landkreis Main-Spessart:

Auf der B27 zwischen Himmelstadt und Karlstadt war ein 23-jähriger ortsansässiger Autofahrer am Donnerstagabend um 23.45 Uhr bei erlaubten 100 km/h mit 170 km/h unterwegs. Ihn erwartet jetzt ein Bußgeld in Höhe von 880 Euro, 2 Monate Fahrverbot und 2 Punkte in der Flensburger Verkehrssünderdatei.

Neben wenigen Ausreißern fällt die Bilanz des unterfränkischen Blitzmarathons insgesamt sehr positiv aus. Nicht die Zahl der Verkehrsteilnehmer, die beanstandet werden mussten, sondern die Tatsache, dass die Fahrzeugführer zumeist vorsichtig und mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs waren und an den Kontrollstellen auch großes Verständnis für die Aktion hatten, zeigt, dass die Aktion gelungen war.

Auch wenn der Blitzmarathon nun vorbei ist, werden weiterhin Kontrollen und Messungen durchgeführt. Die Unterfränkische Polizei appelliert an die Verkehrsteilnehmer, sich auch weiterhin an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten und diese den Straßen- und Witterungsverhältnissen anzupassen. Dies alles dient einer stets unfallfreien Fahrt.

Das Polizeipräsidium Unterfranken wünscht allen Verkehrsteilnehmern auf den unterfränkischen Straßen allzeit gute und sichere Fahrt.



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