29. 06. 2017
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Großbrand auf dem Gelände einer Zuckerfabrik in Ochsenfurt



OCHSENFURT, LKR. WÜRZBURG – Aus bislang noch ungeklärter Ursache ist am Samstagabend auf dem Gelände einer Zuckerfabrik ein Feuer ausgebrochen. Der Brand wird aktuell von einem Großaufgebot der örtlichen Feuerwehren bekämpft. Es ist davon auszugehen, dass die Löscharbeiten noch einige Stunden in Anspruch nehmen werden (Stand: 22.15 Uhr).

Gegen 17.30 Uhr ist die Mitteilung über den Brand auf dem Fabrikgelände in der Marktbreiter Straße bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken eingegangen. Als die erste Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Ochsenfurt vor Ort eintraf, brannte ein aus Strohballen gebauter Lärmschutzwall lichterloh. Die Flammen griffen in der Folge auch auf Firmengebäude über. Das Ausmaß des Schadens ist derzeit noch nicht abschätzbar. Hinweise über verletzte Personen gibt es bislang jedoch nicht.

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Durch das Feuer bildete sich eine schwarze Rauchwolke, die über das Bärental hinweg in Richtung Mainklinik zog. Anwohner wurden daher vorsorglich gebeten, ihre Fenster und Türen bis auf Weiteres geschlossen zu halten. Eine Überprüfung im Krankenhaus ergab, dass für die Patienten und Bediensteten keine Gefahr bestand.

Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig, da sich die Flammen unter anderem auch auf einen etwa 160 Meter langen Tunnel der Zuckerfabrik ausgeweitet haben. Möglicherweise werden die Löscharbeiten noch bis in die frühen Morgenstunden andauern. Für die Dauer des Einsatzes bleiben die Südtangente sowie die Marktbreiter Straße in Ochsenfurt für den Verkehr gesperrt. Zeitweise war auch die Bahnstrecke zwischen Ochsenfurt und Treuchtlingen beeinträchtigt.

Wie das Feuer ausgebrochen ist, ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen zur Brandursache werden von der Kriminalpolizei Würzburg geführt.

Im Einsatz befanden sich neben der Werksfeuerwehr Südzucker Ochsenfurt auch die Berufsfeuerwehr und die Feuerwehrschule Würzburg sowie ein Großaufgebot an Freiwilligen Feuerwehren aus den Landkreisen Würzburg und Kitzingen. Der Rettungsdienst war ebenfalls mit zahlreichen Fahrzeugen und Einsatzkräften vor Ort. Auch das Technische Hilfswerk und Notfallmanager der Deutschen Bahn waren im Einsatz.

Ein Großteil des Brandes auf dem Gelände der Zuckerfabrik ist inzwischen gelöscht. Allerdings dauern die Nachlöscharbeiten noch an. Von dem Rauch geht keine Gefahr mehr aus. Der Hinweis an die Anwohner, Fenster und Türen geschlossen zu halten, ist somit nicht mehr notwendig. Die Brandursache ist ebenso wie die Schadenshöhe Gegenstand kriminalpolizeilicher Ermittlungen.

Im Einsatz befanden sich neben der Polizeiinspektion Ochsenfurt und der Kriminalpolizei Würzburg insgesamt etwa 270 Einsatzkräfte der Feuerwehren, das THW aus Ochsenfurt und Würzburg mit 21 Einsatzkräften, vorsorglich auch der Rettungsdienst mit 38 Einsatzkräften sowie zwei Notfallmanager der Deutschen Bahn.

Sobald erste Aussagen zu einer möglichen Brandursache oder zur Höhe des entstandenen Sachschadens getroffen werden können, wird seitens des Polizeipräsidiums Unterfranken nachberichtet.



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