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Callcenterbetrüger täuschen Rentnerin: Sohn verständigt Polizei, zwei Tatverdächtige in Haft


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WÜRZBURG – Callcenterbetrüger haben am Freitag versucht, bei einer Rentnerin mehrere tausend Euro zu erbeuten. Der Sohn der Frau hatte den Betrugsversuch erkannt und die Polizei verständigt. Beamte der Polizei Würzburg-Stadt und der Bereitschaftspolizei Würzburg konnten einen Mann und eine Frau bei der Geldübergabe vorläufig festnehmen.

Am Samstag führte die Kripo die Beschuldigten auf Anordnung der Staatsanwaltschaft dem Ermittlungsrichter vor, der gegen die zwei Tatverdächtigen Haftbefehle erließ.



Die Betrüger hatten sich bei der Seniorin gemeldet und sich als Polizeibeamte ausgegeben. Sie täuschten der Frau dabei eine Notsituation vor, sodass diese schließlich bereit war, einen fünfstelligen Geldbetrag an die vermeintlichen Polizisten zu übergeben. Die offensichtlich geschickt agierenden Täter hatten die Frau über einen längeren Zeitraum am Telefon gebunden und Druck auf die Rentnerin ausgeübt.


Der 32-jährige Sohn der Angerufenen hatte den Betrugsversuch glücklicherweise mitbekommen und umgehend die richtige Polizei verständigt. Im Zuge der Fahndung konnte die Polizei gegen 16.15 Uhr eine Frau und einen Mann im Alter von 26 und 21 Jahren vorläufig festnehmen, als diese gerade das Geld im Bereich der Dettelbachergasse abholen wollten.

Die in Polen wohnhaften Tatverdächtigen führte die Kriminalpolizei am Samstag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg dem Ermittlungsrichter vor. Dieser folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg und erließ Haftbefehle wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Bandenbetrugs. Im Anschluss kamen beide in verschiedene Justizvollzugsanstalten.

Die Ermittlungen, insbesondere zu weiteren Tatbeteiligten, führt nun die Kriminalpolizei Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg durch.

Die Präventionskampagnen des Polizeipräsidiums Unterfranken

Bereits Ende 2020 hat das Polizeipräsidium Unterfranken die Präventionskampagne “Leg´auf!” ins Leben gerufen. Zusätzlich startete im Juli 2022 auch an unterfränkischen Schulen die Kampagne „Ich schütze Oma und Opa“. Mit den Kampagnen „Ich schütze Oma und Opa“ sowie „Chill mal Oma“ setzt die unterfränkische Polizei nun auf die Unterstützung von Jugendlichen, sowie Schülerinnen und Schülern. Diese sollen Großeltern sowie ältere Bekannte auf die Betrugsmaschen der Täter aufmerksam machen.

Das Ziel dieser Kampagnen ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben. Die wichtigsten Botschaften sind:

Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.

Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben!

Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!

Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen – bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!

Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!

Weitere Informationen:

Leg‘ auf!: Die Bayerische Polizei – Präventionskampagne – LEG‘ AUF! in Unterfranken (bayern.de)

Dort finden sie zudem weiterführende Links zu den Kampagnen

„Ich schütze Oma und Opa“

„Chill mal Oma“


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