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Die Halloween-Nacht bescherte der unterfränkischen Polizei wiederum reichlich Arbeit


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UNTERFRANKEN – Trotz aller Vorwarnungen und verstärkter Präsenz war Halloween für die unterfränkische Polizei wieder mit reichlich Arbeit verbunden. Von mehr als 300 zu bewältigenden Einsätzen, hatten etwa 60 einen direkten Bezug zu Halloween-Feierlichkeiten. Dies sind allerdings deutlich weniger als im Vorjahr, als die Beamten wegen rund 170 zusätzlichen Mitteilungen ausrücken mussten. Wie auch im vergangenen Jahr lagen die Schwerpunkte im Bereich der Sachbeschädigungen und Ruhestörungen. Der übermäßige Alkoholgenuss, der leider auch dieses Mal wieder festzustellen war, tat sein Übriges. Erst in den Morgenstunden flachte das generelle Feiergeschehen und Halloweentreiben ab.

Knapp 20 Sachbeschädigungen mussten die Beamten in Unterfranken aufnehmen, wobei in 15 Fällen mit direktem Halloween-Bezug Unverbesserliche u.a. auch Eier und Silvesterkracher zum Einsatz brachten. Fast 20 Mal war die Polizei zum Ausrücken gezwungen, weil angeblich Jugendliche randalierten. Bei über 30 Ruhestörungen mussten Streifenbesatzungen eingreifen, allerdings war die Mehrzahl davon auch einfach der Tatsache geschuldet, dass der folgende freie Tag für Feierlichkeiten aus verschiedenen Anlässen genutzt wurde. Auch anlässlich von Körperverletzungen, Streitereien und hilflosen Personen, bei denen oft der Alkohol eine entscheidende Rolle spielte, mussten Polizeibeamte tätig werden.


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Im Bereich Main-Rhön kam es gegen 21.15 Uhr in Knetzgau zu einem Containerbrand, nachdem Jugendliche vermutlich gezündelt hatten. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 500 Euro. In Bad Brückenau fing ebenfalls ein Altkleidercontainer Feuer, nachdem ein Zehnjähriger einen Feuerwerkskörper hineingeworfen hatte. Die Feuerwehr löschte, der Schaden beträgt rund 1000 Euro. In Sand am Main griff eine Streife kurz vor Mitternacht drei Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren auf, die allesamt dem Alkohol zugesprochen hatten. Sie wurden den Eltern übergeben. In Haßfurt spannte ein Zehnjähriger eine Angelschnur mit entsprechenden Angelhaken quer über seinen Hof. Als eine Gruppe Kinder den Hof betrat, verfing sich eine 14-Jährige in einem Drillingshaken und wurde leicht verletzt.


Am Bayerischen Untermain wurde beispielsweise in Stockstadt a.Main gegen 19.45 Uhr ein Stapel Dämmmaterial in Brand gesteckt. Zeugen bemerkten weglaufende Jugendliche, welche die Polizei kurz darauf schnappte. Vier Stunden später brannte in der Obernburger Straße eine Plakatwand. Die Feuerwehr löschte, die Polizei ermittelt gegen Unbekannt. In Sulzbach im Landkreis Miltenberg gerieten im Zuge einer Halloween-Party ein 15-Jähriger und ein zwei Jahre Älterer aneinander. Nach einer zunächst verbalen Auseinandersetzung schlug der jüngere Kontrahent dem 17-Jährigen so heftig auf die Nase, dass dieser mit einer Nasenbeinfraktur ins Klinikum Aschaffenburg eingeliefert werden musste. Von der Obernburger Polizei wurden am Halloween-Abend gesondert verstärkt Jugendkontrollen durchgeführt. Im Rahmen dieser polizeilichen Aktion wurden in den Landkreisgemeinden Elsenfeld, Leidersbach, Wörth und Klingenberg etliche Verstöße festgestellt. So wurden beispielsweise in verschiedenen Verbrauchermärkten Zigaretten und Alkoholika an Jugendliche abgegeben,  rauchende Personen auf einem Tankstellengelände festgestellt, eine mit Haftbefehl gesuchte Person in Gewahrsam genommen und einen Alkoholsünder mit 0,76 Promille aus dem Verkehr gezogen werden.

In Mainfranken glich die Würzburger Innenstadt beinahe einer Partymeile. Zig geschminkte und verkleidete Halloweenfans, die auf der Straße und in den zahlreichen Kneipen feierten, zählte die Polizei. Reichlich Alkohol war in vielen Fällen Anlass für ausufernde Aktionen, die die Polizei auf den Plan rief. So warfen schon am frühen Abend Jugendliche Eier gegen ein Hausfenster in der Hartmannstraße. Fast gleichzeitig wollte eine Horde von ca. 50 Jugendlichen eine Party in der Keesburgstraße sprengen. Eine Garage im Winterleitenweg wurde mit Zahnpasta und auf dem Heuchelhof mehrere Autos mit Ketchup beschmiert. Zudem sorgten mehrere private Partys für übermäßigen Lärm und die Polizei musste nach massiven Beschwerden von Nachbarn die Ruhe herstellen. Eine 20-jährige Radfahrerin wurde kurz vor Mitternacht aus dem Verkehr gezogen. Sie fiel auf dem Rennweg durch unsichere Fahrweise auf. Der Alkotest zeigte 2,54 Promille. Aus polizeilicher Sicht erfreulich war zu verbuchen, dass sich die Gaststätten und Discos weitestgehend an die Regelung der Stillen Tage hielten und nach Mitternacht ihre Musik leise stellten.

In Lohr a.Main flogen gegen 20.15 Uhr gegen die Hauswand eines Wohnhauses in der Vorstadtstraße insgesamt sechs Eier beworfen. Die Reinigung der Wand dürfte nach bisheriger Schätzung des Eigentümers mehrere Hundert Euro kosten. Gleiches Schicksal ereilte einen Hausbesitzer in der Ruppertshüttener Straße. Im Landkreis Kitzingen beendete die Polizei eine Veranstaltung, die in einem Gewächshaus in Albertshofen stattfand. Nach Beschwerden über Ruhestörung und betrunkene Jugendliche wurden tatsächlich mehrere Jugendliche angetroffen, die kurz nach 01.00 Uhr im Ortsgebiet zu Fuß unterwegs waren. Zwei 15-jährige Mädchen, die ohne Aufsicht unterwegs waren, wurden den Eltern übergeben. Eine Verständigung der Eltern erfolgte ebenfalls im Fall zweier 16 und 17 Jahre alter Jugendlicher, die mit Wodka und Likör unterwegs waren. Bei ihnen wurden Alkoholwerte von 0,50 Promille und 1,26 Promille festgestellt.


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