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Die täglichen Wildunfälle – dieses Mal jedoch mit erheblichen Konsequenzen für die jeweiligen Fahrzeugführer


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BALLINGSHAUSEN / SCHWEBHEIM – Von den im Landkreisgebiet beinahe täglich stattfindenden Wildunfällen wird an dieser Stelle fast immer berichtet. Und fast immer gehen die Unfälle für die Autofahrer außer den Blechschäden relativ glimpflich aus.

Am späten Mittwochnachmittag ereignete sich jedoch im Bereich von Ballingshausen und im Bereich von Schwebheim innerhalb kurzer Zeit jeweils ein Wildunfall, bei denen gegen die beiden Autofahrer jetzt ein Straf- beziehungsweise im anderen Fall ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet werden musste.


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Gegen 18.20 Uhr ereignete sich der erste Wildunfall auf der Kreisstraße 58.

Von der Staatsstraße 2280 her kommend bog die spätere Beschuldigte, eine 62-Jährige mit ihrem Seat Ibiza, bei Ballingshausen auf die Kreisstraße ab und folgte dieser in Richtung zum Ellertshäuser See. Etwa einen halben Kilometer vor dem Waldstück wollte plötzlich ein Reh noch vor der Autofahrerin über die Straße springen. Das Wildtier schaffte es nicht mehr rechtzeitig, wurde beinahe frontal erfasst und getötet. Das tote Tier blieb danach auf der Straße liegen. Der Schaden am Auto beträgt bis zu 4000 Euro.


Jetzt machte die Autofahrerin jedoch einen „großen Fehler“, wodurch sie sich strafbar gemacht hat, denn sie fuhr einfach weiter und ließ das Tier als „Hindernis“ mitten auf der Fahrbahn liegen. Wenige Minuten später kam aus der Gegenrichtung ein 22-Jähriger mit seinem Seat Leon dahergefahren, sah in der Dunkelheit das Hindernis auf der Fahrbahn viel zu spät und überrollte das vermutlich bereits tote Wildtier. Dabei zog er sich ebenfalls einen Schaden an der Front und dem Unterboden seines Autos zu. Die genaue Schadenshöhe kann erst nach der Überprüfung in einer Werkstatt festgestellt werden.

Die 62-Jährige Autofahrerin wäre verpflichtet gewesen, entweder das Tier von der Fahrbahn zu ziehen oder wenn sie dazu nicht in der Lage gewesen wäre, stehen zu bleiben und mit Warnblinklicht und Warndreieck die Unfallstelle abzusichern. Zudem ist in so einem Fall dann die Verständigung der Polizei oder eines Jagdpächters obligatorisch.

Weil sie dies nicht gemacht hat und es zu einem Schadensereignis gekommen ist, wird gegen die Beschuldigte jetzt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und eines Verstoßes nach dem Bayrischen Jagdgesetz ermittelt.

Die Beschuldigte verlor das vordere Kennzeichen an der Unfallstelle. So war es für den Sachbearbeiter nicht schwer, die Fahrerin aus Schweinfurt später ausfindig zu machen. Bei einer ersten Anhörung gab die Frau an, sie hätte angehalten, wäre ausgestiegen, habe aber das Reh nicht mehr gesehen.

Der zweite Wildunfall mit Konsequenzen ereignete sich gegen 19 Uhr auf der Kreisstraße 28.

Dort fuhr ein 48-Jähriger aus dem Bereich von Gerolzhofen mit seiner Mercedes-C-Klasse von Grettstadt in Fahrtrichtung Schwebheim. Etwa einen Kilometer vor dem Ortsschild Schwebheim kam es auch in diesem Fall zu einer heftigen Kollision mit einem über die Straße rennenden Reh. Das Wildtier wurde in den linken Straßengraben geschleudert, wo es verendete. Der Mercedes war danach nicht mehr fahrtauglich und musste abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird auf 3500 Euro geschätzt.

Wegen ausgelaufener Betriebsstoffe und „Tierteilen“ auf der Fahrbahn wurden die Floriansjünger Schwebheim alarmiert, um die Fahrbahn säubern.

Weil bei der Wildunfallaufnahme Alkoholgeruch beim Autofahrer wahrgenommen worden ist, musste er den Ordnungshütern zur Schweinfurter Polizeiwache folgen. Dort erreichte der Betroffene beim Test an einem gerichtsverwertbaren Gerät 1,06 Promille.

Deshalb ist jetzt ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gegen ihn eingeleitet worden.



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