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Diebe machen sich in Altersheimen zu schaffen: Die Kripo warnt und bittet um Zeugenhinweise


Kanal-Türpe

WÜRZBURG – Eine Serie von Diebstählen hat sich in den vergangenen Tagen hauptsächlich in Würzburger Altersheimen ereignet. In einigen Fällen lockten die Täter ihre Opfer unter einem Vorwand aus ihren Wohnungen, um anschießend in die Räume einzudringen und Beute zu machen.

Die Unbekannten waren auf Bargeld, Schmuck und andere Wertgegenstände aus. In einigen Fällen liegen Täterbeschreibungen vor. Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise von Zeugen.


AOK - Keine Kompromisse

Drei Fälle in der Würzburger Innenstadt

Im Zeitraum zwischen Samstagnachmittag, 14.30 Uhr, und Montagmorgen, 09.30 Uhr, ereigneten sich in einem Altersheim in der Theaterstraße gleich zwei Einbrüche. Die unbekannten Täter verschafften sich offenbar mit einem Werkzeug Zugang in die Wohnungen von zwei Seniorinnen und entwendeten Schmuck und Bargeld im Gesamtwert von mehreren tausend Euro. In diesen beiden Fällen waren den Geschädigten keine verdächtigen Personen aufgefallen.


Am Montagnachmittag betraten kurz vor 13.00 Uhr drei unbekannte Frauen ein Altersheim in der Valentin-Becker-Straße. Sie gaben gegenüber einer Bewohnerin vor, dass für sie ein Paket an der Pforte zur Abholung bereit liegen würde. Während sich die Seniorin auf den Weg machte, öffneten die Unbekannten die ins Schloss gezogene Tür und machten sich im Inneren der Wohnung auf die Suche nach Beute. Entwendet wurde in diesem Fall offenbar nichts. Die Täterinnen verschwanden kurz vor 13.30 Uhr in unbekannte Richtung.

In allen drei Fällen waren den Geschädigten keine verdächtigen Personen aufgefallen. Eine Täterbeschreibung liegt somit nicht vor.

Zwei Fälle in Heidingsfeld

In einem Altersheim in der Reuterstraße machten Diebe ebenfalls in zwei Fällen Beute im Gesamtwert von mehreren tausend Euro. So wurde am Montagvormittag, gegen 10.30 Uhr, eine Seniorin unter einem Vorwand aus ihrer Wohnung gelockt. Als sie an der Haustür des Heimes „etwas unterschreiben“ sollte, drang ein Unbekannter in ihre Wohnung ein und entwendete hochwertige Münzen.

Nur eine halbe Stunde später läutete eine Frau bei einer anderen Bewohnerin und gab vor, dass ein Hund entlaufen sei. Nachdem die ältere Dame ihre Wohnung verlassen hatte, um mit der angeblichen Hundehalterin zu sprechen, entwendete ein Komplize aus den Wohnräumen der Seniorin Schmuck und Bargeld.

Die Hundehalterin wird wie folgt beschrieben:

Etwa 25 Jahre alt, ca. 160 cm groß, schlank sprach deutsch mit ausländischem Akzent, war dunkel gekleidet, trug eng anliegenden Mantel

Ein Fall im Stadtteil Zellerau

In einem Altersheim in der Jägerstraße fragte eine Unbekannte eine Bewohnerin nach dem Aufzug. Sie ließ sich in der Folge dorthin begleiten, während ein Komplize in die Wohnung eindrang. Entwendet wurde Schmuck und Bargeld im Wert von mehreren tausend Euro. Die Tat ereignete sich am Dienstagnachmittag, kurz nach 15.00 Uhr.

In diesem Fall liegt folgende Täterbeschreibung vor:

Weiblich, etwa 18 Jahre alt, ca. 160 cm groß, trug beigefarbenen Mantel

Ein Fall im Stadtteil Sanderau

In der Eichendorffstraße wurde eine Seniorin von zwei Männern und einer Frau aus der Wohnung gelockt. In diesem Fall gaben die Unbekannten erneut vor, auf der Suche nach einem entlaufenen Hund zu sein. Während die Wohnungsinhaberin abgelenkt wurde, machte sich ein Täter auf die Suche nach Wertgegenständen. Entwendet wurde dem Sachstand nach nichts. Die Tat ereignete sich am Sonntagvormittag, im Zeitraum zwischen 11.00 Uhr und 11.15 Uhr.

Nur von der Frau liegt eine Personenbeschreibung vor:

Ca. 165 cm groß, schlank, dunkel gekleidet, auffällig stark geschminkt

Ein Fall in Grombühl

Am Mittwochnachmittag klingelte es gegen 13.00 Uhr bei einem Pensionär in der Straße „Am Stein“. Nachdem niemand vor seiner Tür stand, wurde er auf drei verdächtige Frauen aufmerksam, die sich in der Nähe seines Wohnhauses aufhielten. Der Vorfall wiederholte sich etwa 20 Minuten später und nochmals am Abend, gegen 19.45 Uhr. Der Senior ließ sich jedoch nicht aus seinem Haus locken und verständigte die Polizei. Als eine Streifenbesatzung eintraf, waren die Verdächtigen jedoch bereits spurlos verschwunden. Sie waren laut Zeugenangaben etwa 20 Jahre alt.

Aufgrund der Vorgehensweise der Täter und den vereinzelt vorliegenden Täterbeschreibungen geht die Kriminalpolizei Würzburg davon aus, dass die aufgeführten Fälle in Zusammenhang stehen. Es ist nicht auszuschließen, dass es in Zukunft zu weiteren Fällen im Raum Würzburg kommt.

Aus diesem Grund warnt das Polizeipräsidium Unterfranken eindringlich vor der Masche. Betroffen waren in erster Linie Seniorinnen und Senioren in Altersheimen. Verwandte und Bekannte sowie das Pflegepersonal in Altersheimen werden daher gebeten, über die Masche zu sprechen und aufzuklären.

Für Fragen rund um das Thema Einbruchsschutz, insbesondere in den eigenen vier Wänden, stehen auch gerne kostenlos, kompetent und neutral die Fachberater der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Würzburg unter Tel. 0931/457-1830 zur Verfügung.

Niemand sollte Scheu haben, bei verdächtigen Wahrnehmungen unverzüglich den Notruf 110 zu wählen.

Zeugen, die in Zusammenhang mit den Diebstählen Verdächtiges beobachtet haben, werden dringend gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 mit der Kriminalpolizei Würzburg in Verbindung zu setzen.



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