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Neues Wildwarnsystem eingeweiht: Für mehr Sicherheit auf Bayerns Straßen


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LANDKREIS SCHWEINFURT – Am Donnerstagvormittag weihte Innenstaatssekretär Gerhard Eck im Beisein des Schweinfurter Polizeichefs, Joachim Mittelstädt, ein neues Wildwarnsystem ein, das nun unter anderem im Landkreis Schweinfurt getestet wird. Zugegen waren auch der Landrat des Schweinfurter Landkreises Florian Töpper sowie weitere Ehrengäste. Das neue System soll für mehr Sicherheit auf Bayerns Straßen sorgen.

Denn die Zahl der Unfälle mit Rehen, Wildschweinen oder anderen Wildtieren befindet sich seit Jahren auf hohem Niveau und ist 2018 bayernweit im Vergleich zum Vorjahr nochmals gestiegen.


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Die Autofahrer sollen durch die neuen Anlagen mittels Lichtsignalen an Straßenleitpfosten vorgewarnt werden, die im Vorfeld erkennen, wenn sich ein Wildtier am Straßenrand befindet. Gleichzeitig sendet das System eine Meldung an die Module der benachbarten Leitpfosten, die ebenfalls aufleuchten. So werden die Fahrer rechtzeitig gewarnt und daran erinnert, langsam und vorausschauend zu fahren. Durch Hinweistafeln werden die Verkehrsteilnehmer zusätzlich auf das Projekt aufmerksam gemacht.

Auf vier Pilotstrecken in Bayern wird das neue Wildwarnsystem ab Februar getestet. Neben der Teststrecke auf der B 303 zwischen Schonungen und Waldsachsen im Landkreis Schweinfurt sind auch weitere Örtlichkeiten in den Landkreisen Wunsiedel, Erding und Landshut an dem Pilotprojekt beteiligt. Die Anlagen des Start-Ups „AniMot“ sollen drei Jahre lang getestet werden. Nach dem Testzeitraum wird dann evaluiert, in wie fern die Zahl der Wildunfälle an den betroffenen Stellen tatsächlich zurückgegangen ist.


Dabei ist das neue Warnsystem nicht wie andere Modelle dazu konzipiert, die Tiere abzuschrecken, sondern richtet sich gezielt an die Autofahrer. Ziel ist es laut Innenstaatssekretär Eck, dass die Fahrzeugführer im Gefahrenfall rechtzeitig gewarnt werden, damit sie durch eine angepasste Fahrweise Zusammenstöße mit einem Wildtier verhindern können. So sollen insgesamt Unfälle vermieden und die Straßen sicherer werden.

Fotos: Polizei

Und hier noch der Bericht vom Landkreis Schweinfurt:

Neues Pilotprojekt gegen Wildunfälle: Landkreis Schweinfurt ist einer von vier bayerischen Landkreisen, in dem Wildwarnsystem AniMot getestet wird

Der Landkreis Schweinfurt ist einer von insgesamt vier bayerischen Landkreisen, in denen das neue Wildwarnsystem „AniMot“ getestet wird. Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck hat im Beisein von Landrat Florian Töpper das Pilotprojekt gegen Wildunfälle, das gemeinsam vom bayerischen Verkehrsministerium und bayerischen Innenministerium durchgeführt wird, im Landkreis Schweinfurt vorgestellt.

Das Wildwarnsystem AniMot wird in den kommenden drei Jahren auf Teststrecken neben dem Landkreis Schweinfurt auch in den Landkreisen Erding, Landshut und Wunsiedel erprobt. Zusammen mit den AniMot-Geschäftsführern Sabine Dahl und Robert Loder-Schranz und Landrat Florian Töpper nahm Eck die Teststrecke an der B303 zwischen den Anschlussstellen Schonungen und Waldsachsen offiziell in Betrieb. Eine weitere Teststrecke im Landkreis Schweinfurt gibt es auf der Kreisstraße SW 24 zwischen Marktsteinach und Waldsachsen. Auf insgesamt zwei Kilometern hat der Kreisbauhof des Landkreises Schweinfurt dort die Beschilderung und Leitpfosten angebracht.

„Alles, was zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beiträgt, ist ein Gewinn für unsere Bürgerinnen und Bürger. Daher freue ich mich, dass die Ministerien unser Angebot, die Teststrecke neben der B303 auf unsere Kreisstraße SW24 auszuweiten, gerne angenommen haben“, sagte Landrat Florian Töpper. Man erhoffe sich einen spürbaren Rückgang der Wildunfallzahlen, so Eck. „Wenn das Pilotprojekt positive Ergebnisse bringt, können wir uns eine Ausweitung auf weitere wildunfallgefährdete Streckenabschnitte in Bayern vorstellen“, blickte Eck in die Zukunft.

Er wies darauf hin, dass die Zahl der Wildunfälle auf Bayerns Straßen in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen ist, von rund 55.000 in 2009 auf knapp 76.000 in 2018, ein Plus von rund 38 Prozent. „Etwa jeder fünfte Autounfall ging im Freistaat letztes Jahr auf einen Zusammenstoß mit einem Wildtier zurück“, so der Staatssekretär. AniMot kann Wildtiere am Straßenrand erkennen und warnt Autofahrer optisch davor. Dafür werden die Straßenleitpfosten mit kleinen infrarotbasierten Geräten ausgestattet, die miteinander vernetzt sind und das Gebiet um die Straße nach Wärmequellen absuchen. So werden Rehe, Wildschweine und andere Tiere am Straßenrand erkannt. Spürt ein Gerät eine Wärmequelle auf, blinkt ein gelbes Warnlicht zur Warnung der Autofahrer an allen Pfosten im Umfeld.

Weitere Informationen zum Wildwarnsystem AniMot können unter www.animot.eu abgerufen werden.

(mit Informationen der StMI-Pressemitteilung)

Im Bild: Innenstaatssekretär Gerhard Eck (Zweiter von rechts), Landrat Florian Töpper (Vierter von rechts) und Kreisbauhofleiter Norbert Müller (zwischen den beiden) nahmen offiziell die Wild-Warn-Versuchsstrecke im Landkreis Schweinfurt in Betrieb.
(Foto: Staatliches Bauamt Schweinfurt)



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