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Unfallserie bei Regen beschert der Autobahnpolizei reichlich Arbeit – Beamter rettet sich mit Sprung über Leitplanke


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Unterfranken – Regen hat am Samstagnachmittag innerhalb von nur wenigen Stunden zu einer Unfallserie auf den unterfränkischen Autobahnen geführt. Streifenbesatzungen der Verkehrspolizeiinspektionen Würzburg-Biebelried und Schweinfurt-Werneck mussten zu fast 20 Verkehrsunfällen ausrücken, die sich in der überwiegenden Zahl wegen nicht angepasster Geschwindigkeit ereignet hatten. Neun Personen trugen Verletzungen davon. Unter den Verletzten ist auch ein Polizeibeamter, der sich erst im letzten Moment vor einem schleudernden Auto durch einen Sprung über die Leitplanke in Sicherheit bringen konnte. Der Sachschaden bei der Unfallserie dürfte sich auf etwa 200.000 Euro belaufen. Lediglich der bayerische Untermain blieb von den witterungsbedingten Unfällen einigermaßen verschont.

Das im Laufe des Samstags über Unterfranken ziehende Regengebiet hatte dazu geführt, dass sich die Unfälle ab etwa 12.00 Uhr häuften. Ein Unfallschwerpunkt war dabei die A 7 im Bereich Elfershausen, Landkreis Bad Kissingen. Hier hatten sich innerhalb von nur zwei Stunden sechs Unfälle ereignet. Als erster prallte ein Autofahrer aus Norddeutschland mit seinem Auto gegen die Mittelleitplanke. Allein hier entstand ein Schaden in Höhe von 16.000 Euro. Ebenfalls an der Leitplanke landeten nur 15 Minuten später auf der Gegenfahrbahn kurz nach einander ein Pkw-Fahrer aus Bad Salzdetfurth und ein Autofahrer aus Ungarn. Hier hielt sich der Sachschaden mit zusammen 6.000 Euro einigermaßen in Grenzen.


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Leicht verletzt wurde dann um 13.20 Uhr wieder auf der Richtungsfahrbahn Kassel ein Autofahrer aus dem Landkreis Bad Kissingen, der bei starkem Regen von der Fahrbahn abkam und in die Außenleitplanke krachte. Hier entstand Sachschaden in Höhe von ca. 20.000 Euro.


Nur zehn Minuten später führte dann ein Überholmanöver im Regen zum nächsten Verkehrsunfall. Eine Frau aus dem Landkreis Bad Kissingen war in einem Kurvenbereich ins Schleudern geraten, nachdem sie an zwei Autos vorbei gefahren war. Die 25-Jährige am Steuer und ihre Beifahrerin trugen leichte Verletzungen davon. Fast zeitgleich verlor ein weiterer Autofahrer aus dem Großraum Hannover die Kontrolle über seinen Mercedes und stieß gegen die Leitplanke. In diesem Fall dürften sich die Kosten für die Reparatur auf mindestens 10.000 Euro belaufen.

Kurz vor 14.00 Uhr war es dann im Bereich Wasserlosen unzureichendes Reifenprofil, das dazu führte, dass ein Autofahrer ins Schleudern kam. Der Pkw prallte zunächst gegen die Mittelleitplanke und landete dann in einem Grünstreifen. Der Fahrer aus Kassel, der allein unterwegs war, kam mit einem Schleudertrauma ins Krankenhaus.

Den Abschluss der Unfallserie auf der A 3 bildete dann ein Unfall gegen 16.00 Uhr im Bereich Werneck. Ein Audifahrer hatte bei Starkregen überholt und dabei die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Dabei kam es dann noch zum Zusammenstoß mit einem weiteren Pkw.

Auch auf der A 71 kam es bei Regen zu zwei Unfällen. Kurz nach 13.00 Uhr geriet ein Pkw-Fahrer aus dem Kyffhäuserkreis im Bereich Hollstadt, Landkreis Rhön-Grabfeld, nach dem Durchfahren zweier Rinnsale ins Schleudern und prallte gegen die Außenschutzplanke. Nach etwa 50 Metern brachte der Mann sein Auto zum Stehen. Es entstand erheblicher Sachschaden in Höhe von etwa 11.000 Euro.

Einer der schwersten Unfälle ereignet sich gegen 15.30 Uhr auf Höhe Poppenhausen, Landkreis Schweinfurt. Hier kam eine BMW-Fahrerin nach rechts von der Fahrbahn ab und wurde dann von einer Leitplanke ausgehebelt. Danach überschlug sich das Auto mehrfach und kam halb im Grünstreifen zum Liegen. Dabei wurden die 25-Jährige am Steuer und ihr Mann schwer verletzt. Die beiden Kinder kamen mit leichteren Verletzungen davon. Die komplette Familie aus dem Landkreis Bad Kissingen wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Der Sachschaden dürfte über 30.000 Euro liegen.

Auf der A 70 ereigneten sich gegen 16.00 Uhr kurz hintereinander zwei kleinere Unfälle, bei denen zusammen etwa 5.000 Euro Sachschaden entstand. Verletzt wurde hierbei niemand.

Zu einer für einen Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried äußerst gefährlichen Situation kam es gegen 15.20 Uhr auf der A 81 im Bereich Kist, Landkreis Würzburg. Dort war zunächst ein Mercedesfahrer aufgrund Aquaplaning ins Schlingern geraten und mit einem daneben fahrenden VW zusammengestoßen. Das gerammte Fahrzeug prallte gegen die Leitplanke  und kam dann auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen. Der Unfallverursacher hielt auf dem Seitenstreifen an. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden beläuft  sich auf etwa 12.000 Euro.

Die Unfallstelle wurde von der Polizei u.a. mit Nissenleuchten und Leitkegeln abgesichert. Kurze Zeit später kam dann ein Mercedes auf einen Beamten zu, der auch noch mit Handzeichen auf die Unfallstelle hinwies. Der 36-jährige Daimlerfahrer übersah offenbar die Absperrmaßnahmen und leitete dann eine Vollbremsung ein. Dabei kam er auf der regennassen Fahrbahn ins Schleudern und überfuhr eine Pylone. Das Geschehen spielte sich nicht allzu weit von dem Polizisten entfernt ab, der sich im letzten Moment mit einem Sprung über die Leitplanke in Sicherheit brachte. Dabei zog sich der Beamte eine Hand- und eine Schulterverletzung zu. Gegen den Mercedesfahrer aus Heide wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Innerhalb von nur zehn Minuten ereigneten sich dann auf der A 3 bei Geiselwind zwei Unfälle. Beim ersten war gegen 13.10 Uhr ein Porschefahrer aus Stuttgart bei Regen ins Schleudern geraten und in die Außenleitplanke geprallt. Durch umherfliegende Fahrzeugteile wurden zwei weitere Pkw beschädigt. Der Sachschaden beträgt etwa 20.000 Euro. Die Fahrer kamen mit dem Schrecken davon.

In dem sich bildenden Stau bremste ein Autofahrer sein Fahrzeug stark ab und lenkte es in Richtung Mittelstreifen. Ein Pkw-Fahrer aus Rumänien wurde darauf zu spät aufmerksam und fuhr auf das erste Auto auf. Hier entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 7.000 Euro.

Gegen 15.00 Uhr kam auf regennasser Fahrbahn im Bereich Wertheim eine Autofahrerin nach einem Überholvorgang ins Schleudern. Mit ihrem Pkw fuhr die Frau aus Bad Nauheim zunächst gegen den Bordstein des Mittelstreifens und dann gegen die Außenleitplanke. In diesem Fall schlägt der Schaden mit über 20.000 Euro zu Buche.

Gegen 15.45 Uhr landete dann noch ein Autofahrer aus Serbien bei Regen im Bereich Helmstadt an der Außenleitplanke. Auch in diesem Fall gab es glücklicherweise keine Verletzten. Allerdings entstand mit 11.000 Euro erheblicher Sachschaden.

Glück hatten dagegen die Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg – Hösbach. Auf der A 3 ereignete sich am bayerischen Untermain nur ein Unfall, der mit dem Regen im Zusammenhang stand. Gegen 17.00 Uhr war ein BMW-Fahrer aus Duisburg am sogenannten Kauppenaufstieg aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit bei nasser Fahrbahn gegen die Mittelleitplanke geprallt. Die Reparaturkosten dürften mit etwa 6.000 Euro zu Buche schlagen.


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