28. 03. 2017
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Grüne Kreisverbände erklären: Der Steigerwald muss zur Nationalpark-Diskussion ins Auswahlverfahren

STEIGERWALD – Die Ergebnisse einer von der Landtagsfraktion der Grünen durchgesetzten Expertenanhörung zum möglichen Standort eines dritten Nationalparks in Bayern am Donnerstag haben für die Grünen Kreisverbände der Haßberge und Bamberg-Land in eine klare Botschaft: „Der Steigerwald muss ins Auswahlverfahren“.

„Ich kann nicht verstehen, dass ausgerechnet der Steigerwald ausgeschlossen ist,“ wunderte sich bei der Anhörung in München etwa der Leiter des Nationalparks Hainich in Thüringen, Manfred Großmann. Einen Nationalpark müsse man als Sechser im Lotto sehen, legte die Tourismuschefin aus dem Nationalpark Bayerischer Wald, Susanne Wagner, in der Anhörung dar.

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„Der Steigerwald hat die einmalige Chance auf den Jackpot – eine Entwicklungschance für die gesamte Region. Die CSU muss endlich aufhören, die Spielbedingungen zu manipulieren, indem sie unsere Region von vorneherein ausschließt. Wir verlangen kein Geschenk von der Staatsregierung. Wir verlangen nur, dass darüber, wohin die Steuermittel für einen Nationalpark fließen, nach fairen und fachlichen Kriterien entschieden wird,“ griff Manuela Rottmann, Grüne Bundestagskandidatin im ost-unterfränkischen Wahlkreis Bad Kissingen, die Erfahrungen aus den anderen Nationalparks auf.

Matthias Lewin, Grüner Kreisrat im Landkreis Haßberge verwies darauf, dass nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch in vereinzelten Gemeinderäten die Chancen eines Nationalparks mittlerweile neu diskutiert würden. „Wenn die Staatsregierung an ihrer Ablehnung des Steigerwalds festhalten will, dann wäre es das Mindeste, dass die Umweltministerin sich zu dieser Frage wenigstens der Diskussion mit der Bevölkerung vor Ort stellt. Den Steigerwald einfach links liegen lassen, das geht gar nicht,“ so Lewin.

Lisa Badum, Grüne Bundestagskandidatin für Oberfranken, kommentierte das Ergebnis der Anhörung: „Warum nicht der Steigerwald? Diese Frage zog sich durch die gesamte Veranstaltung. Die Fachleute haben bestätigt, dass ein Auswahlverfahren ohne Einbeziehung der wertvollen Buchenwälder des Steigerwalds eine Farce wäre. Die Experten sagen, der Steigerwald muss rein, die Bevölkerung sagt, der Steigerwald muss rein. Nur die CSU sagt: Wir prüfen das erst gar nicht. Das versteht doch kein Mensch mehr.“

„Wir haben im Steigerwald das KnowHow, das ehrenamtliche Engagement für den Naturschutz und vor allem Buchenwälder, die es in dieser Vielfalt sonst kaum noch in Deutschland gibt, da sind sich alle Experten einig,“ ergänzte der Bamberger Kreisrat Andreas Lösche. „Wie die Staatsregierung mit den eindeutigen Aussagen der Experten über die Qualität des Steigerwalds umgeht, daran hängt die Glaubwürdigkeit des ganzen Auswahlprozesses,“ so Lösche.



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