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„Die Welt ein wenig besser machen“: Ehrung zahlreicher SPD-Jubilare


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SCHWEINFURT – Zu einer Ehrung hatte die SPD Schweinfurt am Samstag, langjährige Mitglieder ins Naturfreundehaus eingeladen. Empfangen wurden die Jubilare und Gäste mit einem Gläschen Sekt oder O-Saft unter Sonnenschirmen im Freien, bevor es zu der vom Zupfensemble der Naturfreunde Unterfranken umrahmten Zeremonie in den Saal ging.

Kreisvorsitzende Kathi Petersen, MdL, stimmte die Runde bei ihrer Begrüßung mit einem Zitat aus einem Song der „Ärzte“ ein: „Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist; es wäre nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt!“ So beschrieb sie die Motivation der Jubilare vor 25, 40, 50, 60 oder sogar 65 Jahren in die SPD einzutreten. „Sozialdemokraten wollen das Land und die Gesellschaft freier, demokratischer, gerechter und solidarischer werden lassen! Das ist unsere Motivation – auch hier in Schweinfurt schon seit über 125 Jahren.“ so Petersen.


DB August

Petersen beschrieb anschaulich politische Situation und Ereignisse der Eintrittsjahre der Jubilare. So seien die Langjährigsten der heute zu Ehrenden wenige Jahre nach der Wiedergründung der Sozialdemokratie in Schweinfurt und der Wahl von Dr. Ignaz Schön zum Oberbürgermeister in die Partei eingetreten.

Festrednerin Sabine Dittmar, Bundestagsabgeordnete aus Bad Kissingen, dankte den Jubilaren, dass sie die Ideen und Ziele der Sozialdemokratie hochgehalten, für diese gearbeitet und gekämpft hätten. „In Bayern wird man nicht zufällig SPD-Mitglied, erst recht nicht aus Eigeninteresse oder Karrierestreben. Wer sich für eine Mitgliedschaft in der SPD entscheidet, dem geht es um die Menschen, dem geht es um den Fortschritt der Gesellschaft und darum die Welt ein Stückchen gerechter, friedlicher und besser zu machen!“ lobte Dittmar die 42 Mitglieder, deren Parteijubiläum es zu ehren galt.


Ihr Blick ging jedoch nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch zur aktuellen Tagespolitik, in der sie die deutlichen sozialdemokratischen Akzente betonte. Dittmar warb dafür jetzt die Menschen in Griechenland – trotz manchen Ärgers und Unverständnisses für das Agieren der griechischen Regierung – nicht im Stich zu lassen! Sie forderte auch Solidarität mit den Menschen, die Zuflucht in Europa suchen und eine gerechte Aufteilung auf alle EU-Staaten. Deutlich wurde Dittmar bei den sogenannten „Wirtschaftsflüchtlingen“, die zur Zielscheiben der CSU geworden seien.

„Diese Männer, Frauen und Kinder fliehen vor Hunger, Seuchen, Perspektivlosigkeit auf der Suche nach einer Zukunft für sich und ihre Familien. Ich weiß sehr wohl, dass man das nicht über das Asylrecht lösen kann, umso mehr und dringlicher müssen wir in Deutschland endlich über ein modernes Einwanderungsgesetz reden – anstatt Ressentiments, Ängste und Neid zu schüren, wie es diese ‚christlich, soziale‘ Partei in verantwortungsloser, menschenverachtender Weise tut!“

Dittmar ging auf die sozialdemokratische Handschrift in der Großen Koalition ein, mit welcher der schwarz-gelbe Stillstand im Land beendet wurde. Nach langen Jahren, in denen man für den Mindestlohn gekämpft habe, sei es nun endlich gelungen, ihn durchzusetzen! Sie wies die unsäglichen Angriffe der Union unter dem Deckmantel der Bürokratie auf den Mindestlohn zurück. „Das zeigt doch nur: Die CSU will ihn nicht, den Mindestlohn!“ so Dittmar.

Sie nannte das Pflegeentlastungsgesetz, Verbesserungen für Rentner nach 45 Beitragsjahren, ein kommunales Entlastungsprogramm, die Mietpreisbremse sowie die Streichung der Optionspflicht, die dafür gesorgt habe, dass junge Menschen mit ausländischen Wurzeln nicht mehr hin- und hergerissen würden zwischen ihrer deutschen Identität und der Herkunft ihrer Eltern. Die SPD habe sich noch viel vorgenommen für die nächsten zwei Jahre in der Koalition: mehr Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt, eine gleiche Bezahlung von Männern und Frauen und ein erfolgreiches zu Ende bringen der Energiewende.

Kathi Petersen und Sabine Dittmar ehrten die anwesenden langjährigen SPD-Mitglieder mit Urkunde, Ehrennadel und einem Wein- und. Buchpräsent. Leider konnten die beiden langjährigsten Jubilare, die für 65 Jahre geehrt wurden, aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich anwesend sein: Der langjährigen Stadträtin Erika Köfert sowie dem ehemaligen Vorsitzenden des RV Solidarität Heinz Rösch werden die Ehrungsunterlagen und Geschenke nun durch ihren Ortsverein überbracht.

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Für 25 Jahre: Bathon Roland, Grohganz Harald, Kromer Heike, Kunz Günter, Müller Jochen, Müller Ingrid, Petzold Gisela, Postelt Uwe, Schabrich Manuela, Wetzel Jürgen, Wolters Rosy und Zeis Helga
Für 40 Jahre: Bühnlein Hannelore, Full Willi, Guse Hans, Haas Ernst, Hamm Peter, Kesselring Gertrud, Krug Alexander, Parbs-Lange Michaela, Rolli Rita, Rummert Lilian, Saftenberger Gerhard, Schurz Gerhard, Steuerwald Linda, Stürmer Maria , Ulsamer Rudolf , Wahl Georg
Für 50 Jahre: Prof. Dr, Baier Herwig, Jung Gerhard, Müller Rudolf (MdB a.D.), Olschewski Armin, Wehner Helmut
Für 60 Jahre: Harth Walter, Klein Engelbert, Kuhles Eugen, Petzold Helga, Schleyer Walter, Schöner Elisabeth, Wenzel Helmut
Für 65 Jahre: Köferl Erika, Rösch Heinz



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