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Erhalt der Kulturlandschaft mit Windkraftanlagen? AfD trägt Lokale Entwicklungsstrategie unter Vorbehalt mit


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KREIS SCHWEINFURT – In der Sitzung des Kreisentwicklungsausschusses am 18.07.2022 bekundete AfD-Kreisrat Alfred Schmitt die prinzipielle Unterstützung der vorgestellten Lokalen Entwicklungsstrategie der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Schweinfurter Land e.V.. Zwischen einzelnen Entwicklungszielen seien jedoch Widersprüche auszumachen: Unter Resilienzbetrachtung Verwundbarkeiten erkennen zu wollen, sei tatsächlich ein erstrebenswertes Ziel. Nur kollidiere es bereits mit dem Entwicklungsziel, erneuerbare Energien weiterbringen zu wollen.

Der Widerspruch setze sich für die AfD hier fort in dem Entwicklungsziel Erhalt der Kulturlandschaft, da etwa Windkraftanlagen in krassem Gegensatz hierzu stünden. Bei dem Entwicklungsziel, den sozialen Zusammenhalt zu fördern, lud Schmitt dazu ein, bei den „spazierenden Bürgern“ anzufangen, die sich nicht mehr gehört fühlten und deshalb ihre Meinung auf die Straße trügen. Die permanente Diskreditierung und Herabwürdigung eines Teiles der Bürger durch Regierende und manche Berichterstattung trage eher zu Spaltung bei.





Als wichtiges Thema der Lokalen Entwicklungsstrategie der LAG, so der Schweinfurter AfD-Kreisrat Schmitt, werde zutreffender Weise die Resilienzbetrachtung genannt, darunter etwa die Notwendigkeit, Verwundbarkeiten und Anfälligkeiten in den Systemen zu erkennen. Die weit gefächerten Entwicklungsziele kollidierten hier in Teilen miteinander, nämlich dann, wenn gleichzeitig erneuerbare Energien weitergebracht werden sollen, brächten selbige doch erst das höchste Maß an Verwundbarkeit hinsichtlich potentiellen Stromausfall mit sich. Zum Teil sei auch ein Widerspruch zu dem Entwicklungsziel ‚Erhalt unserer Kulturlandschaft‘ zu erkennen, da hierzu Windkraftanlagen sicher nicht beitrügen.


Schmitt schlug vor, es prüfe sich ein jeder im Raum einmal selber, ob er sich überhaupt im klaren darüber sei, wie ein Stromnetz funktionierte. Zu jedem Zeitpunkt müsse etwa die Menge des erzeugten Stromes derjenigen des verbrauchten Stromes entsprechen. Die Energie müsse dazu stetig ausgeregelt werden. Alle Stromerzeuger müssten synchron, amplituden- und phasengleich, im europäischen Netz z.B. mit exakt 3000 Umdrehungen pro Minute laufen, „…das sind 50 je Sekunde. Daher kommen die bekannten 50 Hz Frequenz. Bei 49,5 nähern wir uns schon gefährlich dem so genannten BlackOut, es bricht das Netz zusammen!“

Seit mehr als einem Jahrhundert hätte deutsche Ingenieurskunst aus solch hochsensibler Technik dennoch das bis jetzt sicherste Stromnetz der Welt geschaffen! Doch: „Ein Fünfzigstel einer Sekunde entscheidet darüber, ob unsere gekühlte Ware verdirbt oder Schlimmeres geschieht!“ warnt Schmitt, selbst Ingenieur.

Dieser technische Zusammenhang allein solle jedem klar machen, dass mit volatiler Stromerzeugung kein Stromnetz funktionssicher gehalten werden kann. Je größer der Anteil unstetiger Stromerzeugung aus Wind und Sonne, desto höher die Wahrscheinlichkeit eines BlackOut, desto größer im übrigen auch der Anteil an erforderlicher Regelenergie, um deren hohe Schwankungen auszugleichen. Diese Regelenergie werde zudem prinzipiell aus fossilen Energieträgern erzeugt – wenn auch unsichtbar, da weit entfernt.

Zu dem Teilziel der Lokalen Entwicklungsstrategie „Förderung des sozialen Zusammenhalts“ empfahl Schmitt, zuvorderst den Umgang mit Bürgern zu reflektieren, die für ihre Überzeugung seit über einem Jahr auf die Straße gingen oder eben auch „den Umgang mit der jüngsten Oppositionspartei“. Ausgrenzung, Herabwürdigung und Diskreditierung trügen eher zu Spaltung und nicht zu sozialem Zusammenhalt bei.

Keiner der im Ausschuss vertretenen Kreisräte hätte wohl, wie er, so Schmitt, die Erfahrung gemacht, dass Bürger nur hinter vorgehaltener Hand ihre Solidarität bekunden könnten, aber kaum öffentlich, da sie oft um ihren sozialen und wirtschaftlichen Stand bangen müssten. „In was für einer Gesellschaft leben wir eigentlich mittlerweile?!“ fragt Schmitt in den Saal.

Abschließend kritisiert Schmitt die teils lückenhafte Berichterstattung: Wenn z.B. unter Schlagzeilen wie „AfD fehlt komplett in Kreistagssitzung“ die nicht unwesentliche Information fehle, dass zwei der Kreisräte krank und ein dritter in einer Bezirkssitzung gebunden war, trüge dies auch nicht zu sozialem Zusammenhalt bei.

In Teilen scheine bei der Lokalen Entwicklungsstrategie damit noch Luft nach oben. Dennoch trage die AfD-Fraktion die Strategie als Ganzes mit. „Anpassungen erwünscht!“ so Schmitt.


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