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FU: Gesellschaft, Politik und Wirtschaft müssen die Leistungen von systemrelevanten Frauen honorieren!


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SCHWEINFURT – Die Corona-Krise hat das gesellschaftliches und soziales Leben von Grund auf verändert. Gleichzeitig führt die Pandemie auch vor Augen, welch große gesellschaftliche Bedeutung die Arbeit in den systemrelevanten Berufen hat, auch wenn wir viele dieser Tätigkeiten in unserem Alltag nicht bewusst wahrnehmen.

Es zeigt sich, so FU-Kreisvorsitzende Martina Gießübel, dass Frauen neben dem Job noch immer den Großteil der Haus- und Familienarbeit übernehmen.


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Systemrelevante Berufe sind größtenteils „Frauenberufe“

Zu den systemrelevanten Berufen gehören unter anderem die Kranken- und Altenpflege und die Erzieherinnen und Erzieher. Auch der Einzelhandel, in dem überwiegend Frauen, oft in Teilzeit arbeiten, ist unabdingbar. Oft vergessen werden dabei ebenfalls das Personal in den Küchen und Kantinen, der Reinigungsdienst, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder auch Rettungsdiensten. Die Gesellschaft braucht diese Menschen jeden Tag und ohne Pause. Der Frauenanteil in diesen Berufen liegt bei über 70 %.


Gerade jetzt wird deutlich: Es sind Frauen, die den Laden am Laufen halten! Neben den schwierigen Arbeitsbedingungen sind Frauen in vielen dieser Berufe täglich auch einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt. Für ihre Arbeit verdienen sie unsere Wertschätzung und Hochachtung. Leider entsprechen ihre Einkommen aber noch immer nicht ihrer großen Leistung und der Verantwortung, die sie übernehmen.

Die Frauen-Union Schweinfurt Land fordert deshalb zusammen mit der Frauen-Union Bayern eine höhere Wertschätzung für diese Berufsbilder und damit einhergehend eine dauerhaft bessere Bezahlung!

Frauen übernehmen neben dem Beruf die Haus- und Familienarbeit

Es sind Frauen, insbesondere Mütter, die derzeit im privaten und im beruflichen Umfeld besonders gefordert sind. Sie leisten noch immer den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit und organisieren den neuen Familienalltag. Die ganztägige Kinderbetreuung und die Unterstützung der Kinder bei den schulischen Leistungen muss nun neben dem Beruf gewährleistet werden.

Fest steht: Es darf keine Rolle rückwärts geben. Wir müssen verhindern, dass Frauen durch die Corona-Pandemie wieder in alte Rollenmuster zurückgedrängt werden. Der Gesellschaft muss bewusst werden, dass Frauen nicht ausschließlich in der Erzieherrolle zu sehen sind. Auch wenn „die Mama immer die Mama bleibt“, muss es möglich sein, dass Familie und Beruf entsprechend der jeweiligen individuellen Bedürfnisse der Familien kombiniert werden.
Ferner muss die Arbeit von Frauen und Männern gleich viel wert sein, unabhängig davon ob die Tätigkeit in Teil- oder Vollzeit ausgeübt wird. Frauen leisten die gleiche wertvolle Arbeit wie ihre männlichen Kollegen – diese Wertschätzung müssen die Frauen finanziell und gesellschaftlich erfahren.

Die Frauen-Union Schweinfurt – Land gemeinsam mit der Frauen-Union Bayern fordert aus diesem Grund Lohngerechtigkeit für Frauen. Das geschlechterspezifische Lohngefälle muss weiter reduziert werden. Eine Entgeltgleichheit von Frauen und Männern ist unabdingbar. Es müssen Maßnahmen ergriffen und zielführende Lösungen gefunden werden.

Auf dem Bild: FU Kreisvorsitzende Martina Gießübel



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