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„In Sennfeld gilt es eine Informationslücke zu schließen“: Vernetzungstreffen zum Erhalt der Steigerwaldbahn


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SENNFELD – Ende April fand in der Waldsportgaststätte in Sennfeld ein Treffen der Sennfelder GRÜNEN und Aktiven BürgerInnen und des Fördervereins Steigerwald Express zum Erhalt der Steigerwaldbahn statt.

Ricky Haubenreich vom Förderverein und Kreisrat Walter Rachle erläuterten die aktuelle Situation bezogen auf die Kreistagsbeschlüsse zur Steigerwaldbahn und die Entwidmungsanträge einiger Gemeinden sowie die aktuellen Streckenverkaufsverhandlungen der Deutschen Bahn.


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In einer sehr regen und fruchtbaren Diskussion tauschten sich die Anwesenden über die Vorzüge einer funktionierenden Sennfelder Bahnanbindung mit vielleicht sogar zwei Zustiegsmöglichkeiten für Senioren, Familien, Berufstätige, Freizeitaktive, Schüler und Auszubildende aus. Mit einer modernen Steigerwaldbahn wäre zum Beispiel die Fahrradmitnahme für Pendler und Radwanderer möglich und Barrierefreiheit für Kinderwagen, Rollstuhl und Rollatorfahrer gegeben.

Während der Bahnfahrt kann man zudem eine WLAN-Verbindung nutzen. Ohne Stau und Parkplatzsuche käme man schnell und entspannt zum Schweinfurter Hauptbanhof und von dort aus in die Städte Würzburg, Bamberg und Nürnberg und im Stundentakt in die umliegenden Gemeinden. Die Bahn eröffne eine nachhaltige Alternative zum Individualverkehr. Als Vorzeigeprojekte wurden in der Diskussion die Mainschleifenbahn (Volkach-Astheim bis Seligenstadt-Würzburg) und die Erfurter Bahn genannt.


Die Anwesenden erinnerten sich an die bis jetzt einzige Informationsveranstaltung der Gemeinde Sennfeld im Febuar zum Thema Reaktivierung der Steigerwaldbahn. Von der Gemeinde seien an diesem Infoabend leider die positiven Seiten der Steigerwaldbahn nicht präsentiert und ein veraltetest Bahnbild gezeichnet worden, obwohl es in der heutigen Zeit sehr innovative Bahnkonzepte gibt. Über die inhaltliche Darstellung des Bahnthemas hätten sich nicht wenige anwesende Bürger verwundert gezeigt und sich nach dem Sinn der Veranstaltung gefragt.

„Moderne Nahverkehrszüge sind keine lauten und stinkenden Monster mehr, die die Lebensqualität der Anwohner beeinträchtigen. Bahnanbindungen werden heute vielerorts als Standortvorteil erlebt“, erklärte Gerold Schömig beim Vernetzungstreffen.

Walter Rachle erinnerte daran, dass das geplante neue Mobilitätskonzept des Landkreises eine mögliche Bahnreaktivierung bereits mit berücksichtigt. Hier müsse sichergestellt werden, dass Bus- und Bahnverbindungen sinnvoll miteinander kombiniert und vorteilhafte Zustiegs- und Umsteigemöglichkeiten für die Bevölkerung geschaffen werden.

„In Sennfeld gilt es eine Informationslücke zu schließen“, so Eugen Morlang, der in Sennfeld am Rempertshag wohnt und als junger Familienvater von der Idee einer Reaktivierung der Steigerwaldbahn begeistert ist. Unabhängig von den aktuellen Verkaufsverhandlungen der Deutschen Bahn und anderen Entwicklungen rund um die Steigerwaldbahn sprachen sich die Anwesenden dafür aus, die Bevölkerung mit Hilfe eines Flyers und anderen Formen der Öffentlichkeitsarbeit über die generationsübergreifenden Vorteile einer Bahn-Reaktivierung zu informieren und den Bürgerinnen und Bürgern auch die Möglichkeit zu geben, sich in der Bahnfrage selbst zu Wort zu melden. „Demokratie lebt von breiter Sachinformation und Bürgerbeteiligung“, so Rita Weber.

Foto: Archiv



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