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Kathi Petersen besuchte Kloster Lülsfeld: SPD-Landtagsabgeordnete informiert sich über Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen im Landkreis Schweinfurt


SKD

LÜLSFELD – 26 junge Afghanen und Eritreer sind im ehemaligen Kloster in Lülsfeld untergebracht. Wie genau, und wie deren Tagesablauf aussieht – dafür interessierte sich die SPD-Landtagsabgeordnete Kathi Petersen (Schweinfurt).

Bei einem Besuch vor Ort ließ sie sich von Jutta Münch (Geschäftsführerin Caritasverband Schweinfurt) und Projektleiterin Marion Stief näher bringen, was die Jungs so machen (müssen). „Uns ist es wichtig, dass sie in alles einbezogen werden und Alltagskompetenzen lernen“, so Stief. Dazu gehört natürlich täglicher Deutsch-Unterricht und das Erlernen hiesiger Gebräuche, aber auch das Helfen in der Lehr-Küche.


DB August

Ganz wichtig ist, dass sich die jungen Menschen sicher fühlen. Viele haben auf ihrer Flucht Furchtbares erlebt und sind traumatisiert. Hilfe bei der Bewältigung dieser Traumata wird natürlich angeboten, von den Jungs jedoch eher abgelehnt, weil sie das als Zeichen von Schwäche werten. „Wir möchten ihnen aber zeigen, dass das ein Zeichen von Stärke ist“, erläutert Stief.

Auch wenn man natürlich noch am Anfang stehe und sich manches noch einspielen müsse, habe man andererseits bereits einiges erreicht. So gibt es einige Jugendliche, die schon in die Mittel- oder Berufsschule gehen, in Vereinen aktiv sind und Freizeitmöglichkeiten habe man ebenso im Kloster. Hierzu gehören ein PC-Raum (sehr wichtig, um Kontakt mit den Angehörigen daheim zu halten) und ein Sport-Raum. Die Ausstattung sei aber in beiden Fällen noch ausbaufähig. Auch über Musikinstrumente würde man sich freuen.


„Obwohl wir erst vor zehn Wochen eröffnet haben, sind wir schon ziemlich weit“, so Stief. Auf die Frage Petersens, wie es mit der Personalsituation stehe, teilte Stief mit, dass man zu recht komme – solange niemand krank werde oder sonst wie ausfalle. „Wir sind leider etwas unterhalb des heilpädagogischen Schlüssels“, so Münch. Man komme aber hin.

Das menschliche Zusammenleben funktioniere jedenfalls sehr gut. „Gibt es denn mal Streit zwischen den Jungs“?, wollte Petersen wissen. Ja, den gebe es, so Leiterin Stief. „Aber nicht zwischen Afghanen und Eritreern, sondern zwischen Teenagern“!

Wer die Arbeit der Caritas als Trägerin der Einrichtung mit Geld- oder Sachspenden unterstützen möchte, kann sich an den Caritasverband Schweinfurt (Deutschhöfer Str. 7, 97422 Schweinfurt, Tel.: 09721/ 71580, E-Mail: info@caritas-schweinfurt.de) oder an das Büro von Kathi Petersen (Siebenbrückleinsgasse 10-12, 97421 Schweinfurt, Tel.: 09721/ 715718, E-Mail: kathi.petersen.sk@bayernspd-landtag.de) wenden.



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