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Europ. Grauwölfe im Wildparadies Tripsdrill / Foto: Ralph Frank

Keine unkontrollierte Ausbreitung des Wolfs: Anja Weisgerber wirbt für aktives Bestandsmanagement


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GRETTSTADT / SCHWEBHEIM / BERLIN – In der Nähe von Grettstadt (Landkreis Schweinfurt) wurde vor kurzem ein Wolf gesichtet. Regionale Medien haben darüber berichtet. „Auch wenn die Nachricht besorgniserregend ist, so ist es aus Sicht des Artenschutzes grundsätzlich ein Erfolg, dass der Wolf nach Deutschland zurückgekehrt ist“, sagt Anja Weisgerber.

Ein fragwürdiges Vorgehen sei es allerdings, „dass die Ausbreitung des Wolfes unkontrolliert erfolgt“, erklärt die aus Schwebheim stammende Schweinfurter Bundestagsabgeordnete, die auch umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion ist.


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„Wir sehen eine exponentielle Entwicklung. Zudem wird der Wolf zunehmend auch in dichtbesiedelten Gebieten gesichtet. Das ist nicht akzeptabel“, erklärt Weisgerber weiter. „Es ist an der Zeit, ein aktives Bestandsmanagement für den Wolf einzuführen, bis hin zur unbürokratischen, schnellen Entnahme von verhaltensauffälligen Tieren, um Gefahren für Tierhalter und ihre Weidetiere abzuwenden. Es geht hier auch um den Schutz von Tieren, das wirtschaftliche Überleben von Tierhaltern und damit auch um die Existenzgrundlagen von Familien im ländlichen Raum. Das Bestandsmanagement ist auch erforderlich, um die Akzeptanz für die Rückkehr des Wolfs bei den Bürgerinnen und Bürgern zu erhalten“, fordert die Bundestagsabgeordnete. Auf diese Thematik hat Weisgerber auch in ihrer Plenarrede am Mittwoch im Bundestag hingewiesen.


Weisgerber fordert die neue Ampel-Koalition auf, sich aktiv für eine schnelle Lösung einzusetzen. Bereits im November 2018 hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ein Positionspapier mit konkreten Maßnahmen zum Thema Wolf verabschiedet. Die Umsetzung ist jedoch in den vergangenen Jahren immer wieder am Widerstand des damaligen Koalitionspartners SPD gescheitert. „Die neue Bundesumweltministerin muss sich dem Problem endlich stellen und die verklärte Sichtweise auf den Wolf aufgeben, um eine Regulierung der Wolfsbestandsentwicklung zu ermöglichen. Warum soll es in Deutschland nicht möglich sein, in bestimmten Regionen ein aktives Bestandsmanagement beim Wolf durchzuführen? In anderen europäischen Staaten geht es doch auch“, so Weisgerber abschließend.

Archivfoto: Wildpark Tripsdrill


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