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„Maß und Mitte“ in der Migrationsdebatte gefordert: Sabine Dittmar war Festrednerin beim SPD/SBD-Neujahrsempfang


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DITTELBRUNN – Die momentanen Irritationen in der großen Politik, sie waren auch im Foyer des Marienbachzentrums zu spüren, wohin der SPD-Dachverband Dittelbrunn sowie die Soziale Bürgerliste zum Neujahrsempfang eingeladen hatten.

Festrednerin war die Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar, Bad Kissingen. Die gute Nachricht überbrachte das „Zupforchester der Naturfreunde im Bezirk Unterfranken“, unter Leitung von Jürgen Klose, in musikalischer Form: „Die Gedanken sind frei“. Dazu gab es Klassiker der Arbeiterbewegung wie „Bella Ciao“, oder „Wenn wir schreiten Seit an Seit“, aber auch Ernest Golds getragene Filmmusik von „Exodus“: Erinnerung daran, dass das „christlich-jüdische Abendland“ geradezu auf Geschichten von Flucht und Heimatsuche aufgebaut ist.


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„Noch hat niemand seinen Lebensstandard verloren, weil eine Million Flüchtlinge zu uns gekommen sind“, stellte Landrat Florian Töpper in seinem Grußwort fest. Allerdings dürften nicht alle Lasten auf die Kommunen abgewälzt werden. Entsprechend galt sein Dank der „Pionierarbeit“ der Helfer vor Ort. „Das Wort `gut´ bleibt einem beim Wunsch nach einem guten neuen Jahr fast schon im Hals stecken“, meinte Jochen Kraft als Vizevorsitzender im SPD-Unterbezirk. Der Euerbacher forderte, auch „irrationale Sorgen“ der Bürger aufzugreifen, die sich etwa in vermehrten Waffenkäufen äußere. Das Sicherheitsbedürfnis müsse durch den Staat erfüllt werden, nicht mit „Bürgerwehren noch Scharia-Polizei“.

Nun seien „Maß und Mitte“ gefragt. Kai Niklaus als Kreisvorsitzender und Kathi Petersen, MdL, griffen ebenfalls die aktuelle Debatte um Migrations-Folgen auf: „Der Sozialstaat ist nur gerecht, wenn er für Sicherheit Sorge tragen kann“, meinte Petersen, dabei dürfe man einzelne Bevölkerungsgruppen nicht gegeneinander ausspielen. Rechte Parolen und Nationalismen hätten in der Geschichte noch nie zu guten Lösungen geführt, im Gegenteil. Sabine Dittmar sah nun eine „harte Bewährungsprobe für Politik und Gesellschaft“.


Sie erinnerte an die dramatische Siuation in den Flüchtlingslagern des Nahen Ostens, mit gekürzten Lebensmittelrationen, als einen Auslöser des momentanen Zustroms. Dessen Geschwindigkeit müsse reduziert werden. Man brauche außerdem ein Einwanderungsgesetz. Die Parlamentarierin setzt auf Steinmeiers Krisendiplomatie und bekennt sich zum Bundeswehreinsatz gegen den IS. Die SPD habe auch sonst einiges bewirkt: die Schließung von Versorgungslücken in der Gesundheitspolitik oder Verbesserungen bei der Mütterrente ebenso wie Entlastungen bei der SuedLink-Planung. Auch die Abschaltung des KKG verbuchte Dittmar als Miterfolg der Sozialdemokratie.

Die lokale Politik in den Fokus nahm zuletzt Peter Härterich als Dachverbands-Vorsitzender, der sich nicht zuletzt über einen jungen Neuzugang in der SPD freute. Der Radweg nach Rannungen, die anstehende Sanierung von Kanalnetzen und öffentlichen Gebäuden sind ebenso Jahresthemen wie die Renaturierung des Marienbachs, die Zukunft der Heeresstraße oder der geplante Mehrgenerationenpark am Ortsausgang. Dass man Anfang 2016 zu Gast bei einem „mustergültigen Ortsverband“ sei: Diese Ermutigung bekamen Dittelbrunns Sozialdemokraten mehrfach zu hören.

SPD Dittelbrunn

Auf dem Foto: Mit Ehrungen in ein Jahr voll neuer Herausforderungen (von links): Gemeinderätin Zehra Akcay (SPD Dittelbrunn), Sabine Dittmar, MdB, Jubilar Franz Wiedorfer (20 Jahre in der SPD), Barbara Helmreich und Klaus Kräuter (beide geehrt für 25 Jahre Parteimitgliedschaft), Landrat Florian Töpper, Gemeinderätin Angelika Markert (SPD Holzhausen/Pfändhausen), Uwe Klein (30 Jahre SPD-Mitglied), Jochen Kraft, Vize-Unterbezirksvorsitzender, Kai Niklaus, Vorsitzender der Landkreis-SPD, Kathi Petersen, MdL, sowie Peter Härterich, Vorsitzender des SPD-Dachverbands Dittelbrunn und 2. Bürgermeister..

Text und Foto: Uwe Eichler



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