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Paul Knoblach: Keine Pestizide mehr in Naturschutzgebieten – Im Elmuß und in den Sulzheimer Gipshügeln gibt es noch immer kein Verbot


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GARSTADT / GRAFENRHEINFELD / SULZHEIM – Dass Pestizide in Naturschutzgebieten noch immer verwendet werden dürfen, nennt der Landtagsabgeordnete Paul Knoblach in einer Pressemitteilung „unfassbar und eigentlich nicht zu glauben“. Der Bündnisgrüne aus Garstadt bei Schweinfurt fordert deshalb in einer Mitteilung ein sofortiges Generalverbot für den Pestizid-Einsatz in allen bayerischen Naturschutzgebieten.

In einer auf die Naturschutzgebiete in der Stadt und im Landkreis Schweinfurt bezogenen Anfrage Knoblachs antwortete die CSU-Staatsregierung jetzt, dass der „Einsatz von Pestiziden in den Verordnungen der Naturschutzgebiete Sulzheimer Gipshügel und Elmuß nicht verboten ist“. Für den Bündnisgrünen Biolandwirt ist das „ein Widerspruch wie er nicht größer sein könnte“. Wer sich in einem Naturschutzgebiet „aufhält, rechnet doch niemals damit, dass hier mit naturschädlichen Spritzmittel hantiert werden darf“.


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Im Landkreis Schweinfurt gibt es derzeit 20 Naturschutzgebiete, die zusammen eine Fläche von 1166 Hektar einnehmen. Das Elmuß auf Grafenrheinfelder Gemarkung hat eine Größe von rund 45, die Gipshügel bei Sulzfeld umfassen zirka 8 Hektar. In der Stadt Schweinfurt ist einzig das Gebiet Saumain mit rund 12 Hektar als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die anderen Bereiche sind Landschaftsschutz- oder FFH-Gebiete.


Wenig beruhigend sei laut Knoblach auch, dass die Verordnungen all dieser Naturschutzgebiete lediglich differenzierte Verbote enthalten, „Pflanzen und Tiere durch chemische Maßnahmen zu beeinflussen“, wie es in der Antwort der CSU-Staatsregierung heißt. Zu seiner Frage, welche Pestizide in den Schweinfurter Naturschutzgebieten in den letzten zwei Jahren zum Einsatz kamen, konnte die Staatsregierung „leider keine Auskunft geben“, teilt Knoblach mit.

„Das Verbot jeglicher naturschädlicher Spritzmittel in Naturschutzgebieten hätte schon vor Jahren verfügt werden müssen“, erklärt der Abgeordnete. Und weiter: „Ein einfacher Verwaltungsakt hätte genügt, den es jetzt geben muss“. Über 1,7 Millionen Menschen in Bayern haben mit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ die Staatsregierung aufgefordert, dem Artensterben endlich Einhalt zu gebieten. Ein sofortiges Pestizid-Verbot für Naturschutzgebiete ist deshalb überfällig, so Knoblach.



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