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SPD ist für bessere Versorgung mit Hospizen – MdL Kathi Petersen: Es bräuchte dreimal so viele Plätze in Bayern


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SCHWEINFURT – Palliativ- und Hospizmedizin ist ein Thema, das viele Menschen angeht. In seiner Sitzung am Dienstag hat der Stadtrat Schweinfurt die Gründung einer Gemeinnützigen Hospiz- und Palliativversorgung Schweinfurt und Bad Kissingen GmbH beschlossen.

Künftig werden das Leopoldina- und das St. Josef-Krankenhaus gemeinsam mit dem BRK-Kreisverband Bad Kissingen eine Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) betreiben und die Stadt Schweinfurt sowie die Landkreise Schweinfurt und Bad Kissingen betreuen. „Den Betroffenen kann so wesentlich besser geholfen werden“, begrüßt die SPD-Landtagsabgeordnete Kathi Petersen (Schweinfurt) die Entscheidung. In diesem Bereich gebe es in der Region noch einiges zu tun.


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Die Gesundheitspolitikerin sieht jedoch bayernweit erheblichen Nachholbedarf bei Plätzen in der Hospiz- und Palliativversorgung. Wie eine Anfrage von ihr an Gesundheitsministerin Huml ergeben hat, ist der Freistaat hier unterversorgt. „Die Staatsregierung rechnet immer noch auf der Grundlage alter Daten aus dem Jahr 2005“, kritisiert Petersen und mahnt die längst überfällige Anpassung an den gestiegenen aktuellen Bedarf an.

Derzeit gibt es laut Ministerium pro 60.000 Einwohner im Freistaat nur einen einzigen Platz in einem stationären Hospiz. Nach fachlicher Expertise der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin wären dreimal so viele Betten nötig. Auch gebe es in Bayern zu wenig stationäre Hospize, was insbesondere für Patienten in ländlichen Regionen zu schwierigen Situationen führen könne. Petersen warnt: „Bei der Hälfte aller Hospize und Palliativstationen existieren Listen mit einer Wartedauer von bis zu zehn Tagen. Das ist für so schwer erkrankte Menschen und ihre Angehörigen unzumutbar“.


Kathi Petersen appelliert an die Staatsregierung, sich den Notwendigkeiten nicht länger zu verschließen: „Es geht hier um die menschenwürdige Versorgung von Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt. Die veralteten Zahlen aus dem Ministerium bringen uns hier nicht weiter“.



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